Newsletter 29 – März 2008
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Liebe Freunde der Berlin Story,
zwei riesige Ereignisse finden fast zur gleichen Zeit statt: unser Umzug und die Historiale zur Märzrevolution 1848.
Umzug: Im April ziehen wir um in das wunderschöne Haus Unter den Linden 26; mehr zur Friedrichstraße hin, direkt neben dem Haus der Schweiz an der Haltestelle der Busse 100, 200 und TXL. Heinz Meermann hatte das Haus gekauft, von Grund auf sanieren und eine Passage zur Mittelstraße anlegen lassen und schließlich uns eingeladen, zu ihm zu kommen. Wieder sind wir auf der Sonnenseite der Linden, jetzt im schönsten Laden, den wir je hatten. Und wir haben eine Heimat gefunden, denn wir können zehn Jahre oder noch länger bleiben. Schluß mit Zwischennutzung. Der Laden ist dreimal so groß wie unser bisheriger, umfaßt auch ein Berlin Story Bistro vorn an der Bushaltestelle, ein sehr schönes Berlin Story Café weiter hinten mit Blick auf die beiden mit großer Liebe und Sachkenntnis gestalteten Innenhöfe. Im Untergeschoß werden wir eine Bühne haben, den Berlin Story Salon. In den Laden hinein ragt eine Galerie, auf der die Büros untergebracht sind. Dort sitzen die Mitarbeiter von Verlag, Marketing und der Historiale. Nach Ostern ziehen wir ein. Nageln Sie uns bitte nicht auf den Tag fest. Es wird in der Zeitung stehen und im Internet auf unserer Homepage.
Der Verlag läuft auf vollen Touren und wächst noch rasanter als die Buchhandlung. Wir rechnen damit, daß er in drei Jahren das Volumen der Buchhandlung erreicht hat. Wir haben das Glück, von tollen Autoren hervorragende Manuskripte angeboten zu bekommen. Unsere derzeitigen Renner sind Kreuzberg SO 36, Berlin – Damals und Heute sowie zu unserer besonderen Freude das Buch über die Akzisemauer.
Historiale: Sie haben ja mitbekommen, daß die Veranstaltungen der Historiale immer sehr früh ausgebucht waren. Bitte melden Sie sich, wo nötig, rechtzeitig an. In diesem Jahr wird die Historiale eröffnet vom Staatssekretär für Kultur, André Schmitz. Er ist von Anbeginn Schirmherr der Historiale. Im Roten Rathaus findet ein Theaterstück statt, das eigens für diesen Abend von Alexander Schröder, Universität der Künste, geschrieben wurde. Grundlage bilden die Materialien von Dorothea Minkels. Sie ist die Privathistorikerin, die am dichtesten an 1848 dran ist. Ihr neues Buch „Elisabeth von Preußen“ stellen wir auf Seite 3 vor. Traditionell findet die Feierstunde der Aktion 18. März am Pariser Platz und die Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Märzgefallenen statt. Für demokratische Tradition, revolutionären Geist und freie Meinungsäußerung. Abends bauen wir die Barrikaden am Alexanderplatz mit historisch uniformierten Soldaten sowie aufständischen Bürgern. Wir laden die Jugend Europas zum Barrikadenbau am Alexanderplatz ein. Prof. Schoeps berichtet über die Rolle der Juden bei der Revolution, wir erinnern an Ort und Stelle an die Befreiung des Polen Miroslawski aus dem Zellengefängnis und diskutieren abends über die allgemeine Volksbewaffnung – und warum wir sie nicht haben, aber die Schweizer an diese Art der Volksherrschaft glauben. Am Karfreitag vertiefen wir in zwei parallel laufenden Veranstaltungsreihen das Wissen zu den Grundlagen unserer Demokratie und zum europäischen Völkerfrühling, im FEZ und in der Berlin Story. Demokratie und Meinungsfreiheit wurden vom Volk erkämpft. Mit hohem Blutzoll. Vor den Stufen des Deutschen Doms werden wir am Karsamstag die Särge der 183 Märzgefallenen aufbahren, an die Namen der Toten erinnern und die Reden von damals halten. Die lignotec MassivHolz GmbH, die Berliner Sargfabrik, stellt aus diesem würdigen Anlaß die Särge zur Verfügung. (www.lignotec.com). Bitte sehen Sie sich Programmfortschreibungen im Internet auf www.Historiale.de an. Dort können Sie auch sehen, daß wir Geschichte mit jungen, begeisterten und über jedes Maß engagierten jungen Menschen machen. Ich freue mich, Sie zu sehen, auf der Historiale und in der neuen Berlin Story.
Alles Gute
Wieland Giebel

Berlin 1968 – Die andere Perspektive, Dr. Michael Ludwig Müller, Berlin Story Verlag, 330 Seiten, 19,80 Euro
Im Amerika-Haus findet eine große Ausstellung zu 1968 statt, viele Bücher dazu erscheinen, im Fernsehen laufen die Dokumentationen. Es gibt kaum ein Thema der deutschen Zeitgeschichte, das so kontrovers behandelt wird, das die Positionen in unserer Gesellschaft so spannungsgeladen in extremen Feldern sieht wie das Jahr 1968 und die Revolte der Studenten. Im Buch von Michael L. Müller geht es nicht um Legendenbildung, sondern um die klare und meinungsstarke Einschätzung des Redakteurs der BERLINER MORGENPOST, der damals Personen wie Ereignisse begleitete. Der den Schah von Persien ebenso traf wie Rudi Dutschke, der wiederum den Polizeipräsidenten und Regierenden Bürgermeister sowie die Kommune 1 besuchte, aber auch die freie Liebe predigte und verklemmt war. www.Berlin-1968.de
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Briefwechsel Francesco Algarotti mit Friedrich II., Berlin Story Verlag, 160 Seiten, 14,95 Euro
Auf dieses Buch warten viele schon lange. Wir wissen das, weil wir immer wieder danach gefragt werden, haben es dennoch nicht schneller geschafft, weil wir vor Weihnachten erst die aktuellen Titel erscheinen lassen wollten. Friedrich hat zu seiner Kronprinzenzeit die Menschen oder besser gesagt die Köpfe, die Geister oder jungen Geistesgrößen um sich geschart, die seine aufgeklärte Haltung widerspiegelten, durch die er sich intellektuell weiterentwickeln konnte. Algarotti gehörte zu diesen Auserwählten, ein ganz junger Italiener, der Zeit seines Lebens Friedrichs enger Vertrauter blieb, ein echter Freund, ein Berater, eine Ergänzung von Friedrichs regenbogenfarbig schillernder Persönlichkeit. www.Algarotti-Buch.de
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Wo die Götter wohnen, Joachim Lindner, Berlin Story Verlag,
208 Seiten, 16,80 Euro
Wenn Sie gern Biographien lesen, werden Sie an diesem Buch ihre Freude haben. Der Autor Joachim Lindner versteht es meisterhaft, aus den Quellen zu schöpfen und einen erzählerisch interessanten Bogen zu spannen. Bei dem Buch handelt es sich um eine biographische Erzählung, also um einen Text, der in die damalige Zeit zurückversetzt. Heute schreibt man häufig distanzierter, aus der Sicht des Historikers. Lindner läßt Schadow sprechen, er läßt ihn handeln, er läßt ihn verzweifeln und glücklich sein. Wie der Junge aufwuchs, wie sein Talent erkannt wurde und welche ungeheure Arbeit er in die Quadriga gesteckt hat. Wir haben uns so an dieses weltweit bekannte Standbild gewöhnt, als sei es ganz normal. Das ist es nicht. Quadriga und Prinzessinnengruppe ragen aufgrund ihrer Schöpfungkraft heraus. www.Schadow-Buch.de
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Das Haus an der Hundebrücke – Die Geschichte des Berliner Kommandantenhauses und seiner Umgebung, Dieter Hoffmann-Axthelm, Berlin Story Verlag, 96 Seiten, 9,80 Euro
Heute ist das Bertelsmann. Wie Bertelsmann es gebaut hat und nutzt, macht Dieter Hoffmann-Axthelm nicht gerade glücklich. Er nimmt ja kein Blatt vor den Mund, kann er gar nicht. Hoffmann-Axthelm ist der Stadtplaner und Stadtentwickler mit der längsten Erfahrung und dem tiefsten Durchblick. Er hat am Planwerk Innenstadt mitgewirkt, war aber schon vorher seit der Zeit der Hausbesetzungen in Kreuzberg an Fragen der Entwicklung interessiert. Seine Bibliothek zu Hause sieht aus wie die von drei wissenschaftlichen Instituten. Es geht in diesem nicht zu dicken Buch um das Haus, den Ort, die Geschichte dieses zentralen Ortes in Berlin. Wie ein Anker in der Stadtgeschichte ist das Haus des Kommandanten verwurzelt. Heimatkunde im allerbesten Sinne, herausragend visualisiert. http://Kommandantur.BerlinStory.de
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Der Reichstagsbrand, Sven Felix Kellerhoff, be.bra Verlag,
160 Seiten, 14,90 Euro
Eigentlich würde Kellerhoff gern gelegentlich über etwas Anderes, was Schönes schreiben. Aber er ist als Leitender Redakteur für Kultur- und Zeitgeschichte bei der WELT und der BERLINER MORGENPOST der Experte an sich zur Zeit des Nationalsozialismus. Und weil ihm die Pseudohistoriker auf den Keks gehen, die nicht nach den Quellen forschen, sondern lieber interpretieren, wie es ihre Ideologie nahe legt, hat er dieses Buch geschrieben. Darin geht es nämlich anhand von extrem genauem Quellenstudium um die exakte Beschreibung des Brandes und vor allem darum, ob es die Nazis waren oder doch nicht.
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Elisabeth von Preußen, Königin in der Zeit des AusMÄRZens, Dorothea Minkels, DeMi-Verlag, 625 Seiten, 300 Abb., 79,80 Euro
Selbst das Elisabethufer am Engelbecken gibt es nicht mehr – die Straße, die nach der Königin benannt war und heute nach einem Gewerkschafter Leuschnerdamm heißt. Welch ein Glück, daß Dorothea Minkels diese Königin wieder ans Licht holt. Elisabeth war die Tochter von König Maximilian I. von Bayern, die Tante von Sisi, die nach ihr Elisabeth genannt wurde. In diesem Buch geht es hauptsächlich um die gesellschaftliche und politische Rolle, die Elisabeth als Gemahlin von Friedrich Wilhelm IV. spielt. Ihre liberale Haltung, ihre festen Grundpositionen stützten den politisch weniger sicheren FW IV. Extreme Recherche, extrem gut dokumentiert, ein herausragendes Geschichtswerk ohne jegliche öffentliche Subvention.
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Robert Blum. Ein deutscher Revolutionär 1807-1848,
Peter Reichel, V&R, 232 Seiten, 19,90 Euro
Er sieht ja eher aus wie ein Pastor zur Zeit des Biedermeier, bißchen brav. Er war einer der bedeutendsten Vorkämpfer unserer Demokratie heute, wir profitieren von seinem Einsatz. In Wien erschossen ihn heimtückisch Soldaten. Das Buch zur Historiale.
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Der deutsche Amerikaner. Carl Schurz – Vom deutschen Revolutionär zum amerikanischen Staatsmann, Rudolf Geiger, Casimir Katz Verlag,410 Seiten, 24,80 Euro
Ein abenteuerliches Leben, ein Freund von Abraham Lincoln, bedeutendster in Deutschland geborener Politiker Amerikas vor Henry Kissinger. Eine ganz neue Welt deutsch-amerikanischer Freundschaft eröffnet sich uns.
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Die Kunst zu bewahren. Restaurierung in den preussischen Schlössern und Gärten, Koehler & Amelang, 263 Seiten, 9,95 Euro
Kaufen! Früher 24,90.
Nach der Lektüre des Buchs versteht man bei jedem Museumsbesuch, was die geleistet haben. Tolle Abbildungen.
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Deutscher Schulatlas – Reprint der Originalausgabe von 1910, Komet Verlag, 51 Seiten, 19,95 Euro
Toll, die Welt und die Geschichte fangen an mit Berlin. 1910 ging Preußen noch bis Memel, auf den britischen Inseln war Irland noch englisch, der Balkan war zersplittert wie heute und Afrika teils noch weiß.
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Landing on Tempelhof, 75 Jahre Zentralflughafen – 50 Jahre Luftbrücke, Bezirksamt Tempelhof (Hg.), 162 Seiten, 12,90 Euro
Achtung: Dieser Titel ist nur in begrenzter Menge verfügbar! Von der Kaiserparade auf dem Tempelhofer Feld zur Luftbrücke und der seltsamen Idee der Schließung. Ganz hervorragend mit Bildern und Dokumenten versehen.
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Berlin unter Hitler 1933-1945, Dr. H. van Capelle; Dr. A. P. van den Bovenkamp, tosa-Verlag, 239 Seiten, 14,95 Euro
So viele Fotos von Hitler, so viele Hakenkreuzfahnen, so oft Göring und Himmler und Heydrich und andere SS-Schergen. Beim ersten Durchblättern wußten wir nicht, ob wir dieses Buch anbieten können. Jetzt führen wir es seit Monaten, weil es den Nationalsozialismus anschaulicher dokumentiert als andere Werke. Die niederländischen Autoren dokumentieren ohne Scheuklappen und (deutsche) Belastung Aufstieg und Niedergang des größten Verbrechers und des brutalsten Regimes der Geschichte. Wie das Dritte Reich funktionierte, wie Hitler alles und jeden kontrollierte, all das wird in Text und vor allem extrem seltenen Fotos herausgearbeitet.
Berlin unter Hitler 1933-1945 – Direktlink zum Buch in unserem Webshop
U-Bahnen, Geramond-Verlag, 114 Seiten mit 40 Seiten Berlin-Special, 4,95 Euro
Achtung: Dieser Titel ist nur in begrenzter Menge verfügbar! Wir fahren jeden Tag U-Bahn und erfahren jetzt endlich noch mehr. Weil es nicht NUR um Berlin geht, zeigt der Vergleich, wie gut es uns mit der BVG geht, welche extreme Leistung für uns jeden Tag gebracht wird.
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Das „Hausgefängnis“ der Gestapo-Zentrale in Berlin, Stiftung Topographie des Terrors (Hg.) 240 Seiten, 10,00 Euro
Ein grausames Buch, ein Buch von eiskalten, brutalen Tätern und mutigen Gegnern des Regimes, vorbildlichen Menschen. Menschen, die kämpften und ihr Leben opferten.
Das Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin – Direktlink zum Buch in unserem Webshop
Die vier Mächte in Berlin, Beiträge zur Politik der Alliierten in der besetzten Stadt Michael Bienert u.a. (Hg.), 264 Seiten, 19,90 Euro
Nur für Forscher? Keineswegs. Über das Kriegsverbrechergefängnis in Spandau gibt es nicht viel, auch nicht darüber, wie sich die Siegermächte ganz konkret verhielten und wie lange sie in Berlin das Sagen hatten. Das Landesarchiv kümmert sich darum.
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So war die DDR Vol. 1 – DDR geheim, die Schattenreiche, IceStorm, zwei DVDs, ca. 150 Min. Gesamtspielzeit, 22,90 Euro
Äußerst verdienstvoll vom MDR und vom Vertrieb IceStorm, denn wie skurril und erschreckend die DDR war, wird hier festgehalten. Rote Armee, Raketenunglück Dannenwalde, geheime Orte der Funktionäre, die Gas-Trasse in Sibirien.
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Palast der Republik – Historische Erinnerungen der DEFA, IceStorm, zwei DVDs, ca. 215 Min. Gesamtspielzeit, 16,90 Euro
Von der Grundsteinlegung über die Parteitage und das Alltagsleben bis zum 10. Festival des politischen Liedes. Lustig: Hier werden die Erbauer der Erdgas-Trasse (DVD oben) empfangen und geehrt.
Palast der Republik – Direktlink zur DVD in unserem Webshop
Die Reichskanzlei – Ein virtueller Stadtrundgang, Christoph Neubauer, DVD, ca. 50 Min. Gesamtspielzeit (dt. + engl.), 24,90 Euro
Christoph Neubauer schuf mit seiner DVD-Reihe über das Dritte Reich etwas wirklich Neues. Virtuell geht es in die Reichskanzlei. Nirgendwo sonst so detailgetreu, realistisch.
Die Reichskanzlei – Direktlink zur DVD in unserem Webshop
Lichtung – Die fotografische Sammlung des Museums Neukölln, Udo Gößwald, Folke Hanfeld (Hg.) Museum Neukölln, 12,80 Euro
Das Fotobuch ist viel besser als der irreführende Titel. Fotos seit etwa 1900 über die Kleinkinder-Fürsorgestelle 1958 bis zum Abriß besetzter Häuser.
Lichtung – Die fotografische Sammlung des Museums Neukölln – Direktlink zum Buch in unserem Webshop