Freitag, 10. Dezember 2005

Als Weihnachtsempfehlung stellt die evangelische Wochenzeitung die Kirche [www.die-kirche.de] heute unser Kirchenbuch vor:
Sven Scherz-Schade ist Kirchenzeitungs-Lesern bekannt durch Berichte und Reportagen aus dem kirchlichen Leben der Hauptstadt. Jetzt hat er im Berlin Story Verlag ein Buch vorgelegt, das zwar "Kirchen in Berlin" heißt, ist aber ein Streifzug auch durch Synagogen und Moscheen in Berlin und Potsdam. Ein Hauptverdienst des Buches ist die Einleitung, eine "kurze Berliner Kirchengeschichte". Auf 20 Seiten geht der Autor interessanterweise aus von der aktuellen kirchlichen Landschaft und tastet sich dann rückwärts – vom ökumenischen Kirchentag 2003 über die Lage in der geteilten Stadt, Kirche in Nationalsozialismus und Weimarer Republik und so fort bis ins Mittelalter. Dort angekommen, stellt er die einzelnen Kirchenbauten chronologisch geordnet vor, von St. Nikolai in Mitte bis zur Canisius-Kirche aus den 1950er Jahren. Gut lesbar geschrieben – lohnend nicht nur für Berliner.

Donnerstag, 9. Dezember 2005

Absoluter Verkehrsstau in Mitte. Die Linden sind weiträumig gesperrt. Am besten sind die Fotos in der Berliner Morgenpost zu der britischen Fünf-Zentner-Bombe. Sie liegt da wahrscheinlich seit dem 3. Februar 1945.

Mittwoch, 8. Dezember 2005

Unsere Weihnachtsfeier – und wir haben vergessen zu fotografieren. Weil uns das Feiern so in Anspruch genommen hat. Um 19 Uhr ging es los (die Spätschicht bißchen später) mit einem großen, internationalen Buffet, entsprechend der Herkunftsländer der Mitarbeiter. Bis auf die Faulen, die beim Türken waren damit aber ein Flair von Kreuzberg mitbrachten. Früher sind wir häufig ausgegangen, aber da konnte man sich nicht so gut unterhalten. Im vergangen Jahr und heute also ganz in privatem kreis. Der dienstliche Teil über die Inventurvorbereitungen im Januar dauerte genau sieben Minuten.

Dienstag, 6. Dezember 2005

Heute wurden wir schon gefragt, was da wohl abgeht, wenn ein Souvenirhändler, genauer gesagt eine Sportmarketingfirma ("Merchandising mit System"), die Touristinformation übernimmt. In einer Mitteilung der Berlin Tourist Information heißt es: "Kooperation mit MAX 2001. Die touristischen Informationsstellen Berlins (bisher: Tourist Info Center) werden künftig unter der Bezeichnung BERLIN infostore auftreten. Grund dafür ist eine umfangreiche Kooperation der BTM mit der Firma MAX 2001. Den Auftakt bildete der Relaunch der Infostelle am Fernsehturm zum 01.12.2005. In 2006 sind weitere gemeinsame Stores an touristisch relevanten Stellen geplant." Wir wissen nicht, was da abgeht. Mitte Dezember wollen die Beteiligten mehr rauslassen.

Sonntag, 4. Dezember 2005

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Wenn der Verein für die Geschichte Berlins im neuen Hotel Maritim in Tiergarten feiert, dann sieht das so festlich aus. Das war der Auftakt. Jetzt folgen Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfänge bis Ende Januar, die Zeit der Gänsebraten und Kontakte. Als erster Ehrengast wurde Jost Feenders begrüßt, der das Web bei uns und beim Verein mastert. Echt. Das habe ich mir nicht ausgedacht. Der langjährige Vorsitzende des Vereins, Prof. Dr. Klaus Finkelnburg, auch ehemaliger Vorsitzender des Berliner Verfassungsgerichts, referierte über das Jahr, in dem der Verein gegründet wurde, 1864. Das war nicht einfach zu referieren, weil da in Europa gerade Pause zwischen den Kriegen war, also wenig los, während in Amerika der Unabhängigkeitskriegs zu Ende ging, bei dem 500.000 Menschen starben und vier Millionen Negersklaven frei wurden. In Europa hatte ein Jahr zuvor (1864) der deutsch-dänische Krieg um Schleswig-Holstein stattgefunden – siehe Siegessäule. Die zahlenmäßig weit unterlegenen Dänen hatten hoch gepokert, auf die Hilfe Englands gesetzt, was Bismarck durch geschickte Diplomatie zu verhindern wußte. Im Gründungsjahr des Vereins ging es dann zwischen Österreich (Holstein besetzt) und Preußen (Schleswig besetzt) um die Verteilung der Beute, wodurch es ein Jahr später, 1866, zum deutsch-österreichischen Krieg kam, siehe auch wieder Siegessäule, der nur einen Monat dauerte und durch die Schlacht bei Königsgrätz zugunsten Preußens entschieden wurde. Ich kenne diese Schlachten alle gut, weil ich sie mit meinem Großvater und dessen Zinnsoldaten häufig nachgespielt habe. 1865 fand aber ein Ereignis statt, an das wir uns bis heute gern erinnern, Wilhelm Busch schrieb Max und Moritz. Der Parkautomat im Keller des Hotels ließ sich mit 12 Euro 50 verwöhnen. Das sind 25 Mark.

Sonnabend, 3. Dezember 2005

Victoria Heymann berichtet ausführlich in der Katholischen Sonntags Zeitung vom 3. Dezember 2005, also heute, über unser Kirchenbuch. „Dem Journalisten Sven Scherz-Schade ist mit „Kirchen in Berlin – Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel" ein repräsentativer Querschnitt durch die hauptstädtische Religionslandschaft gelungen. 54 Bauten und Einrichtungen stellte Scherz-Schade komprimiert und dennoch gleichzeitig detailliert vor. Daß sich sechs davon in Potsdam befinden, ist aufgrund der Bedeutung der Bauwerke eine Bereicherung … Das Buch kann und will kein lexikalisches Nachschlagewerk sein, vermittelt aber eindrücklich Berlins religiöse Vielfalt.“ Die ausführliche Besprechung erscheint bald auf unserer Webseite zum Buch.
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„Schafft die Jagd ab!“, diese Demonstration findet jeden Monat statt, seit Jahren, und auch im Dezember mit guter Beteiligung.

Montag, 3. Dezember 2005

Vier Jahre lange haben die Bären von Ottmar Hoerl auf der Bärentreppe vor der Berlin Story gestanden. Sie wurden zu einem viel fotografierten Motiv Unter den Linden. Wie wir sie nach dem Umzug zu einer neuen Installation zusammenfügen, wissen wir noch nicht. Zunächst jedenfalls müssen sie gründlich gereinigt werden, erst über Nacht in der Badewanne eingeweicht, dann in der Spülmaschine bei 65 Grad gewaschen.
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Freitag, 2. Dezember 2005

Es schmücken sich die Druckereien mit unseren Büchern. Auf den Seiten von Trigger in Berlin und Prisma in Saarbrücken findet man unsere Bücher als Werbung auf den Startseiten der Homepages. Unsere Seite wiederum, diese hier, sendet Ihnen herzlichen Dank, denn wir sind dabei, das Ziel zu erreichen, das wir uns Anfang des Jahres gesetzt hatten, die Anzahl der Seitenaufrufe (nicht Hits, sondern Pageviews) auf einhunderttausend zu bringen. Im November, sagt unser Webmaster Joest Feenders, mit dem ich hätte wetten sollen, waren es knapp über 99.000. Dazu kommen die Besuche auf unseren Zahlreichen anderen Seiten zu den einzelnen Büchern www.mythos-fuehrerbunker.de, www.graefin-voss.de, www.Humboldt-Universitaet-Buch.de, www.Zwanziger-Jahre-in-Berlin.de, www.Kirchen-in-Berlin.de und zu unserem Webshop auf www.BerlinStory-Shop.de. Jetzt arbeiten wir daran, für den allmählich und immer zielstrebiger wachsenden Verlag eine angemessene Seite zu entwickeln.

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Damit die Buchhändler wissen, daß der Nachdruck des Buchs von Thiebault über Friedrich den Großen jetzt erschienen ist, haben wir (= Angelina und Veronica, herzlichen Dank) heute ein Rundschreiben an alle Berliner Buchhandlungen rausgeschickt.Gleichzeitig bereiten wir (= Norman) das nächste Buch vor, den ständigen Begleiter für das Jahr 2006, nämlich das Lexicon Berlin 1806 von Gaedicke, dem Buchhändler und Verleger, und Sautor und auch noch Drucker, der später Kastellan der Berliner Universität wurde. Gaedicke hat eine Bestandsaufnahme von wirklich allem gemacht, echt enzyklopädisch, was in Berlin zu der Zeit vor sich ging. Woher das Brennholz kam, wie die Kranken in der Charité gepflegt wurden, wer im Schloß wohnte. Wiederentdeckt hat Michael Bienert das Buch, der Autor der zwanziger Jahre bei uns. Er schreibt auch den einleitenden Essay zum Buch.
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