Sonnabend, 31. Januar 2004

Heyam Manana war fast vier Wochen weg. Heute ist ihre erste Schicht. Sie sieht gut aus und erholt. Und auf einmal ist sie verheiratet. So schnell geht das. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH.

Freitag, 30. Januar 2004

Im Büro von Kathi Hirthammer hängen großformatige Ausdrucke, die Entwürfe zu den Ausstellungstafeln „Über dieses Haus“, „Drittes Reich“, „Die Mauer“. In den nächsten zehn Tagen sollen die Tafeln fertig sein, die von Christina Knight geschriebenen Text ins deutsche übersetzt (genau, das Original der Ausstellung ist englisch), und die Zusammenstellung der Fotos und Grafiken abgeschlossen werden. Dann kann bei Karl Hein Kraemer von Alpha Press alles gedruckt und auf Alutafeln aufgezogen werden.

Donnerstag, 29. Januar 2004

Im Tonweltstudio von Gürsan Acar nehmen wir den Film "The Making of Berlin" heute auf chinesisch auf, genauer Mandarin. „Sind Ihr Cousin und Ihre Cousine älter als Sie oder jünger?“, fragt die Übersetzerin und Regisseurin Jie Zhao. Die beiden kommen im Film auf einem Foto vom Tag des Mauerbaus vor, dem 13. August 1961. Mandarin ist eine präzise Sprache. Die Familienverhältnisse werden genauer bezeichnet als bei uns.

Übersetzung und Regie sind so professionell vorbereitet, daß ich aus dem Staunen nicht herauskomme. Präzise kontrolliert sie die Einsätze, hört jede Unsauberkeit, hat in aller Sanftheit die Kontrolle über die Produktion. Wie ist das zu erklären? Jie Zhao scheint alle Filme übersetzt zu haben, die je aus China kamen. Vom „Mädchen aus Hunan“ über das „Rote Kornfeld“, „Morgen in Shanghai“, „Lebewohl, meine Konkubine“, „Hotel Shanghai“, „Beijing Bicycle“ bis zu „Das Geheimnis meines Erfolgs“ und „Hero“ im vergangenen Jahr. Oh Mann, über 40 Filme und dann unser Filmchen.

Russisch ist schon aufgenommen. Bei holländisch hat der Übersetzer daran gedacht zu erwähnen, daß Sophie Charlotte, nach der Charlottenburg so heißt, Holländerin ist. Ab demnächst gibt es den Film über Berlin aktualisiert und in acht Sprachen.

Mittwoch 28. Januar 2004

Jetzt wird der Schleier gelüftet. Imke Schuster und Wieland Giebel besuchen Dr. Klosterhuis. Er ist Chef des „Geheimen Preußischen Staatsarchivs“. Wir vereinbaren eine engere Zusammenarbeit beim Verkauf der Publikationen des Geheimen Staatsarchivs.
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Dienstag, 27. Januar 2004

Ein neuer Flyer entsteht innerhalb von einer Woche. Unsere Kunden sollten mehr über uns wissen. Man kann so schnell an der Kasse nicht alles erzählen. Am vergangenen Wochenende stand Wieland Giebel lange an der Kasse, hatte dann die Vorstellung, alles Wichtige aufzuschreiben: Über die Homepage, wie man bestellt, was wir vorhaben, was die Presse über uns sagt und schließlich welche aktuellen Produkte wir selbst machen. Das steht alles auf einem Schreibmaschinenblatt, vorn und hinten. Kathi hat die Entwürfe gemacht, Christina ins englische übersetzt, Imke hat ihren Senf dazugegeben, und am nächsten Wochenende ist der Flyer bereits im Einsatz. Er ist im Computer gespeichert, damit man aktuell anpassen kann. Wir kopieren ihn und legen ihn in jede Tüte.

Montag 26. Januar 2004

Wir sind die einzigen, die den 760. Geburtstag von Berlin begehen. Bernd Müller hatte schon mittags am Gründungsort Berlins, im Nikolaiviertel, einen großen Auftritt. Anschließend berichtet er in den Ausstellungsräumen der Berlin Story vor 40 Besuchern aus der Zeit, in der er im Nikolaiviertel aufwuchs. Die Berliner Morgenpost und der Berliner Kurier berichteten. Es waren aber auch je ein Journalist aus Frankreich und Holland da. Beide kennen uns vom Projekt „Führerbunker“.

Sonntag, 25. Januar 2004

Großer Bahnhof für die französische Ministerin für Europa. An diesem Tag wird die französische Botschaft eröffnet und Christian Heldt vom französischen Außenministerium kennt unser historisches Modell. Er möchte es der Ministerin zeigen. Das Modell steht aber in der noch nicht eröffneten Ausstellung. Wir schleusen die Ministerin Noëlle Lenoir mitsamt Bodyguards und Entourage durch die Küche, die Treppe hoch, und dort erklärt Daniel Vosgien, der Erste Botschaftssekretär, was man aus dem Fenster alles sieht: Vom ehemaligen Schloß bis zum Brandenburger Tor.

Samstag, 24. Januar 2004

Unsere Homepage wächst und wächst… Mittlerweile sind wir mit 280 Seiten unter der Adresse www.BerlinStory.de im Internet vertreten. Um Ihnen unsere häufigen Aktualisierungen schneller und einfacher zu präsentieren, gibt es eine neue Rubrik – Neues im Netz.

Mittwoch, 21. Januar 2004

Claude Möller baut das Modell von Berlin vor der Zerstörung. Es ist Mittelpunkt der Ausstellung. Claude ist ein Genius. Er recherchiert jedes Gebäude einzeln, vorn UND die Rückseite. Er sucht Baupläne, Fotos, Unterlagen in jeder erreichbaren Bibliothek. Dann zeichnet er dieses Gebäude nur bei Tageslicht auf Karton und baut alles zu einer Stadt zusammen.

Montag, 19. Januar 2004

Herzlich Willkommen. Susann fängt heute an und macht eine Ausbildung in einem Beruf, der so modern ist, daß er uns ganz angemessen ist, nämlich als Kauffrau für audiovisuelle Medien.