„Wer war Hitler“ Film — ab jetzt im Berlin Story Bunker

„Wer war Hitler“, der siebeneinhalb Stunden Dokumentarfilm, läuft ab diesem Wochenende täglich von 10.30 Uhr bis 18 Uhr in einem neuen, kleinen Kino im Bunker.

Handarbeit im Bunker —neue Tafeln und Planen

Warum der Bunker überhaupt hier steht und was die Besucher im Bunker erwartet – das kann man jetzt schon draußen den der Rampe sehen.

12 Tafeln informieren Besucher und geführte Gruppen, die auf den Hof kommen.

 

Gemälde und Zeichnungen von Adolf Hitler verschwinden. Wir sind einem Schwindler aufgesessen. Bart aus den Niederlanden war neulich im Bunker und hat alle Hitler-Fakes markiert.

AudioGuide jetzt auch in dänischer Sprache. Danke Anna, danke Jørgen.


Es gibt nicht so viele Dänen wie Chinesen. Aber deutlich mehr Dänen als Chinesen kommen in die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“.  Seit heute gibt es den AudioGuide auch dänisch, professionell gesprochen von Anna. Wir freuen uns außerordentlich und danken Anna und Jørgen.  Morgens kamen die Audiodateien via Internet, mittags waren die Geräte fertig bespielt, ab nachmittags beglückten die  MitarbeiterInnen am Servicecounter dänische Familien  mit dem neuen AudioGuide.
Die nächste Sprache wird russisch sein – schon in Arbeit.
Bisher gibt es DE, EN, FR, IT, ES, NL. Wir vermuteten anfangs, mit deutsch und englisch gut hinzukommen. Unsere Besucher sahen das anders.

Design des Dritten Reichs — Hertogenbosch/NL — Exkursion

Das Design des Dritten Reichs

Verherrlichen die da im niederländischen Hertogenbosch Nazi-Symbole und wollen die große Nummer für ein Design-Museum bringen? Den Eindruck konnte man bekommen, wenn man den SPIEGEL las. Ist das spannend oder langweilig, also könnte man sich das mal ansehen? Das konnte man aus dem Beitrag im TAGESSPIEGEL nicht erschließen. In der WELT: „Hakenkreuze, wohin man schaut … Hunderte von Objekten trug das Museum zusammen, zum großen Teil aus deutschen Museen.“ Gut oder schlecht? Die DEUTSCHE WELLE zitiert den Bund der Niederländischen Antifaschisten, der die Schau als provozierend ablehnt und die Stadtverwaltung zum Eingreifen aufforderte. Kein einziger Beitrag vermittelte ein verständliches Bild.

Also entschlossen wir uns, Enno Lenze und Wieland Giebel, selbst nach Brabant zu fahren und mit eigenen Augen zu erkunden, was da zu sehen und wie es dargestellt ist.

https://designmuseum.nl/en/homepage/

Im Gespräch schildern die Kuratoren Timo de Rijk (rechts), der Chef des Museums, und Tomas van den Heuvel (2. v. links), der Historiker, die anfängliche Skepsis ihrem Projekt gegenüber. Wer will schon für eine Nazi-Ausstellung Geld geben, wenn man nicht ganz genau vorher weiß, was dabei herauskommt. Wer stellt Exponate zur Verfügung, wenn man die Ausstellung vorher nicht gesehen hat. Das geht nur, indem in unzähligen persönlichen Gesprächen Vertrauen aufgebaut wird.

„Hitlers Drittes Reich war von Tod, Gewalt und Massenmord geprägt. Das Dritte Reich war ein totalitäres System, in dem nahezu alles von oben bestimmt wurde … Direkt nach dem Einfall der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion im Jahr 1941 wurden russische Offiziere, Juden, Sinti und Roma das Opfer bestialischer Massenhinrichtungen … SS-Chef Himmler suchte nach einer ,humaneren Art des Mordens‘, wohlgemerkt humaner für die SS-Mörder. Nach der berüchtigten Wannseekonferenz bekamen Gaskammern eine zentrale Rolle bei der ‚Endlösung der Judenfrage.‘ “

So etwa hört es sich auf dem Audioguide an. Das sind klare Positionierungen – wie in der gesamten Ausstellung, deutlich in der Aussage der Texte und in jeder einzelnen Darstellung.

„Die Gaskammern wurden so entworfen, dass die Toten danach sofort verbrannt werden konnten.“ Es folgt ein Hinweis auf die Firma Topf & Söhne in Erfurt, die diese Öfen baute. Zitiert wird ein Gefangener, Jakov Silberberg, der die totale Entmenschlichung schildert, die die Nazis im Lager erzeugten. „Die Deutschen beschlossen, dass ein Mann, eine Frau und ein Kind gleichzeitig kremiert werden mussten. Sie gaben den Gefangenen den Befehl, ein Kind zwischen den Mann und die Frau, die mehr Fett hatte, zu legen. Die Deutschen hatten ein Wort für das Kind: Zulage. Das Fett setzte die anderen beiden besser in Brand.“

Wir zitieren hier so ausführlich, um jeden Verdacht von den Museumsmacher zu nehmen, irgendetwas Verherrlichendes mit den Symbolen der Nazis erreichen zu wollen.

 

Ausstellung und die umfangreiche Sammlung von Original-Exponaten sind beeindruckend. Hakenkreuze keinesfalls „wohin man schaut“, sondern da, wo sie als Symbol genutzt wurden. Sehr genau und Schritt für Schritt wird erklärt, wie es zum Hakenkreuz kam, vom historischen, indischen Symbol, von der Verwendung des Sonnenrads vor den Nazis, was Hitler selbst damit zu tun hat, wie er ein Symbol suchte, das so eindringlich war, wie Hammer und Sichel auf roter Fahne bei den Kommunisten. Wir sind in einem Design-Museum. Aber die Macher beschränken sich keinesfalls aufs Design. In jedem Schritt wird es in den gesellschaftlichen Bezug gesetzt, warum Design nicht nur etwas Schönes sein kann, sondern für das Böse eingesetzt wird.

Die Exponate sind vielfältig, die Abbildungen sehr groß. Ein Volkswagen steht gleich am Eingang, eines der wenigen echten alten Modelle. Später geht es auch darum, wie viele Menschen dafür gespart und ihr Geld verloren haben. Kein Einziger der 332.000 Menschen, die Monat für Monat angespart haben, sah jemals einen VW. Nicht ganz, denn sie sahen dann in der Wochenschau die Kübelwagen in Russland, die VW für die Front baute.

Gemälde, Bauzeichnungen, Fotografien, Siedlungen, Spielzeug, Bekleidung, Uniformen, Abzeichen, Armbinden, Buchumschläge, Plakate, Veranstaltungen – erst wenn man das alles so massiv sieht, also das gesamte Spektrum des Lebens aufgeblättert wird, wird deutlich, wie intensiv und allumfassend die Propaganda im visuellen Bereich aufgestellt war. Man konnte ihr nicht entkommen.

Filme werden auf Monitoren und großer Leinwand gezeigt, in der Leni Riefenstahl-Kamera-Perspektive, aber auch Wochenschauberichte, Propagandafilme wie den für die Autobahn und in wenigen Fällen private Filme. Die gründliche Einführung ins Thema mit einer etwa 15 Minuten langen Filmcollage kommt in den Medienberichten über die Dokumentation nicht vor. Jeder Besucher wird niederländisch, englisch oder deutsch sehr gründlich eingestimmt, nicht nur zu Designfragen, sondern zum Terror des Nazi-Regimes.

Text und Stimme des Audioguides sind unaufgeregt, sachlich, präzise. Genauer gesagt informiert der Audioguide außerordentlich gründlich, erklärt alles, ohne die Besucher für minderbemittelt zu halten. Das ist, wir wissen das, schwierig. Die Takes sind spannend, nicht zu lang.

Quellen werden weder an den Exponaten noch an den Abbildungen angegeben. Ich erwähne das, weil wir bei „Hitler – wie konnte es geschehen“ angemeckert wurden, besonders von Geschichtsstudenten. Das ist einfach nicht üblich.

Für uns wurde wieder deutlich, wie hoch der Grad der Übereinstimmung der eingesetzten Medien in allen großen Einrichtungen der Welt zu diesem Thema ist – hier im Design-Museum, aber auch im US Holocaust Memorial Museum in Washington, in Yad Vashem in Jerusalem, auch im Imperial War Museum in London. Die Dokumentation im Bunker ist umfassender als alle anderen – härter, persönlicher, emotionaler.

Noch etwas zu uns: Im kommenden Jahr werden wir, der Berlin Story Verlag, ein großformatiges Buch über den Einsatz von Plakaten bei den Nazis herausgeben. Auch da sind schon Ähnlichkeite zu erkennen, weil es ebenfalls um den Vergleich mit den Plakaten der Kommunisten und mit anderen Plakaten der Zeit geht.

Nach Den Bosch in den Niederlanden fährt man mit der Bahn sechs Stunden von Berlin. Es ist eine wundervolle Stadt. Es lohnt sich.

„Hitler – wie konnte es geschehen“ — Kommentare via Mail und aus dem Gästebuch

Email von F. P. [1977], stark zusammengefasst (auf etwa ein Zehntel):

Endlich! Endlich fand ich mit Ihrer Ausstellung ein überwältigendes Angebot an Informationen. Mich führte Ihr Titel „Hitler wie konnte es geschehen“ von Hamburg nach Berlin. Wir müssen unsere Geschichte kennen, um daraus lernen zu können, um Fehler zu erkennen und sie nicht zu wiederholen. Das geht nur mit objektiver und umfangreicher Information. Glücklicherweise erlaubt uns unser Grundgesetz, dass sich jeder Mensch eine eigene Meinung bilden darf.

Ihre Ausstellung liefert einen sehr großen, umfangreichen und erdrückenden Materialbestand zur eigenen Meinungsbildung. „Wie konnte es geschehen“, ich finde es gut, dass diese Frage mehrfach wiederholt dem Besucher ins Gedächtnis geholt wird.

Für mich entscheidende Kapitel in Ihrer Ausstellung sind die Jahre zwischen den Kriegen. Diese Teile zeigen deutlich, wie Hitler zu dem Diktator wurde, den wir kennen. Und wie verhindern wir nun, dass
solch ein Mensch wieder an die Macht kommt? Ich denke, das geht nur mit Aufklärung und dem Zugeständnis der freien Meinungsbildung an jeden einzelnen Menschen in unserem Land. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Teil dazu! Herzlichen Dank dafür!

Wir sollten aus dieser Situation aber auch lernen, dass niemand etwas zu verschenken hat. Ich finde, wir stehen gerade erneut vor solch einer Prüfung bei den großen Internet-Konzernen. Nur scheinbar bekommen wir fast alles geschenkt im Netz. Doch bezahlen wir das mit Informationen über uns selbst. Wir geben damit bereitwillig unsere Freiheit auf. Ich befürchte, dass uns das zum Verhängnis werden wird. Wer jedoch den mahnenden Finger hebt, wird allgemein als verrückter Spinner abgetan.

Ich möchte mich tief beeindruckt von Ihrem Werk für die fast fünfeinhalb Stunden neuer Informationen bedanken. Ich war mit genau der Leitfrage „Wie konnte das geschehen“ nach Berlin gekommen, habe die ersten Stationen Ihrer Ausstellung aufgesogen und war nach ein paar Stunden überwältigt. Insgesamt war ich von der Fülle der Informationen überrascht. Bei Ihnen bin ich um 11 Uhr gestartet und hatte mir für den Rest des Tages nichts weiter vorgenommen. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich vergessen, in welchem geschichtsträchtigen Gebäude selbst, die Ausstellung steht. Die einzelnen Tafeln hatten mich in den Bann gezogen und ließen mich meine Umwelt vergessen.

Beeindruckend realistisch fand ich da den Augenzeugenbericht von Waltraud Süßmilch, die als 15-jähriges Mädchen in den letzten Stunden im Bunker war und bei der Überflutung evakuiert wurde.

Pausen hätten mir vermutlich gut getan, jedoch kam ich gar nicht auf die Idee, weil die Ausstellung so spannend und die einzelnen Stationen gut aufeinander abgestimmt waren. Ich wollte sofort wissen, wie es weiter geht.

Ich danke Ihnen ganz besonders für diese großartige und einmalige Zusammenstellung imposanter, großer und kleiner und besonders persönlicher Informationen.“

 

„Sobald man beginnt, Menschen als minderwertig einzustufen, ist das der erste Schritt zum Völkermord.“

Susan Barth berichtet ausführlich auf BENTO über den Berlin Story Bunker:

Ich besuche den Bunker, weil ich glaube „dass nur, wer fühlt, auch verstehen kann, dass so etwas nie wieder passieren darf. Dass das viel mehr bildet und berührt als alle Fakten … Ich kann hunderte Male hören, dass sechs Millionen Jüdinnen und Juden in Deutschland ermordet wurden. Diese Zahl sagt mir wenig, sie ist zu abstrakt. Aber in der Ausstellung sehe ich, was mit den Menschen passiert ist, die diese Zahl sind …  ,Sobald man beginnt, Menschen als minderwertig einzustufen, ist das der erste Schritt zum Völkermord. Ohne Rassismus hätte Hitler nicht töten lassen können‘, steht auf einer der Tafeln im Bunker.“

Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Susan Barth in BENTO …

Dinner in honor of Merle V. Lashey in Ambassador Grenell’s Residence

Merle V. Lashey was 19 years old when he stormed Omaha Beach in Normandy in 1944. Only a few of his comrades survived. He is the grandfather of Matt Lashey, the partner of Richard Grenell, the United States ambassador to Germany.
Since the day Merle V. Lashey risked his life and fought against the Nazis, peace has reigned among us. That was the day when a new era dawned for Europe, an era that continues to this day.

Enno thanked Merle and explained at this dinner that otherwise his life would not have gone so well if the Americans had not liberated us from Hitler and the National Socialists and had fought again and again for Germany and Berlin, at the Airlift, during the Cold War, at the fall of the Wall.

Merle V. Lashey war 19 Jahre alt, als er Omaha Beach in der Normandie 1944 stürmte. Nur wenige seiner Kameraden überlebten. Er ist der Großvater von Matt Lashey, dem Lebensgefährten von Richard A. Grenell, dem Botschafter der Vereinigte Staaten von Amerika in Deutschland.
Seit dem Tag, an dem Merle V. Lashey sein Leben riskierte und gegen die Nazis kämpft, herrscht bei uns Frieden. Das war der Tag, an dem ein neues Zeitalter für Europa anbrach, ein Zeitalter, das bis heute anhält. Enno dankte Merle und erläuterte bei diesem Dinner, dass sein Leben sonst nicht so verlaufen wäre, wenn die Amerikaner uns nicht von Hitler und den Nationalsozialisten befreit hätten und immer wieder für Deutschland und Berlin gekämpft hätten, bei der Luftbrücke, in der Zeit des Kalten Krieges, beim Fall der Mauer.

 

Yesterday Turkey began its attack on the Kurdish part of Syria. Enno was only recently in Kurdistan north Iraq. Richard A. Grenell recalls that Germany has not done very much. „The Germans have drawn the wrong conclusions from the Second World War. They know how children were gassed. They should interfere and not say we don’t like wars, we have nothing to do with that.“

Gestern begann der Angriff der Türkei gegen den kurdischen Teil Syriens. Enno war erst vor kurzem in Kurdistan Nord-Irak. Richard A. Grenell erinnert daran, dass Deutschland nicht sehr viel getan hat. „Die Deutschen haben die falschen Schlussfolgerungen aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen. Sie wissen, wie Kinder vergast wurde. Sie sollten sich einmischen und nicht sagen, wir mögen keine Kriege, damit haben wir nichts zu tun.“


Since Ambassador Grenell and Matt Lashey’s extensive visit to the Berlin Story Bunker in the documentary „Hitler – How Did It Happen“, our respect for the two men’s lasting commitment to anti-Semitism, xenophobia and German-American friendship has grown.

Seit dem ausführlichen Besuch von Botschafter Grenell und Matt Lashey in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker wächst unser Respekt vor dem dauerhaften Engagement der beiden gegen Anti-Semitismus, Fremdenfeindlichkeit und für deutsch-amerikanische Freundschaft.

Enno has written extensively about the courage with which Ric stands up for Israel, where German politicians have not been seen, namely on Kurfürstendamm, eye to eye with Hizbullah.

Enno hat ausführlich darüber geschrieben, mit welchem Mut Ric für Israel eintritt, wo deutsche Bundespolitiker sich nicht haben sehen lassen, nämlich auf dem Kurfürstendamm, Auge in Auge mit der Hisbollah.

Hitler Fakes, jetzt aufgedeckt

Ich bin darauf reingefallen. Jetzt kam Bart FM Droog auf unsere Einladung aus den Niederlanden in den Bunker und klärte die Sache auf. Ganz viele Fakes hängen bei uns, aber die auf dieser Tafel sind wirklich echt Hitler. Darum geht es: Während der Entwicklung der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ kauften wir ein ganz teures Buch mit Gemälden und Zeichnungen des „Führers“ – alle zertifiziert. Dann stellte sich heraus, dass der Herausgeber ein Gauner ist. Er verkauft als Kunsthändler Fakes und fabrizierte dazu ein tolles Buch, das deren Echtheit bestätigt.

Nebenan haben wir noch einige Kujaus, also auch Fälschungen, vom Fälscher des Hitler-Tagesbuchs.
Andere Fakes gibt es in der Dokumentation nicht. Profs bestätigen uns immer wieder, wie gründlich gearbeitet wurde. Und keinem, außer Sven Felix Kellerhoff, ist aufgefallen, dass diese Hitler-Gemälde nicht echt sind. Er hat den Kontakt zu Bart hergestellt.

Was meint der Hitler Experte Bart FM Droog zur Dokumentation? „Ich kenne alle und kenne so ziemlich alles über Hitler. Noch nie war ich von einer Dokumentation so beeindruckt wie hier im Bunker. Glückwunsch. So etwas Gutes habe ich noch nicht gesehen.

Jens Schöne über das Ende der DDR in der WELT

Wenn einer Ahnung von der Geschichte der DDR hat, dann ist es Jens Schöne. Im Berlin Story Verlag hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht. Heute erklärt er Sven Felix Kellerhoff in der WELT, wovon wir bis heute KEINE Ahnung haben.

„Niemand konnte ahnen, dass es gewaltfrei bleiben würde. Bis heute wissen wir nicht einmal genau, warum es gewaltfrei blieb … Schon im April 1989 sang etwa die Feuerwehr eines kleinen märkischen Dorfes öffentlich: ,Jetzt reißen wir die Mauer ein, Deutschland wird vereinigt sein.‘ Im Ministerium für Staatssicherheit wusste man bereits zu Jahresanfang 1989, dass die DDR spätestens 1990 ihre Schulden im Westen nicht mehr würde bezahlen können.“

Das vollständige Interview von Sven Felix Kellerhoff mit Jens Schöne in der WELT ...

 

Jens Schöne: Volksaufstand

Jens Schöne: Das Ende einer Utopie

Jens Schöne: Die friedliche Revolution

Jens Schön: The Peaceful Revolution

Jens Schöne: „Die DDR. Eine Geschichte des ,Arbeiter- und Bauernstaates’“

Jens Schöne: The GDR

 

Foto: Quelle: Fanny Heidenreich

 

 

 

 

 

 

 

Ravensbrück, Frauenkonzentrationslager — Exkursion

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück liegt nicht weit von Berlin entfernt, mit Bahn oder Auto eineinhalb Stunden in den Norden, in den Wäldern der wunderbaren Märkische Seenplatte. Heute wie damals war es von der Hauptstadt aus über die Reichsstraße 96 gut zu erreichen.

Im Führerbunker gab es einen Arzt, von dem wir im Berlin Story Bunker berichten, Ludwig Stumpfegger (* 11. Juli 1910 in München; † 2. Mai 1945 in Berlin), Begleitarzt des „Führers“, ein Spezialist für Knochenbrüche. In Ravensbrück brach er weiblichen polnischen Gefangenen eigenhändig die Knochen, um beobachten zu können, wie sie zusammenwuchsen. Später half er Magda Goebbels, der Frau des Reichspropagandaministers, im Führerbunker ihre sechs Kinder zu vergiften.

Im Januar 1940 inspizierte Heinrich Himmler das KZ, Chef der SS, der Gestapo und einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust, und erließ die offizielle Anordnung, die die Prügelstrafe für weibliche Häftlinge einführte.

Mehr über die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten auf der Homepage. Chef ist Axel Drecoll, der im 2016 im Deutschen Historischen Museum das Buch von Harald Sandner vorgestellt hat, „Hitler – das Itinerar“, Hitler Tag für Tag, erschienen im Berlin Story Verlag.