Unsere wilde Party in einem Schulbuch


Roaring Twenties, die wilden Zwanzigerjahre, dieses Foto wurde im Berlin Story Salon Unter den Linden aufgenommen, als wir die Historiale mit mehr als hundert Veranstaltungen und einem großen Festival im Nikolaiviertel vorbereiteten.
Jetzt kriegen Schulkinder dieses Foto in einem Buch des Klett-Verlags zu sehen — so ging es damals in Berlin ab.

Alle auf dem Foto arbeiteten in der Berlin Story. Besser kann man seine Arbeitszeit ja nicht gestalten.

AudioGuide — how to

Die neuen AudioGuides für „Hitler – wie konnte es geschehen“ sind da. Dazu gibt es jetzt eine Tafel, wie so ein MP3 Player funktioniert. Magenta wird noch englisch übersetzt, dann werden die Tafeln gedruckt und gehängt.

Was wurde eigentlich aus Wieland Giebel?

17 Prozent aller Zugfahrten von und nach Berlin

Wir haben in Berlin total Schwein gehabt – damals mit dem Hauptstadtbeschluss. Heute spielt Berlin wieder die zentrale Rolle in Deutschland, in Europa. Ohne den Hauptstadtbeschluss sähe es düster aus. Die Eröffnung der neuen Bahnstrecken heute hätte es so nicht gegeben. 17 Prozent des Personenfernverkehrs führt nach oder von Berlin.

Das wichtige Buch zum Hauptstadtbeschluss mit allen Reden damals – am besten im Berlin Story Bunker holen.

Damals war es so: Zwischen Jubelfeier und Schockstarre: Beide Seiten waren verblüfft, als in Bonn am 21. Juni 1991 nach zwölfstündiger Debatte im Deutschen Bundestag die Entscheidung für Berlin als Hauptstadt und Regierungssitz fiel – gegen Bonn.

Heute erinnert das Buch daran, wer sich damals für Berlin positionierte – und wer nicht. Welche Argumente sprachen für Berlin? Und warum war die Debatte überhaupt nötig? Mehr als hundert Abgeordnete trugen ihre Meinung vor, noch einmal so viele gaben Reden zu Protokoll.

Das dramatische Originalprotokoll der 34. Sitzung der 12. Wahlperiode im klassischen Layout des Bundestags gibt die Standpunkte Wort für Wort wieder.

Ein Anhang mit Kurzbiografien aller Rednerinnen und Redner sowie sämtlichen Anträgen ordnet diesen einzigartigen Höhepunkt deutscher Demokratie historisch ein.
„Pathos und Beschwörungen, Appelle und Emotionen wechselten sich ab mit nüchternen Argumenten. Die Spannung im Plenum war mit Händen zu greifen.“

– Aus dem Vorwort von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert

Alles drin, was rein gehört?

Manchmal, gelegentlich, relativ selten wenn Schulklassen etwas abdriften und nicht mehr ganz bei der Sache sind, gibt es einen Trick, die Aufmerksamkeit aller, der Jungen wie der Mädchen, blitzartig zurückzugewinnen, nämlich mit der Frage: „Hatte Hitler eigentlich ein oder zwei Eier?“ Der Spannungsbogen lässt sich aufrechterhalten vom Ersten Weltkrieg (wurde einer ihm abgeschossen?) über die Eingangsuntersuchung zur Festungshaft in Landsberg, wo er mein Kampf schrieb, bis zur Untersuchung seiner Leiche durch den Chef-Pathlogen der Roten Armee.

Wie es jetzt hier im Blog zu diesem Thema kommt? Weil ich in Urlaub bin und mir vorher etwas überlegen musste, damit die Leser am Ball bleiben. „The balls“ auf englisch.

Mehr zum Thema in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ und noch mehr im Buch von Harald Sander über das letzte Lebensjahr von Hitler, das 2018 im Berlin Story Verlag erscheint.

Gab es eine US-Atombombe für Berlin?

Was wäre passiert, wenn der Zweite Weltkrieg nicht am 8. Mai 1945 zuende gewesen wäre? Es gibt viele Filme, Bücher und Texte, die das Thema militärisch, als dystopische Endzeitphantasie oder aus Sicht der Nazis als Sieger zeigen. Aber was hätten die USA mit ihrer ersten Atombombe gemacht? Hitler und Nazi-Deutschland waren Zweifels ohne das erste Ziel vor dem Tenno und seinem Japan. Zunächst würde man ja denken, dass Berlin dann das Ziel der Wahl gewesen wäre. Aber warum eigentlich? Auf Tokio gab es ja auch keine Atombombe. Und die Bombe wurde in erster Linie aus militärischem Interesse geworfen – der „Marketing“- Nutze um seine Überlegenheit zu zeigen, stand an zweiter Stelle. Somit ist weder das zerstörte Tokio noch das zerstörte Berlin ein lohnenswertes Ziel. Im Gegensatz zu Japan konzentrierte sich in Berlin aber die komplette Macht auf eine Person: Hitler. Mit seinem Suizid am 30. April 1945 endete de-facto der Zweite Weltkrieg in Europa. Hitler mit einer Atombombe auszulöschen, dürfte aber nicht praktikabel sein.

Am 25. Juli 1945 gab US-Präsident Truman aus Potsdam den Befehl, eine „Spezialbombe„, wie man sie damals nannte, einsatzbereit zu machen. Diese wurde am 6. August 1945 über Hiroshima abgeworfen. In Hiroshima sollte es keine Kriegsgefangenenlager geben, aber viele Menschen und die Stadt war relativ flach, so dass sich die Druckwelle gut ausbreiten konnte.
Ein ehemaliger Mitarbeiter aus General Curtis E. LeMays Stab erklärte die Situation in Deutschland vor einiger Zeit bei einer Veranstaltung dazu. Hier suchte man also eine Großstadt, die noch kriegswichtige Dinge produzierte, die gut erreichbar war und die möglichst keine Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager oder Vernichtungslager hatte. Der letzte Punk, keine Lager, war nicht erfüllbar. Ansonsten lagen Berlin, Köln, Hamburg, Dresden, Leipzig und Köln schon in Schutt und Asche und gaben keine guten Ziele mehr ab. Zur Auswahl stand aber Mannheim und Ludwigshafen am Rhein. Die Doppelstadt könnte man mit einer Bombe zerstören, dort gab es noch Industrieanlagen und viele Menschen. Man müsste aber den Tod vieler unschuldiger Gefangener in Kauf nehmen, was aus Sicht der Befreier ein Ausschlußkriterium ist. Dennoch wäre dies aufgrund der anderen Faktoren das bevorzugte Gebiet gewesen.

Hitler hatte man in Berlin schon lange nicht mehr erwartet. Man ging davon aus, dass er bereits geflohen ist und suchte daher nicht nach ihm. Dies erklären wir im Detail in unserem Beitrag „Hitler ist tot und nicht in Argentinien“.

Briefe aus Auschwitz

Den kenne ich“ – sagt ein Besucher und zeigt auf ein Foto aus Auschwitz, welches halbverhungerte Juden auf einer Art Etagenbett zeigt. „Aber er ist vor einigen Jahren gestorben„. So etwas passier sehr selten und und ist eine Situation, in der man ein paar Sekunden um die passenden Worte ringen muss. Ruhig fuhr er fort: „Ich habe noch Briefe, die kann ich ich dir später vorbei bringen„.  Wir trafen uns erneut um einen Überblick zu erlangen. Aber das Material ist schier unendlich. Wir machen uns nun nach und nach an die Auswertung und überlegen dann, wie wir die beeindruckenden Dinge in die Dokumentation Hitler – wie konnte es geschehen integrieren können.

Hitler wollte nicht in die spätere NSDAP eintreten: Half ein Zufall Hitler beim Aufstieg zum Nazi-Diktator?

FOCUS-Online-Autor Armin Fuhrer
„… Ein neuer Aktenfund zeigt, dass Adolf Hitler 1919 eigentlich nicht in die spätere NSDAP eintreten wollte, sondern in eine andere Partei. Wäre die deutsche Geschichte dann anders verlaufen? Warum das möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich ist.
Manchmal liegen neue, spannende Erkenntnisse so direkt vor den Augen der Historiker, dass sie gar nicht darauf kommen, just an dieser Stelle genauer hinzuschauen. So ging es 56 Jahre lang mit einem Dokument, das im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in München lagert und Adolf Hitler betrifft.
Wie viele Hitler-Forscher, unter ihnen echte deutsche und internationale Koryphäen, haben wohl die Aktenbestände des IfZ auf der Suche nach Informationen über den „Führer“ durchforstet? Aber keiner hat offenbar in ein bestimmtes Dokument geschaut, das eine interessante Begebenheit aus dem Jahr 1919 bereithält. Bis schließlich der Hitler-Experte Thomas Weber kam …“

Der vollständige Beitrag von Armin Fuhrer über Thomas Weber im Focus …

Becoming Hitler: The Making of a Nazi 

Armin Fuhrer schrieb für den Berlin Story Verlag das Buch „Herschel“ mit grundlegend neuen Erkenntnissen über das Attentat in Paris. Grundlegend neu, weil auch der Historiker Armin Fuhrer exzellente Archivarbeit leistet.

 

 

Bunker Café — ziemlich oft leer

Das hatten wir uns anders vorgestellt, voller.

Inzwischen verstehen wir, warum unsere Vorstellung nicht aufgeht. Wir sehen die Gesichter der Besucher in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“. Man kann in den Gesichtern lesen: Betroffenheit — Entsetzen — Abscheu.

Keine Erlösung, kein Happy End. Wenn Hitler sich endlich umgebracht hat, ist immer noch nicht Schluss, denn danach folgt ein Film der fröhlichen Kinder von Magda Goebbels und anschließend die Fotos, wie die von ihrer eigenen Mutter ermordeten sechs Kinder in ihrem weißen Nachthemden nebeneinander liegen, um identifiziert zu werden.

Danach wollen die Besucher der Hitler-Dokumentation nur noch raus aus dem Bunker.

Oranch ist jetzt beim DAAD in Hong Kong

Oranch im Berlin Story Bunker

Chi-Chung Cheung (Oranch) @ 張聰 hat ein Jahr Unter den Linden bei „Alles über Berlin“ gearbeitet, dem Souvenirladen der Berlin Story. Und dann ging die Karriere steil nach oben: Inzwischen arbeitet er in Hong Kong für den DAAD. Gerade war er in Bonn auf einem Fortbildungsforum. Dieses Wochenende ist Berlin dran und der Bunker.
Oranch betreut nebenbei noch die Theater-AG seiner alten Schule. Mit denen möchte er gern nach Berlin kommen, um zu zeigen, wie Theater hier geht.