Sonntag, 26. September 2004

Marathon. Das ist so toll. Diese Energie, die von dem Lauf ausgeht, der Wille und die Kraft der Läufer.

Sonnabend, 25. September 2004

Marathon der Skater. Die allerletzte Skaterin würde so gern aufgeben. Sie guckt immer nach rechts und nach links, wie sie sich absetzen kann. Das geht aber nicht. Sechs Motorräder der Polizei eskortieren sie und die Zuschauer klatschen wie verrückt. Zähne zusammenbeißen und noch das Stück durch das Brandenburger Tor rollen.

Der (Ober-?)Bürgermeister von Schwetzingen war mit einigen benachbarten Amtskollegen in der Ausstellung und bedankte sich herzlich bei der Ausstellungsführerin Renate Baudert. Frau Baudert steht am historischen Stadtmodel und erläutert, erzählt vom Schloß, vom Pariser Platz, von der Stadtplanung. Neulich hatte sie Geburtstag, kurz vor 80, das kann man ja Mal sagen. Und heute brachte sie Kuchen mit. Herzlichen Dank.

Freitag, 24. September 2004

Unser Service im Laden wurde systematisiert. Zu einer Reihe von Produkten und Dienstleistungen haben wir Zettel für die Kunden, um die Geschichte nicht immer wieder erzählen zu müssen. Manchmal geht das nicht, wenn es voll ist. Und wann ist es schon nicht voll?
Dass unsere Mauersteine echt sind, nur die Farbe nicht unbedingt, und dass Volker Pawlowski dafür bürgt. Dazu haben wir einen Zeitungsbericht über ihn.
Dass die Buddy Bären auf dem Gelände der amerikanischen Botschaft standen, für amerikanische Tugenden wie Frieden und Völkerverständigung stehen und jetzt in Shanghai und Hongkong sind.
Dass das Ampelmännchen immer noch an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße zu sehen ist, nicht nur auf unserem Souvenirtisch.
Dass man besser ins Zentrum für Berlinstudien geht, wenn man was recherchieren will. Und wo das ist. Und wie die Öffnungszeiten sind. Wir haben ja immer nur die lieferbaren Bücher.

Donnerstag, 23. September 2004

„Haben Sie den aus dem Schaufenster auch in klein, diesen Gips-Mann da?“ – „Äh, Friedrich den Großen?“ – „Ja, den findet meine Freundin so süß, den hätte ich gern etwas kleiner.“ Kein Thema, ab in die Tüte und wieder was für die Geschichte Berlins getan.

Mittwoch, 22. September 2004

Michela möchte ihre Berichte über die Stadtführungen vor der Veröffentlichung auf der Homepage korrigiert haben. Das ist doch wieder eine zusätzliche gute Tat an den Praktikantinnen. Machen wir gerne.

Dienstag, 21. September 2004

Demnächst können wir auch unsere spanischen Kunden verwöhnen. Heyam und Mandy machen einen Spanischkurs. In italienisch sind wir ja jetzt ganz groß. Im Laden arbeitet Gianluca und in der Ausstellung Michela. Ohne a hinter dem e. Sie hatte in ihrer ersten Schicht alleine die meisten Besucher, den höchsten Umsatz. Daraufhin konnte sie den geplanten Clubbesuch abends absagen. Nichts ging mehr.

Montag, 20. September 2004

Mobbing-Seminar. Imke Schuster und Wieland Giebel fahren nach Kassel zu einem Seminar „Von der Führungskraft zum Coach“. Statt zu lernen, wie man Mitarbeiter mobbt, werden wir erst selbst gemobbt. Kassel, ehemals preußische Provinz, wo Kaiser Wilhelm II. als Kronprinz auf dem Gymnasium Griechisch und Latein lernte, hat am Sonntagabend um 22.30 Uhr dicht. Und zwar total. Provinz eben. Wir laufen. Wir fahren mit der schönen Niederflur-Straßenbahn in die Stadt. Wir sind am Königsplatz, am Friedrichsplatz, am Rathaus. Nichts. Wenn man aus der Region kommt „Kreuzberger Nächte sind lang“, denkt man, das kann doch nicht sein. Bei uns fängt es um die Zeit erst richtig an. Deswegen ist es ja auch in Kreuzberg und Friedrichshain und Prenzlauer Berg so voll. Und in Kassel so leer.
Und das Seminar? Prima, nur mobben haben wir nicht gelernt.

Sonntag, 19. September 2004

Heute hätten wir viele Führerbunker auf englisch verkaufen können, wäre das Buch fertig gewesen. In zehn Tagen oder zwei Wochen liegt unser Buch Mythos Führerbunker auch in English auf dem Tisch. Der Titel „Hitlers Last Hiding Place“.

Sonnabend, 18. September 2004

Derzeit wird an einer Studie über die astrologische Situation der Berlin Story gearbeitet, besonders über die örtliche Lage innerhalb der Kräfte von Berlin. Wir werden an dieser Stelle über die Fortschritte und Ergebnisse berichten.

Dienstag, 14. September 2004

Alles so schön deutsch hier. Ein Mitarbeiter der Botschaft von Venezuela, der gern in die Buchhandlung kommt, manchmal mit Familie, manchmal mit Freunden, hat mit Gästen der Botschaft eine vierstündige Bootstour gemacht. Die war rein deutsch. Keine Chance auf etwas englisch. Spanisch ja schon gar nicht. Ob wir da nicht was tun könnten? Eigentlich gern, aber wie?