Berlin. Polnische Perspektive

 

9783929829891
19.-21. Jahrhundert


Herausgegeberinnen:
Dorota Danielewicz-Kerski, Maciej Górny
Erschienen:
April 2008
Umfang:
447 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-929829-89-1
Preis: 19,80 Euro

»My, berlinczycy!« – »Wir, Berliner!« Der Band »Berlin. Polnische Perspektiven« ist Teil dieses großen Projektes des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Neben diesem Band umfasst das Projekt Seminare an der Freien Universität Berlin, in denen sich Studenten mit polnischen Erinnerungsorten in Berlin auseinandersetzen, sowie mehrere zusammengehörende Publikationen. Diese Anthologie enthält neben Erinnerungen bekannter Schriftsteller, wie beispielsweise Witold Gombrowicz, oder Musiker, wie Artur Rubinstein, auch Beschreibungen Berlins aus der Sicht der »einfachen« Bürger, Soldaten und Politiker, die in Berlin lebten oder für eine Zeit hier verweilten.

Die zweitgrößte Zuwanderungsgruppe in Berlin sind Polen. Die Wahrnehmung für das Wissen, die Präsenz und die Vielfalt der Erinnerungslandschaft zu wecken, ist das Anliegen dieses Lesebuches.

„Diese Publikation über die Geschichte der Polen in Berlin ist in seiner Form einmalig“ – AVIVA-Berlin


Dorota Danielewicz-Kerski
ist Radiojournalistin und Literaturwissenschaftlerin und wurde 1964 in Posen geboren. Seit 1981 lebt sie in Berlin. Sie studierte Slawistik und Ethnologie an der FU Berlin und an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. 1987 war sie in New York in der Public Relations Abteilung der UNO tätig. Wieder in Berlin folgten Tätigkeiten als Mitarbeiterin der „Jüdischen Kulturtage“ sowie die Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium (LCB). Einige ihrer Projekte seien hier erwähnt: „Woche der gegenwärtigen polnischen Literatur“, „Literatur der Sinti und Roma“, „Der Holocaust in der Literatur“, „Verlagsmetropolen Warschau – Berlin“. Dorota Danielewicz-Kerski ist bekannt als Redakteurin beim rbb – Radio Multikulti und auch beim rbb Kulturradio oder auch als Autorin in Zeitungen und Zeitschriften. 1998 veröffentlichte sie „Das Unsichtbare lieben“, eine Anthologie polnischer Lyrik der neunziger Jahre.

Maciej Górny ist Historiker, studierte an der Warschauer Universität, promovierte an der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau und am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas. Er war Stipendiat des polnischen Kultusministeriums, der Stiftung für die polnische Wissenschaft (Fundacja na rzecz Nauki Polskiej) sowie der Hertie-Stiftung. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen die Monographie „Miêdzy Marksem a Palackým. Historiografia w komunistycznej Czechos³owacj“ (Verlag Trio, Warszawa 2001) sowie zahlreiche Artikel und Rezensionen in Zeitschriften und Sammelbänden in Polen, Tschechien, Deutschland, England und Ungarn. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Discourses of Collective Identity in Central and Southeast Europe (1770-1945)“ (CEU Budapest 2006). Im Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften arbeitet er am Projekt „Polen und Deutschland in Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert.“