Louisiana State University im Bunker

Harald Leder besucht mit Studenten der Louisiana State University den Berlin Story Bunker.

Sonntagsschicht

Ich frage ein sehr junges Pärchen, woher sie wissen, dass es die Hitler-Dokumentation gibt. „Ähh, wir wollten eigentlich ins Gruselkabinett.“ – „Und wart ihr vier Stunden hier?“ – „Ja, sie muss nämlich jetzt nach Hause …“

Ich will fünf jüngere in Dublin lebende Inder fragen, wie es für sie war, und erhalte die Antwort „We give you a very good review on Google.“

Ein Paar 50+ geht an der Kasse vorbei zum Ausgang. Man kann an ihren Gesichtern nichts ablesen. Ich gehe hinterher und stelle wie immer die offene Frage „Wie war es für Sie?“
„Fantastic. It was unbearable. You can’t smile when you get out. We need to get some air after three hours. At the hotel they wanted to sell us something else. We are happy to have come here.“ Sie kommen aus New York.

Dann sehen mich Besucher im Hof vor dem Bunker und fragen: „Sind Sie der Führer?“ Ich denke, sehe ich inzwischen vielleicht so aus?

Hitler – Das letzte Jahr — erscheint im November

„Wir kapitulieren nicht, niemals. Wir können untergehen. Aber wir werden eine Welt mitnehmen.“ Adolf Hitler

Das blutigste Jahr der Weltgeschichte? Das Jahr, bevor Hitler Selbstmord beging. Das Jahr der Apokalypse. Harald Sandner, der beste Kenner von Hitlers Leben, berichtet in unerreichter Dichte über die Zeit, die (2019) 75 Jahre zurück liegt. Das Buch erscheint Anfang November 2018 im Berlin Story Verlag. Von Harald Sandner stammt „Hitler – das Itinerar. Aufenthaltsorte und Reisen von 1889 bis 1945, 2.432 Seiten in vier Bänden 499 Euro mit CD, Berlin Story Verlag. „Hitler – das Itinerar“ ist mit Harald Sandner in zwei Teilen zu jeweils knapp einer Stunde als Fernsehdokumentation verfilmt worden – englisch und französisch.

Harald Sandner: „Eine Chronologie von Hitlers letztem Lebensjahr seit dem 30. April 1944 und seinen Einfluss auf den Fortgang des Krieges lag bisher nicht vor, und das, obwohl nie in der Geschichte der Menschheit mit den Entscheidungen eines einzelnen Menschen so viel maßloses Leid und Elend über die Welt gebracht wurde. Der Leser dieses Buches erlebt dieses letzte Jahr des Zweiten Weltkrieges aus Sicht des Hauptverantwortlichen Adolf Hitler, aber auch aus Sicht von Zeitzeugen und Historikern mit dem heutigen Wissen der damaligen Vorgänge im Kontext der militärischen und politischen Zusammenhänge. Diese Kombination, ergänzt durch erstmals veröffentlichte Aussagen von Zeitzeugen sowie zahlreiches, vielfach bisher unveröffentlichtes Bildmaterial, dokumentiert die wesentlichen Geschehnisse und entkräftet manches jahrzehntealte Vorurteil, manche Vermutung, manche schnell gefasste Schlussfolgerung, manche immer wieder kol­por­tierte Legende und Unwahrheit.

Wie verändert sich Hitlers Führungsstil? Wann setzt zunehmender Realitätsverlust bei ihm ein? Wann beginnt die Selbsttäuschung? Aus welchen Äußerungen und Sachverhalten lässt sich das schließen? Welche Rolle spielen seine Krankheiten? Ist er drogensüchtig oder medikamentenabhängig und welchen Einfluss hat dies auf seine Entscheidungen? Ist der äußere Verfall real oder doch mehr gespielte Fassade – oder beides? Funktioniert sein Geist noch oder ist er geisteskrank und kann die Folgen seiner Befehle gar nicht mehr einschätzen? Ist das Phänomen der Bindung an den Führer bis zum Schluss wirklich alternativlos? Warum werden seine – teils irrsinnigen – Befehle scheinbar widerspruchslos befolgt? Wie verändert das Attentat vom 20. Juli seine Denk- und Handlungsweise?

Ian Kershaw (1998 und 2000) ,Hitler war bis zum letzten Moment entscheidend.‘ Antony Beevor (,Berlin 1945 – Das Ende‘, 2002) legt  den Schwerpunkt auf die Leiden der Zivilbevölkerung.

Viele Historiker scheuten sich jahrzehntelang, Kriegsverbrechen der Westalliierten zu benennen, weil sie den Verdacht fürchteten, die NS-Verbrechen relativieren zu wollen. Hitler hat es geschafft, binnen sechs Jahren von der größten Massenunterstützung, die je eine Regierung in Deutschland hattet, bis zum Beginn eines Weltkrieges zu gelangen und er braucht noch einmal sechs Jahre, um Europa in den Untergang zu stürzen … Eine ständig sich nach oben schraubende Spirale von Gewalt und Zerstörung. Nach seinem Tod ist der Krieg binnen weniger Tage zu Ende. Deshalb ist das letzte Jahr Hitlers so bedeutungsvoll, so wichtig, um das ungeheure Ausmaß destruktiver Energie verstehen zu können.“

672 Seiten, 17 x 24 cm, 49,95€

Fanny Hensel Grundschule am Bunker

Die Fanny-Hensel-Grundschule, die beste Grundschule am Anhalter Bahnhof, lädt zur Sommerbühne ein.

Alle Klassen auf die Bühne! Alle Klasse!

Die Schule umgibt den Bunker auf allen Seiten. Der Bunker liegt wie eine Insel im Schulgelände.

Backstage Chefin Jana Neubert (Mitte) und  Klas Yngborn.

Klas war früher bei den BOGARTS (Mitte) und trat im Berlin Story Salon Unter den Linden auf.

 

Finanzamt im Bunker

80 Besucher vom Finanzamt sehen sich „Hitler – wie konnte es geschehen“ an. Auf dem Hof des Bunkers erläutern wir die Geschichte des Bunkers selbst.

Goethe im Bunker

Besuch vom Goethe-Institut. „Das ist eine herausragende Ausstellung. Sie verzettelt sich nicht in Details, sondern bringt alles auf einen Nenner.“ Mehrere Stunden besuchten uns Lehrerinnen aus Estland, Finnland, Guatemala, Italien, Kanada, Nord-Mazedonien, Polen, Rumänien, Tschechien sowie den USA und ein Lehrer aus Frankreich. Inhalt der Seminarwoche in Berlin ist „Geschichte und Erinnerungskultur in Berlin“.

Das Engelbecken im Juni 1962 nach dem Bau der Mauer

Ganz rechts erkennt man die Mauer, die am 13. August 1961 gebaut wurde. Später wurde das Engelbecken zugeschüttet und es standen dort Wachtürme, von denen aus auf Flüchtende geschossen wurde.

Kriegsspielzeug zur Hitler-Zeit im Stadtmuseum und in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“

In der neuen Dauerausstellung im Stadtmuseum kommt die Zeit des Nationalsozialismus jetzt auch vor. Das ist gut, denn bisher hatte man vergeblich danach gesucht. Die Präsentation von Spielzeug zur Hitler-Zeit sieht so aus (oben). Daneben klebt ein Zettel: „Nationalsozialistisches Spielzeug 1929 bis 1945“. Oben, im Stadtmuseum, das ist von unseren Steuergeldern finanziert. Unten, in der Dokumentation im Bunker, das ist privat finanziert vom gemeinnützigen Verein Historiale e.V. und gestaltet von der Filmarchitektin Monika Bauert. Eine Tafel erläutert bei uns, worum es bei den Lineol-Figuren geht – siehe unten.

Im Gegensatz dazu sieht man hier die Präsentation der entsprechenden Linol-Figuren in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen.“

Dazu erläutert in der Dokumentation im Berlin Story Bunker eine große Tafel, worum es geht:

Heute war die Konkurrenz aus Großbritannien da …

 

Ian McEwan Wylie hat das Tankmuseum in Großbritannien viele Jahre hindurch geleitet. Heute war er mehrere Stunden bei uns.