10 Jahre DDR-Museum — neuer Chef stellt sich vor

DDR Museum 10 Jahre 20160714 Tim Renner

DDR Museum 10 Jahre 20160714 Dr. Stefan Wolle

DDR Museum 10 Jahre 20160714 Gordon Freiherr von Godin

 

Tim Renner (oberes Foto), Kulturstaatssekretär,  lobt das DDR Museum. Vielen sei der authentische Alltag in der DDR nicht bekannt. „Was war das da für ein Leben? Wie war die Lebenswirklichkeit?

 

Das Museum spiele in der Pergamon-Liga – was die Anzahl der Besucher angehe. Der Erfolg werde belohnt. Er bedankt sich, dass durch private Initiative einer ganzen Generation gegenüber lebendig gemacht wird, was die DDR ausmachte.

 

Dr. Stefan Wolle (zweites Foto), wissenschaftlicher Leiter des Museums, berichtet über das Problem, die DDR richtig darzustellen. Ein Teil der Besucher sage, es sei eine Diktatur, ein repressives System gewesen. Die Anderen sagen, wir haben doch ganz schön in der DDR gelebt.

 

Das anfängliche Misstrauen gegenüber einem Privatmuseum sei überwunden. Weder sei es zur Kommerzialisierung noch zur Ostalgie gekommen.  Das Museum arbeite viel mit Spielen und interaktiven Elementen „Wir wollen doch die Leute nicht noch belehren.“

 

Gordon Freiherr von Godien (zweites Foto rechts und unten), Museumschef seit Mai diesen Jahres, stellt heraus, dass die Geschichte möglichst neutral dargestellt werden solle, wobei die Unterstreichung auf neutral liege.

 

Ein privates Geschichtsmuseum könne auch unterhaltsam und berührend sein. Er kündigt an, dass es ab Ende August, zur Langen Nacht der Museen eine komplette Plattenbauwohnung zu sehen gebe. Die Besucher sollen in die Vergangenheit eintauchen können.

 

Lothar Heinke vom Tagesspiegel berichtet ausführlich über das DDR-Museum.