Sonnabend, 5. Juni 2004

Den Führerbunker auf Holländisch machen? Die Holländer sind richtig verrückt danach. In den Niederlanden liefen mehrmals TV-Sendungen mit unsrem Autor. In diesem Monat wird die englische Übersetzung fertig, mal sehen, wie die läuft. Da ist viel Arbeit dran. Christina Knight übersetzt, der Autor Sven Felix Kellerhoff sieht alles durch. Besonders, wo es um Akten aus NS-Archiven geht, sind die Übersetzungen nicht einfach. Dann werden wir alles lektorieren lassen, schließlich bekommt ein muttersprachlicher Testleser das Buch, dann wird es erst produziert.

Freitag, 4. Juni 2004

Ampelmännchen Waschlappen sind unser neues Produkt. Bisher nur in rot mit kleinem, grünen Ampelmännchen. Der grüne Waschlappen ist noch in Produktion.

Spaß oder Stress? Die Neuen müssen endlich mal auf die Homepage, damit Sie sich ein Bild davon machen können, wer sich im Laden, im Verlag und in der Ausstellung tummelt. Fotos machen ist ja nicht so einfach. „Jetzt gleich“ „Heute?“ „Heute bin ich aber nicht so gut drauf!“ „Wie ich aussehe!“ Und von wegen Mädchen sind eitel, nicht nur die jungen Frauen sind so drauf.

Donnerstag, 3. Juni 2004

Führung Stalin Allee. Martin Jander, Autor des Buchs Berlin (DDR), führt uns auf den Dachgarten eines Hauses in der Stalin-Allee. Heute Karl-Marx-Allee. Wir erfahren alles über die Häuser, die Bauarbeiter, den 17. Juni 1953, der von hier ausging. Dazu gibt es nachher im Café Sybille Schnittchen und Getränke. Ein großartiger Abend, ein schöner Abend für uns. Nur Kati und Hanna fehlen, die beiden Praktikantinnen. Nach einem Tag Arbeit gehen sie so auf dem Zahnfleisch, dass sie nicht mehr können. Für uns könnte der Abend der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit mit dem Autor sein.

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Mittwoch, 2. Juni 2004

Pfingsten ist vorbei, und wir haben sieben Adventskalender verkauft. Imke Schuster war früher in einer christlichen, einer evangelischen Buchhandlungen. Sie kennt sich aus mit den Bedürfnissen der Menschen.

Dienstag, 1. Juni 2004

Nach dem Einbruchdiebstahl, bei dem der komplette Safe gestohlen wurde, wobei Geld aber vor allem unersetzbare Fotos wegkamen, gab es in der gleichen Woche einen zweiten kriminellen Angriff, bei dem eine ganze Wand eingebrochen wurde. „Das habe ich noch nie gesehen. Das sieht ja aus wie in einem Karatefilm“, sagte der erste Polizist. Dann kam die Kripo, dann das LKA. Welcher Zusammenhang zwischen den Angriffen besteht, ist offen. Wir haben alles noch besser gesichert. Beim zweiten Einbruch wurde neben einer einfachen Geldkassette der Laptop von Wieland Giebel gestohlen. Darauf befand sich das Manuskript zu den Fotos aus dem Safe.

Und es befand sich darauf das umfangreiche Tagebuch für den Mai. Ehrlich. Sehr schöne Geschichten. Die zu rekonstruieren wäre zu viel Arbeit. Wir machen einfach vorwärts weiter.

Machen Sie Backups. Regelmäßig. Es lohnt sich. Und die Mails und das Adressverzeichnis nicht vergessen.

Auf der Homepage kommt demnächst Neues:
Über die Ausstellung, die wir geöffnet haben.
Über neue Mitarbeiterinnen in mehreren Abteilungen.
Über die Buchliste mit Neuerscheinungen, die nach Monaten gegliedert sein wird, nicht nach Themen.
Über den Webshop, in dem wir die Berlinbücher kommentieren vorstellen.
Über die Stadtführungen, an denen unsere MitarbeiterInnen teilgenommen haben.
Und hier wird es auch lebendig weitergehen.