03.12.20 Aktion "gast" Ausstellung
AKTION “GAST”AUSTELLUNG ANLÄSSLICH DES 40. JAHRESTAGES DES ERSTEN PASSIERSCHEINABKOMMENS 1963/64
Wann:
20. und 21. Dezember 2003 jeweils 13.00 bis 18.00 Uhr
Wo:
Buchhandlung Berlin Story, Unter den Linden 10,
1. Etage, Eingang links neben der Buchhandlung
Wer:
Jeweils um 15.00 Uhr wird Hagen Koch, Gründer des Berliner Mauer Archivs, einen Vortrag zum Thema halten
Vor vierzig Jahren, am 17. Dezember 1963, vereinbarten die Regierungen der BRD und DDR das erste Passierscheinabkommen. Zwei Tage später, am 19. Dezember, konnten erstmals West-Berliner Bürgerinnen und Bürger ihre Verwandten im Ostteil der Stadt besuchen. Bis zum 5. Januar, dem letzten Tag dieses ersten Abkommens, wurden rund 1,2 Millionen Besucher gezählt. Insgesamt nutzten über 700.000 West-Berliner (Bevölkerung Westberlins damals knapp 2,2 Millionen Einwohner) teilweise mehrfach diese erste Chance nach Mauerbau, ihre Verwandten im Ostteil der Stadt zu besuchen.

Grenzübergang Warschauer Straße1963/64
,2 Millionen Besuche bedeuteten aber auch 1,2 Millionen Daten über West-Berliner Bürger. Ein Grund – neben anderen – für die DDR-Regierung ein weiteres Passierscheinabkommen für den Winter 1964/65 vorzubereiten: Die „Aktion Gast“.
In den Ausstellungsräumen der Buchhandlung Berlin Story in der ersten Etage des Hauses Unter den Linden 10 wird auf 19 Tafeln die „Gesamtübersicht der funktionellen Pflichten und Aufgaben der operativen Linien, der operativen Maßnahmen und materiellen Sicherstellung, das Zusammenwirken aller beteiligten Organe in der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Aktion“ dokumentiert, erstellt von der Einsatzleitung im Ministerium für Staatssicherheit im September 1964.
Hagen Koch, Begründer des Berliner Mauer-Archivs, macht diese Dokumente erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.
