Best museum in Berlin

Bewertet am vor 2 Tagen

„Out of all the museums I went to in Berlin (and there were LOTS!) this was my favourite. Very educational on Hitlers life and how he came to be so powerful. Presented very well however be warned there are very confronting images shown!“

Grüne wollen letzte Hinweise auf die Mauer tilgen — gegen den erklärten Willen der Anwohner

Als es darum ging, das Engelbecken und den Park zu reinigen, mit dem Gartenbaudirektor die Gestaltung zu besprechen, sich um Bänke, Erhalt und Schutz des Parks zu kümmern, war von den Grünen in Mitte nichts zu bemerken. Der Bürgerverein Luisenstadt hat das in die Hand genommen.

Fast nichts mehr ist von der Berliner Mauer zu sehen, nur am Leuschnerdamm direkt vor dem Berlin Story Verlag sind die Stellen zu sehen, wo die Mauer war. Es sind Asphaltflecken im Kopfsteinpflaster. Dort war die Mauer verankert. An einigen Stellen sieht man noch Reste von Doppel-T-Trägern, die in den Boden gerammt waren. Deswegen, um diese Historie zu erhalten, haben sich die Anwohner schon vor einigen Jahren dagegen gestellt, dass auch noch dieser Teil der Geschichte Berlins vernichtet wird. Genau das planen jetzt die Grünen, entgegen einem Beschluss der Anwohner und ohne mit den Betroffenen zu sprechen. Ephraim Gothe, damals zuständig als Baustadtrat von Mitte und heute wieder, hat sich damals an diesen erklärten Bürgerwillen gehalten. Die Grünen meinen auch, dass die touristischen Fahrradtouren über den Bürgersteig gehen. Das ist nicht so. Sie fahren durch den Park, wo es verboten ist, wo sich aber keiner darum kümmert. Wir sind  Anlieger. Aus dem Fenster sehen wir das. Wir gucken genau darauf. Wir können gar nicht woanders hingucken. Und wir möchten, dass die Straße so erhalten bleibt. Die Straßenbau-Lobby mit ihrem angeblichen Flüsterasphalt interessiert uns nicht. Hier kann man aufgrund einer Verengung der Straße und einer Kurve gar nicht schnell fahren. Problematisch ist, dass Durchgangsverkehr via Navi durchgeleitet wird.

Wenn wir Besucher im Verlag haben, zeigen wir die Asphaltflecken, berichten von der Mauer und erläutern, welchen Einfluss die Bürger in diesem demokratischen Staat ausüben können. Bisher war das so.

Und das wollen die Grünen am 21. Dezember 2017 auf der Bezirksverordnetenversammlung beschließen lassen, gegen die Beschlußlage, ohne mit den Betroffenen zu sprechen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Den Leuschnerdamm zwischen Waldemarbrücke und Engeldamm / Ecke Bethaniendamm fahrradfreundlich zu gestalten. Dafür soll die Straße asphaltiert, sowie entsprechende Markierungen vorgenommen werden. Dabei ist sicherzustellen, dass die Maßnahmen so umgesetzt werden, dass sich das Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs nicht erhöht. Des Weiteren soll die Straße nach Möglichkeit als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Das Bezirksamt soll beim Senat entsprechende Radverkehrsmittel für die Maßnahme beantragen.

Begründung:

Der Leuschnerdamm liegt im bezirklichen Fahrradnebenroutennetz. Aufgrund des schlechten Straßenzustandes ist eine Befahrung mit Fahrrädern schwierig, was dazu führt, dass Radfahrende auf den Gehweg ausweichen. Dadurch kommt es zu Nutzungskonflikten und einer Gefährdung von Fußgängerinnen und Fußgängern. Die Situation wird durch zahlreiche Fahrradtouren am ehemaligen Grenzverlauf der Berliner Mauer noch verschärft. Zwar wird der Berliner Mauerweg über den Legiendamm geführt, der lediglich den inneren Grenzverlauf wiederspiegelt, allerdings fahren zahlreiche Touristentouren die Strecke über den äußeren Grenzverlauf ab, die über den Leuschnerdamm führt. Darüber hinaus würden sich die Maßnahmen an die Beschlusslage der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichhain-Kreuzberg anschließen, die eine entsprechende Sanierung und fahrradfreundliche Umgestaltung der Waldemarstraße beschlossen hat (0191/V). Die Asphaltierung würde nicht nur die Attraktivität für den Fahrradverkehr steigern, sondern auch die Lärmbelastung für die Anwohner*innen verringern.

 

Und noch etwas persönliches. Jeder weiß, dass ich mehr Fahrrad fahre als alles andere. Ja, das ist auf dem Kopfsteinpflaster nicht so schön. Aber es kann doch nicht sein, dass verbotenes Radfahren auf dem Bürgersteig dazu führt, dass die Straße asphaltiert wird, statt durchzusetzen, dass nicht auf dem Bürgersteig Rad gefahren wird. Wenn jetzt immer mehr Taxis bei rot über die Ampel fahren, fordern wird dann eine Ampel-Ausnahmegenehmigung für Taxifahrer?

Unsere wilde Party in einem Schulbuch


Roaring Twenties, die wilden Zwanzigerjahre, dieses Foto wurde im Berlin Story Salon Unter den Linden aufgenommen, als wir die Historiale mit mehr als hundert Veranstaltungen und einem großen Festival im Nikolaiviertel vorbereiteten.
Jetzt kriegen Schulkinder dieses Foto in einem Buch des Klett-Verlags zu sehen — so ging es damals in Berlin ab.

Alle auf dem Foto arbeiteten in der Berlin Story. Besser kann man seine Arbeitszeit ja nicht gestalten.

AudioGuide — how to

Die neuen AudioGuides für „Hitler – wie konnte es geschehen“ sind da. Dazu gibt es jetzt eine Tafel, wie so ein MP3 Player funktioniert. Magenta wird noch englisch übersetzt, dann werden die Tafeln gedruckt und gehängt.

Was wurde eigentlich aus Wieland Giebel?

17 Prozent aller Zugfahrten von und nach Berlin

Wir haben in Berlin total Schwein gehabt – damals mit dem Hauptstadtbeschluss. Heute spielt Berlin wieder die zentrale Rolle in Deutschland, in Europa. Ohne den Hauptstadtbeschluss sähe es düster aus. Die Eröffnung der neuen Bahnstrecken heute hätte es so nicht gegeben. 17 Prozent des Personenfernverkehrs führt nach oder von Berlin.

Das wichtige Buch zum Hauptstadtbeschluss mit allen Reden damals – am besten im Berlin Story Bunker holen.

Damals war es so: Zwischen Jubelfeier und Schockstarre: Beide Seiten waren verblüfft, als in Bonn am 21. Juni 1991 nach zwölfstündiger Debatte im Deutschen Bundestag die Entscheidung für Berlin als Hauptstadt und Regierungssitz fiel – gegen Bonn.

Heute erinnert das Buch daran, wer sich damals für Berlin positionierte – und wer nicht. Welche Argumente sprachen für Berlin? Und warum war die Debatte überhaupt nötig? Mehr als hundert Abgeordnete trugen ihre Meinung vor, noch einmal so viele gaben Reden zu Protokoll.

Das dramatische Originalprotokoll der 34. Sitzung der 12. Wahlperiode im klassischen Layout des Bundestags gibt die Standpunkte Wort für Wort wieder.

Ein Anhang mit Kurzbiografien aller Rednerinnen und Redner sowie sämtlichen Anträgen ordnet diesen einzigartigen Höhepunkt deutscher Demokratie historisch ein.
„Pathos und Beschwörungen, Appelle und Emotionen wechselten sich ab mit nüchternen Argumenten. Die Spannung im Plenum war mit Händen zu greifen.“

– Aus dem Vorwort von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert

Alles drin, was rein gehört?

Manchmal, gelegentlich, relativ selten wenn Schulklassen etwas abdriften und nicht mehr ganz bei der Sache sind, gibt es einen Trick, die Aufmerksamkeit aller, der Jungen wie der Mädchen, blitzartig zurückzugewinnen, nämlich mit der Frage: „Hatte Hitler eigentlich ein oder zwei Eier?“ Der Spannungsbogen lässt sich aufrechterhalten vom Ersten Weltkrieg (wurde einer ihm abgeschossen?) über die Eingangsuntersuchung zur Festungshaft in Landsberg, wo er mein Kampf schrieb, bis zur Untersuchung seiner Leiche durch den Chef-Pathlogen der Roten Armee.

Wie es jetzt hier im Blog zu diesem Thema kommt? Weil ich in Urlaub bin und mir vorher etwas überlegen musste, damit die Leser am Ball bleiben. „The balls“ auf englisch.

Mehr zum Thema in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ und noch mehr im Buch von Harald Sander über das letzte Lebensjahr von Hitler, das 2018 im Berlin Story Verlag erscheint.

Gab es eine US-Atombombe für Berlin?

Was wäre passiert, wenn der Zweite Weltkrieg nicht am 8. Mai 1945 zuende gewesen wäre? Es gibt viele Filme, Bücher und Texte, die das Thema militärisch, als dystopische Endzeitphantasie oder aus Sicht der Nazis als Sieger zeigen. Aber was hätten die USA mit ihrer ersten Atombombe gemacht? Hitler und Nazi-Deutschland waren Zweifels ohne das erste Ziel vor dem Tenno und seinem Japan. Zunächst würde man ja denken, dass Berlin dann das Ziel der Wahl gewesen wäre. Aber warum eigentlich? Auf Tokio gab es ja auch keine Atombombe. Und die Bombe wurde in erster Linie aus militärischem Interesse geworfen – der „Marketing“- Nutze um seine Überlegenheit zu zeigen, stand an zweiter Stelle. Somit ist weder das zerstörte Tokio noch das zerstörte Berlin ein lohnenswertes Ziel. Im Gegensatz zu Japan konzentrierte sich in Berlin aber die komplette Macht auf eine Person: Hitler. Mit seinem Suizid am 30. April 1945 endete de-facto der Zweite Weltkrieg in Europa. Hitler mit einer Atombombe auszulöschen, dürfte aber nicht praktikabel sein.

Am 25. Juli 1945 gab US-Präsident Truman aus Potsdam den Befehl, eine „Spezialbombe„, wie man sie damals nannte, einsatzbereit zu machen. Diese wurde am 6. August 1945 über Hiroshima abgeworfen. In Hiroshima sollte es keine Kriegsgefangenenlager geben, aber viele Menschen und die Stadt war relativ flach, so dass sich die Druckwelle gut ausbreiten konnte.
Ein ehemaliger Mitarbeiter aus General Curtis E. LeMays Stab erklärte die Situation in Deutschland vor einiger Zeit bei einer Veranstaltung dazu. Hier suchte man also eine Großstadt, die noch kriegswichtige Dinge produzierte, die gut erreichbar war und die möglichst keine Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager oder Vernichtungslager hatte. Der letzte Punk, keine Lager, war nicht erfüllbar. Ansonsten lagen Berlin, Köln, Hamburg, Dresden, Leipzig und Köln schon in Schutt und Asche und gaben keine guten Ziele mehr ab. Zur Auswahl stand aber Mannheim und Ludwigshafen am Rhein. Die Doppelstadt könnte man mit einer Bombe zerstören, dort gab es noch Industrieanlagen und viele Menschen. Man müsste aber den Tod vieler unschuldiger Gefangener in Kauf nehmen, was aus Sicht der Befreier ein Ausschlußkriterium ist. Dennoch wäre dies aufgrund der anderen Faktoren das bevorzugte Gebiet gewesen.

Hitler hatte man in Berlin schon lange nicht mehr erwartet. Man ging davon aus, dass er bereits geflohen ist und suchte daher nicht nach ihm. Dies erklären wir im Detail in unserem Beitrag „Hitler ist tot und nicht in Argentinien“.

Briefe aus Auschwitz

Den kenne ich“ – sagt ein Besucher und zeigt auf ein Foto aus Auschwitz, welches halbverhungerte Juden auf einer Art Etagenbett zeigt. „Aber er ist vor einigen Jahren gestorben„. So etwas passier sehr selten und und ist eine Situation, in der man ein paar Sekunden um die passenden Worte ringen muss. Ruhig fuhr er fort: „Ich habe noch Briefe, die kann ich ich dir später vorbei bringen„.  Wir trafen uns erneut um einen Überblick zu erlangen. Aber das Material ist schier unendlich. Wir machen uns nun nach und nach an die Auswertung und überlegen dann, wie wir die beeindruckenden Dinge in die Dokumentation Hitler – wie konnte es geschehen integrieren können.

Hitler wollte nicht in die spätere NSDAP eintreten: Half ein Zufall Hitler beim Aufstieg zum Nazi-Diktator?

FOCUS-Online-Autor Armin Fuhrer
„… Ein neuer Aktenfund zeigt, dass Adolf Hitler 1919 eigentlich nicht in die spätere NSDAP eintreten wollte, sondern in eine andere Partei. Wäre die deutsche Geschichte dann anders verlaufen? Warum das möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich ist.
Manchmal liegen neue, spannende Erkenntnisse so direkt vor den Augen der Historiker, dass sie gar nicht darauf kommen, just an dieser Stelle genauer hinzuschauen. So ging es 56 Jahre lang mit einem Dokument, das im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in München lagert und Adolf Hitler betrifft.
Wie viele Hitler-Forscher, unter ihnen echte deutsche und internationale Koryphäen, haben wohl die Aktenbestände des IfZ auf der Suche nach Informationen über den „Führer“ durchforstet? Aber keiner hat offenbar in ein bestimmtes Dokument geschaut, das eine interessante Begebenheit aus dem Jahr 1919 bereithält. Bis schließlich der Hitler-Experte Thomas Weber kam …“

Der vollständige Beitrag von Armin Fuhrer über Thomas Weber im Focus …

Becoming Hitler: The Making of a Nazi 

Armin Fuhrer schrieb für den Berlin Story Verlag das Buch „Herschel“ mit grundlegend neuen Erkenntnissen über das Attentat in Paris. Grundlegend neu, weil auch der Historiker Armin Fuhrer exzellente Archivarbeit leistet.