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07/05 Ausstellung - Neue Baukunst, Berlin Um 1800

Bericht von Michael Hensch
Mai 2007


Neue Baukunst. Berlin um 1800 – Eine Ausstellung zum 50. Gründungsjubiläum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Berlin zu Beginn des 19. Jahrhunderts – der einst so beschaulichen Stadt stehen große Zeiten, steht der Aufstieg zu ungeahnter Größe bevor. Noch träumen nur die größten Optimisten von der kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, die Berlin spätestens mit der Reichsgründung von 1871 erleben wird. Und dennoch sind die ersten, zarten Veränderung im Stadtbild bereits unübersehbar. Die Baustruktur des mittelalterlichen Berlins wird langsam, aber stetig aufgeweicht durch einen neuen, schlichten, sparsamen, durch einen klassizistischen Baustil, für den – heute größtenteils in Vergessenheit geratene – Architekten wie Carl Gotthard Langhans, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, Friedrich und David Gilly sowie Karl Friedrich Schinkel standen. Doch deren klar gegliederte und vor allem funktionelle Bauten, bei denen auf Detailformen zugunsten der klassizistischen Nüchternheit bestmöglich verzichtet wurde, prägten das Berliner Stadtbild nur für wenige Jahrzehnte: ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie in mehreren Etappen kontinuierlich aus dem Stadtbild verdrängt. “Die Bauten der Gründerzeit, der zweite Weltkrieg und die Abrisswelle der Nachkriegszeit haben die baulichen Zeugnisse des ,Berlins um 1800' bis auf geringe Reste fast gänzlich getilgt”, lässt sich der Internetankündigung zur Ausstellung entnehmen.

Die Sonderausstellung hat deshalb vor allem das Ziel, an die Bauwerke zu erinnern, die heute nicht mehr besichtigt werden können. Erstmalig vermitteln über einhundertfünfzig Zeichnungen aus der Sammlung der Kunstbibliothek im harmonischen Einklang mit hochwertigen Leihgaben Berliner und Potsdamer Sammlungen ein eindrucksvolles Panorma der Baukunst Berlins um die Wende zum 19. Jahrhundert. In den zwölf weitläufigen, thematisch gegliederten Räumen im Obergeschoss der Alten Nationalgalerie erhält selbst der unbelesene Besucher nicht zuletzt durch die prächtigen Ölgemälde Caspar David Friedrichs oder Karl Friedrich Schinkels einen Eindruck davon, wie intensiv die Französische Revolution und die Ausklänge der Renaissance die Architekten zu neuer Form und Bausprache inspirierten. Ganz gleich, ob sie das aristokratische oder das bürgerliche Berlin, die Akzisemauer oder die Stadtore, die Bauten für wissenschaftliche oder künstlerisch-museale Einrichtungen abbilden, die zahlreichen Kolorationen, Grundrisse und Skizzen sind mehr als einen Blick wert.

Laufzeit:
16. März bis 10. Juni 2007

Adresse:
Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3
10178 Berlin
www.alte-nationalgalerie.de

Verkehrsanbindungen:
U-Bahn U6 (Friedrichstraße); S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75, S9 (Hackescher Markt); Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M2, M4, M5, M6 (Hackescher Markt); Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr-So: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr; Do: 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Eintritt:
8 Euro, 4 Euro ermäßigt

Literatur:
Elke Blauert, u.a. (Hg.)
Neue Baukunst. Berlin um 1800


Weitere Literatur zum Thema finden Sie im Webshop der Berlin Story:
www.BerlinStory-Shop.de

oder in der Buchhandlung:
Berlin Story
Unter den Linden 26
10117 Berlin
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www.berlinstory.de: Aktuelles > Stadtführungen > Neue Baukunst, Berlin Um 1800, Ausdruck vom 11. 03. 2010
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