18. März 1848 – R E V O L U T I O N

18März2014_0118März2014_02_Volker_Schröder18März2014_03_Christian_Hanke18März2014_04_HeilmannHistoriale 1848Am 18. März 1848 gingen in Berlin Bürger und Arbeiter, Studenten und Lehrlinge auf die Straße, um für mehr Beteiligung zu kämpfen, für Bürgerrechte, Pressefreiheit und – was bei den Erinnerungsfeierlichkeiten in jedem Jahr unter den Tisch fällt – für allgemeine Volksbewaffnung.Wieland_und Stephie singen revolutionäre Lieder_20140318

Der Platz auf der anderen Seite des Brandenburger Tors, auf der Seite zum Tiergarten, heißt Platz des 18. März. Der Kampf damals war blutig. Mehr als 250 Menschen wurden erschossen, 184 auf dem Gendarmenmarkt aufgebahrt. Ströbele erinnert an die Kämpfe heute auf dem Maidan, in Ägypten und in der Türkei. Meinungsfreiheit beziehe sich nicht nur auf die traditionellen Medien, sonder auch auf das Internet und die Freiheit des Internets. Der Kampf der Revolutionäre von 1848 in ganz Europa sei absolut aktuell.

Dass der Platz nach dem 18. März benannt wurde, verdanken wir Volker Schröder, der die „Aktion 18. März“ bereits Ende der 1970er Jahre ins Leben gerufen hat mit dem Ziel, einen nationalen Feiertag oder zumindest Gedenktag durchzusetzen.

Volker Schröder (zweites Foto mit hellem Mantel und dunklem Hut) hat eine Koalition aller Parteien und aller Ebenen (Bezirk, Senat, Bundestag) zusammenbekommen. Von Petra Pau, Linke, ist nur der rote Schopf zu sehen. MdB Ströbele von den Grünen, Mittes Bürgermeister Hanke von der SPD, und Justizsenator Heilmann von der CDU sind da.

Der Bürgermeister von Berlin-Mitte, Dr. Christian Hanke, begrüßt wie in jedem Jahr die Teilnehmer. Er setzt sich dafür ein, diesen Tag endlich in ganz Deutschland als Gedenktag richtig zu würdigen.

Traditionell werden die Lieder der Revolutionäre gesungen – Foto unten.

Justizsenator Thomas Heilmann (rechts am Mikro)hatte dafür gesorgt, dass an diesem Tag geflaggt wird. Das war vom Senat immer wieder vergessen worden. Er will sich innerhalb der CDU für ein Gedenken an die Revolution einsetzen, die eine wesentliche Grundlage für unser gutes Leben heute geschaffen hat.

Nur zur Erinnerung: Im Jahr 2008 veranstaltete die Historiale zahlreiche große Veranstaltungen zur Märzrevolution. Die Schlacht um die Königsbarrikade am Alexanderplatz mit Freiheitskämpfern und reaktionären Soldaten,mit 50-mm-Kanonen und (extra dafür nachgebauten) Pickelhauben wurde vom rbb live übertragen. Im Roten Rathaus fand ein Theaterstück zum wankelmütigen König Friedrich Wilhelm IV. statt, für diesen Abend geschrieben. Es gab im Stadthaus eine Veranstaltung zur Volksbewaffnung.Die Aufbahrung von 183 Märzgefallenen wurde am Gendarmenmarkt mit echten Särgen nachgestellt. Es war für uns die wichtigste Historiale.

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