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Liebe Freunde der Berlin Story,
wir möchten Ihnen gern ein bißchen bei der Auswahl der Bücher helfen. Bestseller finden Sie hier nicht, sondern individuell ausgesuchte Titel. Bücher gehen beim Verschicken nicht kaputt, halten lang und wir packen sie auf Wunsch schön ein. Sie finden hier mehr Bücher aus dem Berlin Story Verlag denn je, Titel, über die Sie überrascht sein werden, weil unser Programm immer breiter wird. Und wie immer haben wir viele Bücher anderer Verlage für Sie besprochen.
Die Berliner Bezieher dieses Rundschreibens haben mit der Einladung zum Geschichtsfestival Historiale bereits einige dieser Buchankündigungen erhalten. Wir hatten Ende Oktober an den Einzug Napoleons vor 200 Jahren erinnert. 30.000 Zuschauer sahen das Ereignis mit 300 Soldatendarstellern in historischen Uniformen am Brandenburger Tor. Alle Veranstaltungen waren ausgebucht, teils überfüllt. Das alles wurde vom Verein Historiale Berlin durchgeführt und von der Berlin Story unterstützt. Öffentliche Mittel haben wir nicht in Anspruch genommen. Deswegen sollten wir jetzt tüchtig Bücher verkaufen…
Im Laden sind wir auch Weihnachten, zwischen den Jahren, Silvester und Neujahr immer für Sie da und in unserem Webshop können Sie rund um die Uhr einkaufen …
Alles Gute
Wieland Giebel
P.S. Sonntag Morgen, ohne Sorgen

Schönhauser Straße, Stefan Maria Rother, Berlin Story Verlag, 96 Seiten, 14,95 Euro
Homepage zum Buch: www.Schoenhauser-Strasse.de
Wir können auch anders als nur preußisch, und das wollen wir hier ganz am Anfang gleich deutlich zeigen: Berlin heute mit jungen Leuten, die die Stadt jetzt prägen. Stefan Maria Rother, der Fotograf, kann wunderbar auf Menschen zu gehen. Das ist wesentliche Voraussetzung für diese lebendigen Fotografien am Puls der Zeit. Jeder kommt so aufs Bild, wie sie oder er sich gern sieht. Der Turnschuhverkäufer, die Damen von der Apotheke, oder hier auf dem Titelbild das Team vom Friseur. Sie alle arbeiten in einer Straße, der Schönhauser. Es liegt auf der Hand, daß wir demnächst Straße für Straße dokumentieren, immer Menschen, immer auf Arbeit, wenig Text. In Duplex, dadurch brillant und mit enormer Tiefe.
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Beschreibung und Geschichte der Burg Hohenzollern, Berlin Story Verlag, 2006, 176 Seiten, 14,95 Euro
Dr. Ulrich Feldhahn hat dieses im Jahr 1870 von Rudolf Graf von Stillfried-Alcántara herausgegebene Werk aus der Versenkung geholt, kommentiert und für unsere Zeit so aufbereitet, daß uns dieses wichtige historische Dokument wieder Freude macht. Neudrucke in moderner Schrift, aber unter Beibehaltung der Orthographie und mit ausführlichen Erläuterungen, werden unsere Spezialität im Berlin Story Verlag. Die Burg Hohenzollern, ursprünglich als Schutzburg errichtet, dann allmählich zerfallen, wurde ab 1850 neu aufgebaut, nicht als Wohnsitz der Hohenzollern, sondern als Denkmal, als Symbol und Wahrzeichen, das die Erinnerung an die Geschichte dieser großen Familie wach hält. Die Vorlage zu dieser Ausgabe stammt aus dem Hausarchiv des vormals regierenden Preußischen Königshauses. Graf Stillfied hat den Aufbau der Burg über Jahrzehnte hinweg vorangetrieben und die Bauleitung nach dem Tod des Architekten Friedrich August Stüler übernommen.
Erscheint im Dezember im Berlin Story Verlag

Als Poesie gut, Günter de Bruyn, S. Fischer, 524 Seiten, 24,90 Euro
So schön! Er möge noch lange leben! Günter de Bruyn erzählt in diesem Lesebuch von Menschen und Situation zu der Zeit (1786 bis 1807), als der Aufbruch in eine friedliche, geistreiche, erfüllte Welt bevorzustehen schien, der Kunstepoche Berlins. Wie Schadows Prinzessinnengruppe entstand, wie Louis Ferdinand die Frauen verzauberte, wie Königin Luise den Brocken bestieg. Angela Merkel hielt de Bruyn kürzlich eine wunderbare Rede zum 80. Beide teilen die Erfahrungen im DDR-Alltag (er lehnte den Staatspreis ab) und die Liebe zur märkischen Heimat. Sein Werk stehe für die Verbindung von Patriotismus und Weltoffenheit.
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Anita Berber – Göttin der Nacht, Lothar Fischer, Edition Ebersbach, 205 Seiten, 25,00 Euro
Das Laster ist die Sehnsucht des Bürgers, und daß Anita Berber die ideale Projektionsfläche dafür abgibt, glauben wir gern, die vielen Abbildungen unterlegen es. Kokain, Morphium, Dr. Mabuse. Lothar Fischer hat intensiv recherchiert, neue Quellen erschlossen, ein prachtvolles Buch vorgelegt. In Beirut klappte sie zusammen, in Bethanien wurde sie gepflegt. Für brave Lehrerinnen, die das Wilde suchen.
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Berlin Then and Now, Nick Gay, Thunder Bay Press California, 144 Seiten, 19,90 Euro
„Was ist denn eigentlich so der Renner bei Ihnen?“, fragen Journalisten gern. Auf alle Fälle gehört dieses Vorher-Nachher-Buch dazu, das es nur auf Englisch gibt, das wir importieren. Nick Gay ist Stadtführer in Berlin, ein bißchen Perfektionist, und hat in diesem Buch Altes und Neues klar gegenübergestellt und anschaulich kommentiert.
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Beruf König, Die wahre Lebensgeschichte von Friedrich II., Magdalena und Gunnar Schupelius, Prestel, 63 Seiten, 14,95 Euro
„Ich tue, was ich will!“, sagt der König in der Sprechblase. Ein wunderbares Kinderbuch. „Einmal schenket der Vater ihm nach einem Streit zur Versöhnung ein ganzes Gestüt, einen Hof also mit Häusern, Ställen und Pferden.“ Mit Fotos, Zeichnungen und Gemälden. „In seinem Schloß hatte Friedrich Frauen nicht so gerne. Auf der Bühne schon.“ Ab 4 Jahren bis 12, eine ziemliche Spanne, aber das Buch ist einfach und doch anspruchsvoll geschrieben.
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Camera Berolinensis, Das Berliner Album des Hoffotografen F. Albert Schwartz, Marlies Ebert, Ulrike Griebner u.a., Nicolai, 144 Seiten, 34,90 Euro
Tagesspiegel und Morgenpost berichteten riesig über das Buch – zu Recht. Hervorragende Aufnahmen, unglaublich schön gedruckt. „Der Königsplatz von Kroll aus“, das ist doch was für Liebhaber, die wissen, wo die Kroll-Oper stand, daß die Siegessäule erst da war, dann der Reichtag kam, der auf dem Foto noch fehlt. Gut kommentiert. Die Fotos als „Gewissen der Stadt?“ Ach, heute ist es doch auch wieder schön geworden in Berlin. Kann man nicht meckern.
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Neuauflage einer 230 Jahre alten politischen Geographie
Gerd H. Zuchold (Herausgeber), Anton Friedrich Büsching
Berlin, Potsdam, Brandenburg 1775
Beschreibung seiner Reise nach Reckahn
Berlin Story Verlag, Dezember 2006
Nachdruck des Originals von 1775
732 Seiten, ca. 80 Abbildungen
Hardcover
41,00 Euro
Erscheint im Dezember – In Kürze lieferbar

Anton Friedrich Büsching (1724 bis 1793) schuf etwas unerhört Neues, die politische Geographie, den Vorläufer des Welt-Almanachs heute, phantastisch anschaulich erzählt. Dies ist das bedeutendste Werk über Berlin und Brandenburg aus der späteren Zeit Friedrichs des Großen – hier erstmals seit 230 Jahren wieder aufgelegt, nicht als Reprint, sondern in lesbarer Form. Ziel von Büschings Expedition war die Landschule des Reformers Friedrich Eberhard von Rochow in Reckahn.
Der Herausgeber Dr. Gerd-H. Zuchold, Experte für Berliner und Brandenburger Geschichte, stellt sich in die Tradition grandioser Akkuratesse und geht für den heutigen Leser allen erforschbaren Details nach, erklärt Umstände und Personen. Ein unersetzbares, vollständiges Quellenwerk für den Historiker und den Laien. Noch heute kann man exakt den Spuren von Büschings Reiseweg folgen.
Wir haben ein besonderes Buch aufwendig nachgedruckt, mit Karten und Abbildungen versehen und legen es Ihnen besonders ans Herz. Das mit Abstand interessanteste Werk aus der späten Zeit Friedrich des Großen, erstmals seit 230 Jahren aufgelegt und herausragend kommentiert.
Büschings erster Satz, sein Aufmacher, lautet: “Reisen sind nicht meine Sache; sie kosten viel Zeit, und diese habe ich nicht übrig.” In seiner Einleitung führt Büsching dann so fort:
“Also kommt von den Reisen für mich weiter nichts heraus, als daß ich meine ordentlichen Arbeiten unterbreche, und mich in neue einlaße, durch beydes aber meine Mühe vermehre. Ich würde also auch die kleine Reise, welche ich heute antrete, nicht unternehmen, wenn nicht Rekahn, dahin sie gerichtet ist, wegen des Herrn Domherrn von Rochow und deßelben Frau Gemalin, einer gebornen von Bosen, ein Ort wäre, der mehr als hundert andere besucht zu werden verdient, ja wenn nicht das von diesem seltenen Patrioten eingerichtete Schulwesen, wegen seiner Vortreflichkeit, würdig wäre, besichtiget, gepriesen und nachgeahmet zu werden. [2] Dieses Tagebuch meiner Reise, wird zeigen, daß sie mehr zum Nutzen des Publikums, als zu meiner Erholung ausgefallen sey.”
Büsching stöhnt über die viele Arbeit, bezeichnet sie aber als sein höchstes Vergnügen. Dieser kurze Textausschnitt zeigt auch, daß wir die Rechtschreibung weitestgehend belassen, die Zeichensetzung aber unserer heutigen angepaßt haben. Sonst stolpert man beim Lesen zu oft. Der Ausschnitt belegt Büschings Hochachtung vor der Pädagogik Rochows, dem “Erfinder der Grundschule”. Und er verdeutlicht, daß Büsching die Gemahlin Rochows als gleichwertige Partnerin sieht – zur Zeit Friedrich des Großen! Büsching legt in einem Zeitungsbeitrag über sein Buch eine genaue Zielgruppenanalyse vor: “Doch ist es eine Nebenabsicht gewesen, den vielen Reisenden, welche jährlich Berlin und Potsdam als zwei vorzüglich merkwürdige Städte in Deutschland besuchen, eine Anleitung zu den richtigen und wichtigen Begriffen von diesen Städten zu geben.” (Anton Friedrich Büsching, Wöchentliche Nachrichten 8, 1780, 33. Stück, 14. Ausgabe, S. 261)
Anton Friedrich Büsching (1724 – 1793) studierte in Halle Theologie, Philosophie, Mathematik und Physik. 1748 wurde er Hauslehrer beim dänischen Botschafter am Hofe des Fürsten Reuß in Köstritz (Thüringen). Mit diesem ging er 1749 nach Rußland, als sein Dienstherr Gesandter des Königreiches Dänemark in St. Petersburg wurde. 1754 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde außerordentlicher Professor an der philosophischen Fakultät der Universität Göttingen.
Er war ein “wilder” junger Wissenschaftler, legte sich bald mit fast allen Autoritäten in Göttingen an und wurde 1761 als zweiter Prediger an die evangelische Gemeinde in St. Petersburg berufen, zugleich wurde er Rektor der dortigen deutschen Schule. Während seiner Amtszeit vervielfachte sich die Zahl der Schüler, doch als es zum Bruch mit dem Präses der Gemeinde kam, resignierte Büsching und ging nach Deutschland zurück, wo er 1766 zum Rektor des “Berlinischen Gymnasiums zum grauen Kloster” berufen wurde. Hier entfaltete er seine größte Wirksamkeit: er verfaßte fachspezifische Lehrbücher, führte das Fachlehrerprinzip ein und fand Lösungen für eine effektive Pädagogik, die auch heute von ihrer Modellhaftigkeit nichts eingebüßt haben. An zwei Beispielen möge deutlich werden, wie Büsching arbeitete. Wie man überhaupt reisen konnte, erklärt dieser kurze Auszug:
“Nun zur Sache. Man kann von Berlin nach Potsdam entweder mit der ordentlichen Post, oder täglich zweymal mit der Journaliere, oder mit Extra-Post, oder mit Fuhrleuten reisen. Vier Extra-Post-Pferde, kosten ordentlicher Weise 5 Thaler 8 Gr. und die Königl. Meile (welchen Titul die Franzosen erfunden haben,) 1 Thaler 11 Gr. also überhaupt 6 Thaler 19 Gr. ohne Wagemeister- und Postillions-Geld. Diese beyden letzten Artikel, müßen doppelt bezahlet werden, weil zu Zehlendorf, auf dem halben Wege, ein Postwechsel ist. Ich habe mich zu Fuhrmannspferden entschloßen, und dafür 7 Thaler gegeben: da man aber doch nicht umhin kann, dem Fuhrmann etwas Trinkgeld zu geben, so komt es fast auf eines hinaus, ob man Post- oder Fuhrmanns-Pferde erwählet.”
Das andere Beispiel, hier extrem stark gekürzt, zeigt, wie Büsching von einem Haus am Molkenmarkt zum Tabakanbau in Preußen, zur Verzinsung des eingesetzten Kapitals und darüber hinaus zum europäischen Tabakhandel kommt, immer mit präzisen Angaben.
“… An dem Molkenmarkt, zeigt sich das ansehnliche Eckhaus, welches der ehemalige Staatsminister [4] Graf Otto von Schwerin hat ausbauen laßen, und den Erben desselben, Herr Pally abgekauft, 1766 aber es wieder an die Königl. General-Tabacks- Administration verkauft hat, die … Man kann solche Gebäude nicht ansehen, ohne dabey an das ungeheuer große Gewerbe zu gedenken, welches der Taback anjetzt in Europa verursacht. Blos die Summen welche die Landesfürsten von diesem Kraut ziehen, sind erstaunlich groß, und wie viel Menschen leben von dem Bau, von der Zubereitung, und von dem Verkauf desselben! Ich will zur Probe etwas hieher setzen.
… Der König von Portugal verpachtete den Tabackshandel 1753 ungefähr für 2,500,000 deutsche Thaler … Also bringt der Taback diesen 6 Monarchen jährlich ein 13.122.933 Th. Das ist weit mehr, als die Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden ordentlicher Weise eintragen.
… Es ist zu wünschen, daß der inländische Tabacks-Bau so lange als der Gebrauch des Tabacks fortdauern, und bestens befördert werden möge, weil er so sehr vortheilhaft ist. Denn wegen desselben wird ein größerer Theil des Brachlandes genutzt, und von Quecken, Disteln und andern dem Getreide hinderlichen Pflanzen gereinigt; wüstes Land wird durch den Tabacks-Bau am sichersten und besten urbar oder arthaft gemacht; der Taback giebt den herrschaftlichen Dreschern im Sommer als Anbauern Nahrung, und von Spinnen desselben nähren sich auch viele.”
Paul Vassili, Anja Knott (Herausgeberin)
Hof und Gesellschaft in Berlin 1884
Berlin Story Verlag, Dezember 2006
Nachdruck des Originals von 1884
160 Seiten, zahlreiche Abbildungen
14,95 Euro
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Graf Paul Vassili gibt es nicht. Das Pseudonym verhindert die Strafverfolgung des bis heute anonymen Autors. Der geheimnisvolle Unbekannte nimmt nicht nur die oberen Zehntausend sondern auch Sozialisten und Journalisten aufs Korn. Das Skandalbuch aus Frankreich überzieht die Berliner Gesellschaft mit ätzendem Spott. »Die Artikel können nur von genau orientierten Personen geschrieben sein«, urteilt Bismarcks Staatsminister Lucius von Ballhausen. In den Kapiteln über den jüdischen Bankier Bleichröder und den Antisemiten Adolf Stöcker dominiert ein ausgeprägter Judenhaß – vor dem Ersten Weltkrieg in Frankreich wie in Deutschland verbreitet. Das lassen wir bewußt nicht aus, weil die Aussagen von Vassili ein Schlaglicht auf den europäischen Antisemitismus werfen und daher für den historisch Interessierten ein zeitgeschichtliches Dokument darstellen.
Anja Knott, die Herausgeberin, gibt es. Die Historikerin lebt in Kreuzberg und hat den Prachtband »Die Tafelfreuden der preußischen Könige« in der Edition Rolf Heyne geschrieben.Das Berlin Buch, Berliner Stadtmagazin Zitty, 230 Seiten, 9,50 Euro
Wenn die Berlinbesucher sich mit Reisebüchern versorgt haben, alles besser wissen, aber keine Ahnung haben, wo sie ausgehen, einkaufen (wir: S. 200), essen und ins Kino gehen könnten, dann drückt man ihnen dieses Berlinbuch in die Hand. Ebenso unerläßlich für Neuberliner und Neugierige, die sich mal von ihren eigenen Trampelpfaden entfernen wollen. Super Serviceteil, mit Stadtplan und einer DVD, 24 Berlingeschichten (wir: UdL, nachts) erzählt von 24 Autoren. So ist Berlin heute wirklich.
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Das Bode-Museum, Schatzkammer der Könige, Carola Wedel, Jaron, 128 Seiten, 19,90 Euro
Es ist unmöglich sich vorzustellen, wie das Bode-Museum vor der Renovierung aussah. Dieser Prachtbau! Diese großzügige Ausstellung mit Gemäldegalerie, dem Münzkabinett, byzantinischer Kunst und den Skulpturen im Mittelpunkt, die Schatzkammer der Könige. Carola Wedel schildert (deutsch und englisch) die Wiederherstellung des Gesamtkunstwerks. Ein Glück, daß sich eine so gute Journalistin der Museumsinsel widmet.
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Das DDR-Sammelsurium, Franziska Kleiner, Eulenspiegel, 191 Seiten, 16,90 Euro
Das kurioseste Buch über die DDR. Die Autorin, beim Bau der Mauer noch ein Kind, später zehn Jahre im Ausland („erzähl Mal …“), hat drauflosgesammelt. Autokennzeichen, die Zeitungen der DDR, das Jugendweihe-Gelöbnis, eine Bauanleitung für Hanteln, die Gebote der Jungpioniere „Wir lieben die Deutsche Demokratische Republik, unsere Eltern, den Frieden, halten Freundschaft mit den Kindern der Sowjetunion …“ Fernsehlieblinge, Orte auf der Weltzeituhr. Klassisch gebunden, ausführliches Register, ein Renner.
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Das Denkmal auf dem Kreuzberg von Karl Friedrich Schinkel, Michael Nungesser, Arenhövel, 200 Seiten, 20,50 Euro
Napoleondarsteller Mark Schneider sah sich Ende Oktober das Denkmal für die antinapoleonischen Befreiungskriege auf dem Kreuzberg von Karl Friedrich Schinkel an und fragte, warum es voller Graffiti sei. Das Buch aus dem Jahr 1987 zeigt, daß es schon damals voller Flower-Power-Inschriften war. Ganz ausführlich, liebevoll gestaltet und im Großformat zeigt dieser Band Idee, Planung, Realisierung und Vereinnahmung.
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Das Auge des Dritten Reiches, Hitlers Kameramann und Fotograf Walter Frentz, H. v. Gaertringen, H. Georg, Dt. Kunstverlag, 256 Seiten, 39,90 Euro
Als vor 40 Jahren die NPD mit 7,9 Prozent der Stimmen in den hessischen Landtag einzog, wäre dieses Buch nicht nüchtern distanziert möglich gewesen. Riefenstahl, Berghof, Wolfschanze, Führerhauptquartier, Zwangsarbeit. Krim, Moskau, Mont St. Michel. Porträts von Kriegsgefangenen. Außerdienstliches Fotografieren war an der Ostfront verboten angesichts massiver voyeuristischer Teilnahme von Wehrmachtspersonal bei Judenerschießungen.
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Die Fotografiensammlung des Malers Eduard Gaertner, Berlin um 1850, Stiftung Stadtmuseum Berlin (Hrsg.), Nicolai, 34,90 Euro
Noch ein toller Fotoband aus dem Stadtmuseum (vgl. S. 2 unten, F.A. Schwartz), die Fotos sind aber meist noch älter, nämlich aus der Zeit um 1850, das Reiterstandbild Friedrichs II. aus dem Jahr 1851 mit vier Säulen als Festschmuck, direkt nach der Errichtung. Die Fotos dienten nicht als Vorlage für Gaertners Gemälde (Blick auf das Kronprinzenpalais, 1849), sondern entstanden oft danach (1866/56, identische Perspektive).
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Werner Schmidt, Letzte Rettung Berlin – Aussteiger und Ankommer, Berlin Story Verlag, Oktober 2006, 240 Seiten 19,80 Euro
Webseite zum Buch: www.Letzte-Rettung-Berlin.de
• Wer ist eigentlich der Motz-Verkäufer Friedrichstraße, Ecke Unter den Linden?
• Welches russische Wunderkind geigt hinter dem Zeughaus?
• Welcher Amerikaner stempelt heute echte Pässe am Checkpoint Charlie?
• Was macht der Borderliner am U-Bahnhof Kudamm?
• Welcher Arzt aus Yucatán saß täglich am Oranienplatz?
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Gerhild H. M. Komander, Der Wedding – Auf dem Weg von Rot nach Bunt, Berlin Story Verlag, Oktober 2006, 264 Seiten, 19,80 Euro
Webseite zum Buch: www.Wedding-Buch.de
• Gab es wirklich einen Gesundbrunnen?
• Wo blieb eigentlich das Stadion von Hertha BSC?
• Schering, AEG und Essig-Kühne
• Zille, Käthe Kollwitz und Otto Nagel
• Silikon Wedding und »Gutes Wedding, schlechtes Wedding«
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Die Deutschen 1945 – 1972, 3 DVDs, Begleitbuch, im Schuber, Rolf Hosfeld, Hermann Pölking, Piper, 98 Euro
Sven Felix Kellerhoff schreibt in der WELT: „So privat war Deutschland nie zu sehen.“ Das Mammutprojekt „Die Deutschen“ zeigt unsere Nachkriegsjahre, wie wir sie noch nie sahen: Zwölf DVDs und vier Begleitbücher (wenn alle erschienen sind) liefern überraschende Facetten zum Geschichts-„Bild“ der Zuschauer. Das Interesse Pölkings gehört dem Alltag der Menschen. Dazu sammelt er seit langem Privataufnahmen und unbekannte Lehr-, manchmal auch Propagandafilme, übernimmt Bildarchive von Firmen, Vereinen und anderen Einrichtungen wie Heimatmuseen.

Der Titel „Die Deutschen“ ist richtig gewählt, denn eine „Deutsche Geschichte“ ist das Kaleidoskop von 220 einzelnen Szenen aus drei Jahrzehnten Nachkriegszeit gerade nicht – und will das auch gar nicht sein. Vielmehr sieht man nacheinander Aufnahmen einer Konfirmation in Grimma 1953, danach einen Auftritt Walter Ulbrichts bei einer „Jugendweihe“ in Gera 1956 und einen Privatfilm über ein Sommerlager katholischer Pfadfinder bei Paderborn. Diese drei sehr unterschiedlichen Ereignisse bindet der Kommentar, gesprochen von Gudrun Landgrebe, Peter Kaempfe und Hanns Zischler, zu einer knappen, aber treffenden Information über die Religionspolitik in bundesdeutschen Staaten zusammen. „Sehenswerte DVD-Zeitreise”.
Bestellen leicht gemacht – Direktlink zu den DVDs und Begleitbuch in unserem WebshopEmmi Bonhoeffer, Bewegende Zeugnisse eines mutigen Lebens, Sigrid Grabner, Hendrik Röder, rororo, 159 Seiten, 7,90 Euro
„Zwei Tage vor seinem Tod habe ich meinen Mann zum letzten Mal gesehen. Einen Tag vor seinem Tod ist seine Schwester Ursula Schleicher noch mal zum Gefängnis gefahren. Ich fuhr nicht mit, weil Lutz Heuss bei mir gewesen war und angekündigt hatte: Morgen hole ich Deinen Mann.“ Richard von Weizsäcker sagt über sie: Preußen hat uns auch Frauengestalten gegeben, in denen das Wesentliche fortwirkt.
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Friedrich der Große, Aus meinem Leben, Uwe Friedrichsen, Elke Diekenbrock, Harald Nikelsky (Sprecher), Archiv Verlag, 5 Hörbücher und 1 Musik- CD, nur noch 49,80 Euro
In fünf ausführlichen, konzentrierten, hervorragend gespielten Hörbüchern wird Friedrich überaus lebendig, mit seinen kleinen Nervigkeiten, großen Gedanken, Zweifeln. Um 1840 herausgegeben von Karl Heinrich Siegfried Rödenbeck, sind die Aufzeichnungen kein Tagebuch, vielmehr ein Geschichtskalender, der Tag für Tag das Leben des Königs rekonstruiert. Für die Enkel, für im Auto.
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Friedrich der Große und seine Schwestern, Karin Feuerstein-Praßer, Verlag Friedrich Pustet, 263 Seiten, 22,00 Euro
„Gestern wieder eine zur Welt gekommen“, sagt der Vater, Fehlproduktion sozusagen. Als da wären Wilhelmine, Markgräfin von Bayreuth (mit dem englischen Traum); Friederike, Markgräfin von Ansbach (in geistiger Umnachtung); Charlotte, Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel (mit Tochter Anna Amalia); Sophie, Markgräfin von Schwedt (getrennt an Tisch und Bett); Ulrike, Königin von Schweden (und der mißglückte Putschversuch); Amalie, Äbtissin von Quedlinburg (das exzentrische Wesen).
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Friedrich III., Der 99-Tage Kaiser, Hans-Joachim Neumann, Be.bra Verlag, 288 Seiten, 19,90 Euro
„Bald bin ich fertig. Hat doch wieder länger gedauert.“ Das kennen wir schon von Dr. Neumann, wenn er in die Berlin Story kommt. Er hat immer viel zu recherchieren, weil er sich historische Themen sucht, bei denen er nicht abschreiben kann. Also: So ziemlich alles neu über Friedrich III. Wie war es möglich, daß die englische Königstochter, seine Frau, trotz diagnostischer Irrtümer am fragwürdigen Therapiekonzept des englischen Arztes Mackenzie festhielt und der Kaiser nicht am Kehlkopf operiert wurde, sondern starb? Extrem spannende internationale Verwicklungen.
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Fünf Finger hat die Hand, Klaus Kordon, Beltz & Gelberg, 527 Seiten, 18,00 Euro
Die Hand steht für die Familie mit einer Tochter und zwei Söhnen. Klaus Kordon ist der herausragende deutsche Jugendbuchautor aus Berlin. Hier steht der deutsch-französische Krieg 1870/1871 im Hintergrund, die Anfänge der Demokratiebewegung. Tochter Rieke verkörpert den Wunsch zu wirken, nicht nur im Haus zu bleiben. Sohn August läßt sich von nationalen Gefühlen erfassen. Ihre Eltern sind schon bekannt aus „1848“, dem ersten Teil der Geschichtstrilogie. Auch für erwachsene Romanleser.
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Gebrauchsanweisung für Berlin, Jakob Hein, Piper, 154 Seiten, 12,90 Euro
In dieser Reihe ein Buch schreiben ist eine Herausforderung, weil die bisherigen Autoren literarisch ganz oben angesiedelt sind und von ungebrochener Liebe zu ihrem Land, ihrer Stadt zeugen. So ist es auch hier. Jakob Hein ist der richtige, reflektierte und doch ganz lockere Autor, um den Nationalcharakter des Berliners und der Berlinerin zu beschreiben, wie er Kopftücher beurteilt, Hunde wahrnimmt (wie Rinder in Indien) und sich die kulinarische Frage stellt, ob man Maultaschen nicht mit Currywürsten füllen könnte.
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Das Dritte Reich in Farbe, 1937 bis 1945, DVD, 104 Minuten, deutsch, PAL, 25,80 Euro
In dieser DVD bringt Spiegel TV ganz private Bilder in Farbe, aber auch viel offizielles Filmmaterial, Hitlers Blitzbesuch in Paris 1940, die Treffen mit Mussolini in Berlin (1937) und Rom, das letzte Aufgebot der Wehrmacht in der Schlacht um Berlin an der Oder. Vom amerikanischen Geheimdienst OSS stammen die bewegenden Aufnahmen am Ende des Krieges, die KZs ebenso zeigen wie zerstörte Städte.
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Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Briefe eines Verstorbenen, Propyläen, 1004 Seiten, 29,90 Euro
Über tausend Seiten! Man kann ja mit all den schönen Büchern nicht warten bis nach der Rente. Pückler war begnadeter Schriftsteller (und Gartengestalter und exzentrischer Lebemann), Goethe lobt seine Briefe der Reise nach England 1826 bis 1829 über den grünen Klee. Pückler schrieb seiner Frau Lucie, hatte aber die Veröffentlichung im Kopf, weil er immer knapp bei Kasse war. Heinz Ohff, begnadeter Biograph, kommentierte das Werk liebevoll. Wenn Sie was für sich tun wollen: Wellness für die Seele. Bestellen leicht gemacht – Direktlink zum Buch in unserem Webshop

Krieg und Frieden, Sergej Bondartschuk (Regie), Icestorm, 4 DVDs, 408 Min. Spielfilm und 83 Minuten Bonusmaterial, 59,99 Euro
Der teuerste Film aller Zeiten, nach heutiger Währung 560 Millionen Doller, läßt Hollywood verblassen. Einer der größten Filme aller Zeiten, 1962-1967 aus Anlaß der Siebzigjahrfeier der Oktoberrevolution gedreht, 1968 mit dem Auslands-Oskar ausgezeichnet. Der sowjetische Staatsregisseur Bondartschuk erzählt die Vorlage Tolstois in vier Geschichten: von der russischen Gesellschaft um 1800 und dem Weg nach Austerlitz, das brennende Moskau, der Untergang der Grande Armée, aber auch die Wandlung eines nichtsnutzigen Adligen zum Diener des russischen Volks. Borodino, wo sich die russische Armee Napoleon entgegenstellt, ist Höhepunkt von “Wojna i Mir”.
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Louis Ferdinand, Das Leben eines preußischen Prinzen, Burkhard Nadolny, Piper, 329 Seiten, 10,00 Euro
Warum dieser Prinz von Preußen noch immer eine so starke Ausstrahlung hat, daß wir fast so viele Bücher über ihn verkaufen wie über Königin Luise, verstand ich erst durch dieses Buch. Er war der erste Star der neueren Geschichte, der nicht so sehr durch seine Taten, sondern durch seine Erscheinung, seine Ausstrahlung im Gedächtnis blieb. Napoleon: „Gestorben, wie jeder gute Soldat wünschen sollte zu sterben. Die ersten Streiche des Krieges haben seinen Urheber getötet.“
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Maulbeeren – Zwischen Glaube und Hoffnung, Marina Heilmeyer; Michael Seiler, Vacant, 103 Seiten, 15,00 Euro
Würden wir einen Preis für die schönsten Bücher verleihen, würde diese Reihe ihn erhalten (Kirschen, Melonen, Äpfel, Birnen). Wir Freunde Preußens erinnern uns natürlich daran, daß der Maulbeerbaum das Land autark machen sollte vom Seidenimport. Aber wie Pyramus und Thisbe sich unter einem schwarzen Maulbeerbaum liebten, wissen wir das? Mein Morus Nigra im Hof ist von 1851.
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Kreuzberg Museum (Herausgeber), Jürgen Henschel. Der Fotograf der Wahrheit, Berlin Story Verlag, November 2006, 192 Seiten, s/w-Fotografien,19,80 Euro
• Wer erschoß Benno Ohnesorg?
• Wie ging es bei der Räumung Fraenkelufer 30 zu?
• Wer eröffnete die Nordirland-Ausstellung bei Elefanten Press?
• Was war eigentlich der »Weiße Kreis«, gegen den die APO im
März 1969 demonstrierte?
Jürgen Henschel war von 1967 bis 1988 als Pressefotograf der Zeitung »Die Wahrheit«, dem Organ der West-Berliner Partei SEW, tätig. Seit den 60er Jahren dokumentiert er die Entwicklung Berlins – mit einem besonderen Fokus auf den Bezirk Kreuzberg. Henschel ist ein politischen Fotograf, jemand der mit seinen Aufnahmen Stellung nimmt. Er dokumentierte den Zerfall des Quartiers um das Kottbusser Tor in den 70er Jahren, aber auch den wachsenden Widerstand der Bewohner gegen die Kahlschlagsanierung und den Häuserkampf der 80er Jahre. Er begleitet Demonstrationen, Straßenfeste, auch Ausstellungseröffnungen, Diskussionsveranstaltungen und zeigt die Menschen, die etwas »bewegen«. Aber auch seine Fotos bringen etwas in Bewegung – Aufsehen erregte vor allem seine Aufnahme vom toten Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967, die um die Welt ging. Das Kreuzberg Museum widmet dem 1923 geborenen Jürgen Henschel eine Ausstellung, Eröffnung war am 3. November 2006.
Bestellen leicht gemacht – Direktlink zum Buch in unserem WebshopMonopoly 2006, Parker, 2-6 Spieler, 32,99 Euro
Monopoly verkaufen wir am 24. Dezember, wenn den Besuchern einfällt, daß sie bei all dem Gefeiere noch was für die Abende brauchen, an denen die Glotze nicht auszuhalten ist. Hier sind jetzt die Schloßstraße und Adlon am teuersten, aber die Glienicker Brücke, der Potsdamer Platz, das Jüdische Museum und der Hamburger Bahnhof sind ebenso vertreten wie Konnopke’s Imbiß.
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Tod durch fremde Hand, Das erste Maueropfer in Berlin und die Geschichte einer Familie, Jürgen Litfin, Verlag der Nation, 168 Seiten, 9,95 Euro
Günter Litfin war der erste Mauertote, er wollte mit seinem Bruder Jürgen abhauen (24 und 21 Jahre alt). Elf Tage nach dem Bau war er das erste Opfer des Schießbefehls, er starb im Humboldthafen. Um das Andenken seines ermordeten Bruders zu ehren, schrieb Litfin dieses ergreifende, anschauliche, erschütternde Buch über seine Familie. Die Ängste der Mutter, die Aktivitäten in der Ost-CDU, der Sommer 1961, der Tag des Mauerbaus. Im Sommer ist Günter Litfin fast täglich im Grenzturm Kieler Straße 2 in Mitte zu finden, in der von ihm eingerichteten Günter- Litfin-Gedenkstätte.
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Von Karl May zu Helmut Newton, Carl-Peter Steinmann, Transit, 143 Seiten, 14,80 Euro
Die irrwitzigsten (15) Geschichten. Dazu gehören zwei Faktoren, eine Stadt so schräg wie Berlin und ein Erzähler mit dem Gespür für Geschichten und Dramatik. Der Deutsche Freiheitssender 904 mitten im Kalten Krieg, erinnern Sie sich? Die Weibergeschichten des Erzherzogs von Österreich in Kreuzberg. Karl May 70jährig in Moabit vor Gericht. Wie argentinische Rinder das Schloßhotel in Grunewald finanzierten. Gratulation dem Autor!
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Wiedersehen in Berlin, Waldtraut Lewin, Ravensburger, 286 Seiten, 13,95 Euro
Ein spannender Jugendroman, der in Berlin im Jahr 1947 spielt, mit Rückblenden zur Nazizeit und zur Flucht der Protagonistin nach Marokko. Ihre Mutter war 1940 von den Nazis abgeholt worden, verraten von ihrem eigenen Mann, Ritas Vater. Damals war sie 16, bei ihrer Heimkehr mit einer todkranken Tochter 23 Jahre alt. Das Berlin der Nachkriegszeit steht im Mittelpunkt der Handlung, aber auch die Sehnsucht nach Geborgenheit sowie die Solidarität mit den vom Leben gebeutelten Menschen. Mädchen werden sich eher von den starken, manchmal attraktiven Frauen angesprochen fühlen, weil Männer kaum (positiv) vorkommen.
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Philantroph und Kunstmäzen, James Simon, Prestel, 152 Seiten, 49,95 Euro
James Simon hat am meisten für Berliner Museen getan. Gut tausend Objekte gehen auf seinen persönlichen Einsatz zurück, am bekanntesten die Nofretete. Kaiser Wilhelm II. durfte sie 1913 als einer der Ersten sehen. Dreieinhalbtausend Jahre war sie im ägyptischen Sand verborgen. Der Prachtband würdigt Simon, der über sein Engagement in der Kunst hinaus ein Drittel seines Einkommens für humanitäre Ziele einsetzte. Mit diesem Buch würdigt man einen Beschenkten über die Maßen. Das Leben dieses Mannes ist Vorbild, Ansporn, der edle Teil des Daseins. Würdigen möchte Bezirksverordneter Volker Hobrack den größten Berliner Mäzen durch einen James-Simon-Platz südlich des Monbijouparks. Vergebliche Mühe. Nur Frauennamen darf es laut Beschluß des Bezirks Mitte geben.
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Wir sind die Liebermanns, Die Geschichte einer Familie, Regina Scheer, Propyläen, 416 Seiten, 22,90 Euro
Wie kommt der Maler zu einem Haus am Brandenburger Tor? Seine Vorfahren, die durch das Hardenbergsche Emanzipationsedikt von 1812 als Juden vom Lande nach Berlin kommen durften, stiegen ins Baumwollgeschäft ein, vertrieben mit den „prussian shawls“ die Engländer vom Markt, wurden später durch gute Kontakte zum Kaiser preußische Heereslieferanten. Max Liebermann als Künstler war lange Außenseiter in der Familie, wurde aber gefördert von Adolph Menzel. Walther Rathenau, Außenminister, ermordet 1922, war Menzels Großneffe. Eine dichte, fundierte, leidenschaftlich erzählte Familiengeschichte der Berlinerin Regina Scheer.
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Frank Bauer, Napoleon in Berlin, Preußens Hauptstadt unter französischer Besatzung 1806-1808, Berlin Story Verlag, Oktober 2006, 192 Seiten, 19,80 Euro
Homepage zum Buch: www.Napoleon-in-Berlin.de
• Warum trug Napoleon seinen Haß gegen Königin Luise offen vor sich her?
• Wie schlitterte Preußen in den Krieg – und verlor?
• Wie verhielt sich der französische Stadtkommandant?
• Welche Auswirkung hatte die Franzosenzeit auf Preußen?
• Wie kam das Königspaar 1809 zurück nach Berlin?
Dr. Frank Bauer hat sein privates Archiv zur Franzosenzeit durchgesehen, sortiert, ausgewählt und das Ergebnis wieder gekürzt, weil es so viel war. Er verlegt in jedem Quartal zwei kleine Bücher zu den Befreiungskriegen [www.edition-koenig-und-vaterland.de], ist Lektor, Autor, Büchermacher seit langer Zeit, von Lützow bis Cecilienhof. Mit der Geschichtsszene rund um die antinapoleonischen Befreiungskriege pflegt er ein enges Verhältnis.
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Italien in Berlin, Gianluca Falanga, be.bra, 272 Seiten, 19,90 Euro
Ein Ausrutscher. Falanga, der Autor, hat in der Berlin Story die Ausbildung zum Buchhändler gemacht, über die Humboldt Universität geschrieben und bald kommt bei uns sein „Berlin 1937“. Dieser gründlich recherchierte und immer wieder überraschende Band über Italien in Berlin für be.bra („Ausrutscher“, augenzwinkernd) fängt mit dem italienischen Baumeister der Zitadelle Spandau an, genauer gesagt mit einem Zitat aus einem Brief des italienischen Grafen Algarotti an Friedrich den Großen (Briefwechsel bald bei uns), geht über den Besuch des Duce 1937 (siehe oben) bis zu Renzo Pianos Debis-Haus am Potsdamer Platz und United Colors of Benneton. Und Ferrari hat uns aus unserem Laden UdL 10 verdrängt!
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Majestät brauchen Sonne, Peter Schamoni, DVD, 101 Minuten, 19,95 Euro
Kaiser Wilhelm II. war der erste deutsche Medienstar. Nur wenn die Sonne schien, tauchte er auf – wegen der Kameratechnik, sonst konnte nicht gefilmt werden. Daher stammt der Begriff „Kaiserwetter“. Bei der Uraufführung des Films waren die Hohenzollern dabei. Das ging gut, denn der Kaiser wird trotz seiner pompösen Auftritte (100 Städte pro Jahr im Hofzug) nicht lächerlich gemacht. Aber man muß oft lachen, so komisch wirken heute die Sportübungen auf Deck der „Hohenzollern“.
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Heimweh nach Berlin, 4 CDs, 80 Lieder mit Berliner Schnauze, 19,80 Euro
Die bekannten Sängerinnen und Sänger nicht nur aus den 20er Jahren sind hier alle zusammen. Luigi Bernauer „Hallo, hier ist Berlin“; Claire Waldoff „Es gibt nur ein Berlin”; Otto Reutter „Dann merkst Du gleich, der Mann ist aus Berlin”. Das sind die ersten drei Titel, und so geht es weiter: Sportpalast-Walzer, Willi Kollo, Fredy Sieg, Marlene Dietrich „Ich hab noch einen Koffer in Berlin”. „Der Insulaner verliert die Ruhe nich”; Günter Pfitzmann „An die Berlinerin”. Saubere Qualität.
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Gärtnern um des Menschen Willen, Erwin Barth in Berlin, DVD von Susanne Isabel Kröger, im Vertrieb der Berlin Story, 24 Minuten, 14,99 Euro
Ein großartiger Film über den Gartenkünstler, der die Parkanlagen unserer Stadt nachhaltig gestaltete. Erwin Barth hat kein Aufhebens um sich gemacht. Es war nicht einfach, etwas über ihn herauszufinden. Er wollte den Menschen Grün geben, benutzbare Gärten, den Kindern Raum für Lebensfreude schaffen. Gelegentlich hatte er tolle Ideen: Ins Engelbecken hätte er gern warmes Wasser eingespeist, um es tropisch zu gestalten. Elefanten tummeln sich auf seinen Skizzen. Der Lietzenseepark stammt von ihm, Volkspark Jungfernheide, Brix-, Mierendorff-, Savigny- sowie der Boxhagener Platz. Klaus von Krosigk, der heutige Chefgärtner, und Klaus Lingenauber vom Gartendenkmalamt erzählen vom intensiven bürgerlichen Engagement Erwin Barths. Nur schön, für Freunde von Gärten und BITTE für Lehrer, um Schützenswertes zu zeigen, um jungen Menschen ihr Umfeld nahezubringen.
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Buddy Bär Serie
viele verschiedene Modelle (ab 12,95 Euro)
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Große Buddy Bären (22 cm)

Berliner Bohne
Der Kaffee für die Berliner Schnauze und alle Freunde Berlins. 100% faire Arabica-Bohnen aus dem lateinamerikanischen Hochland machen den Hauptstadtkaffee zu etwas ganz Besonderem. 100% Arabica aus biologischem Anbau.
4,50 Euro
Fair trade
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Wieland Giebel (Herausgeber), Die Franzosen in Berlin 1806-1808, Berlin Story Verlag, Oktober 2006, 260 Seiten, 19,80 Euro
Homepage zum Buch: www.Franzosen-in-Berlin.de
• Haben die Berliner Napoleon freudig begrüßt?
• Empfand das Volk den Raub der Quadriga als Schmach?
• Was durchwühlte Napoleon in Sanssouci?
• Wie flüchteten die Königskinder nach Memel?
• Zeitzeugenberichte von Berlinern
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Michael Bienert (Herausgeber), Berlin 1806, Das Lexicon von Johann Christian Gädicke, Teilnachdruck des Originals von 1806, Berlin Story Verlag, 280 Seiten, 19,80 Euro
Homepage zum Buch: www.Berlin-1806.de
• Woher kam das Holz zum Kochen und Heizen?
• Wer wohnte im Berliner Schloß?
• Wie wurden die Kranken in der Charité versorgt?
• Berlin vor genau 200 Jahren, ein anschauliches Bild des Alltags
• Wiederentdeckt und herausgegeben von Michael Bienert, mit zeitgenössischen Stadtansichten
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Frierich der Große, Flötenkonzerte und Symphonien, CD, 20,50 Euro
Das ist die CD, die man tagsüber leise wahrnimmt, weil die Musik zum Film „Making of Berlin“ auch ausschließlich von dieser wunderbaren CD stammt. Für uns ist das wie Meditationsmusik, wie leichtes Schweben, die Lebensfreude des Königs pur, der uns begleitet und enthebt. So wollte er es ja auch. Friedrich brauchte diese Musik, um abzuheben aus dem Kleinkarierten, um seine Gedanken zu strategischer Weite zu beflügeln.
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Berliner Schloss-Musiken, Friedrich II, Benda, C. Ph.E. Bach, Graun, Quantz, 5 CDs, 19,90 Euro
Der König und seine Hofkomponisten, aber auch sein Bruder August sind vertreten. Eine ganze CD wurde im musikbegeisterten Rheinsberg aufgenommen, eine andere widmet sich der früheren höfischen Musik in Charlottenburg am Hof von Sophie Charlotte. Militärmusik war bei vielen Gelegenheiten bis hin zu volkstümlichen Festen zu hören. Viel später, um 1840, schuf Mendelssohn die Schauspielmusiken für Potsdam.
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