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Newsletter 19 – August 2006


Langfassung unseres Newsletters
(So verschicken wir unseren Newsletter per Post)
Rundbrief als PDF (Optimiert zum Ausdrucken, Große Datei – etwas Geduld mit der Ladezeit)

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Liebe Freunde der Berlin Story,

soll man mitten im Sommer Reklame für Bücher machen? Wir können nicht anders, weil wir soviel über unsere Projekte mitzuteilen haben. Gleichzeitig stellen wir Ihnen wieder einen Teilunseres neuen Sortiments vor, bestellen Ihnen aber darüber hinaus gern jedes andere Buch. Zwei neue Projekte entstehen im Zusammenhang mit der Berlin Story, eine monatliche Geschichtszeitung und ein jährliches Geschichtsfestival.

Das BERLINER LINDENBLATT erscheint ab September, eine Zeitung, die sich ausschließlich
mit Berliner Geschichte befaßt. Das Konzept ist denkbar einfach und umfassend: Die ganze Stadtsoll es sein, alles über Berlin. Auf 16 Seiten berichten wir von Frohnau bis Köpenick, von Biesdorf bis Spandau. Wir erzählen von den Anfängen in der Brüderstraße und den Arbeitern des 17. Juni, von Königin Luise und Ernst Reuter. Die redaktionelle Leitung übernimmt Dr. Gerhild Komander, die viele Jahre die Zeitschrift des Vereins für die Geschichte Berlins e.V. betreute, bei uns das erste Telefonbuch von 1881 kommentierte und im Herbst das Buch über den Wedding herausgibt. Die erste Nummer erscheint am 10. September zum Tag des offenen Denkmals, weil wir dort einen wichtigen Teil unserer Zielgruppe zu erreichen hoffen. Die nächste folgt im Oktober. www.Das-Berliner-Lindenblatt.de

Mit dem Geschichtsfestival HISTORIALE werden wir wieder etwas ganz Neues schaffen. Sie kennen Literaturfestivals und solche für klassische Musik, die für hohe Qualität sorgen, aber auch unterhaltsam sind und einen Rahmen bieten, Gleichgesinnte kennen zu lernen. Berlin bietet sich geradezu dafür an, zum Rendezvous mit der Geschichte einzuladen. www.Historiale-Berlin.de

Neues aus Buchhandlung und Verlag
Die Hälfte unserer Kunden sind Berliner, aber die andere Hälfte, zu Besuch in der Stadt, möchte gelegentlich Emails checken, die Computerpost. Deswegen haben wir jetzt hinten einen der Filmräume zum Internet-Café mit drei Computern umgebaut. Es gibt sonst Unter den Linden und in der näheren Umgebung dazu keine Möglichkeit.
Falls Sie uns auch über das Internet erreichen, weise ich auf den Webshop hin, in dem inzwischen 1500 Bücher über Berlin und 500 andere Produkte (CDs, Hörbücher, Pläne, Büsten)angeboten werden. Ein Mitarbeiter kümmert sich jetzt intensiv darum. Sämtliche neue Produkte werden von jetzt an dort aufgenommen.

Berliner Verlage stellen wir in der Buchhandlung weiter auf einem großen, zentralen Sondertisch vor. Bis Anfang September be.bra, bis Anfang Oktober Arenhövel (6.9.-5-10.), bis Mitte November (13.11.) Duncker & Humblot. Darauf folgt der Weihnachtstisch.

Bücher, die im Berlin Story Verlag noch kommen, möchten wir hier erwähnen. Der Hintergrund: Diesen Rundbrief lesen viele Experten, denen zu unseren Vorhaben manchmal mehr einfällt als uns. So bekamen wir wichtige Hinweise zu Lehndorff (Tagebücher 1750-1775über den preußischen Hof), die vielleicht das Erscheinen des Buchs (vorgesehen im Dezember) verzögern, es aber besser machen. Von Lehndorff wurden nämlich jetzt noch weitere Originalbriefe gefunden. Es erscheinen im September Napoleon in Berlin und die Franzosen in Berlin sowie Anton Friedrich Büsching „Reise nach Reckahn“ 1775 über Berlin und Potsdam(vollständig und kommentiert von Dr. Gerd Zuchold), im Oktober „Letzte Rettung Berlin“ von Werner Schmidt über Menschen auf der Straße; „Der Wedding“ von Dr. Gerhild Komander, im November „Hof und Gesellschaft in Berlin“ Paul Vassili (Nachdruck) eines Buchs aus dem Jahr1884; Jürgen Henschel, Fotograf der Wahrheit, Bildband mit dem Kreuzberg Museum. Im Dezember der Fotoband „Schönhauser Straße“. Im Frühjahr Francesco Algarotti, Briefwechsel mit Friedrich II.; Honoré-Gabriel Mirabeau, Geheimagent am preußischen Hof.

Alles Gute in diesem wundervollen Sommer

(Wieland Giebel)

P.S.: Der Verein Historiale e.V. kann ehrenamtliche Mitarbeiter brauchen, die computerfähig sind. Wir denken an einen pensionierten Bankdirektor, eine unterbeschäftigte ehemalige Museumschefin oder eine Festivalveranstalterin, die sich richtig ausleben möchte. Wir bieten ein schönes Büro Unter den Linden, Telefon, viele nette, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein intellektuell überragendes Umfeld. Unter www.Historiale-Berlin.de halten wir Sie auf dem Laufenden. So können Sie auch am einfachsten mit Norbert König, dem Projektleiter, Kontakt aufnehmen.Vom Taler zum Euro, Die Berliner, ihr Geld und ihre Münze, Helmut Caspar, Berlin Story Verlag, 240 Seiten, 14,95 Euro
Homepage zum Buch: www.Vom-Taler-zum-Euro.de
Welcher Buchstabe markiert eigentlich eine in Berlin geprägte Münze? Helmut Caspar ist Experte für Münzen und Medaillen, er kann wunderbar erzählen. In diesem Buch geht es darum, wie Geld in Berlin hergestellt wird, von früher bis heute; wie Falschgeld hergestellt wird, auch von früher bis heute und welches Palais in Berlin von Falschgeldgebaut wurde. So was kam nur früher vor. Warum Berlin trotz eigener Geldfabrik pleite ist, erklärt das Buch leider nicht. Im Münzkabinett auf der Museumsinsel sind die wertvollsten und schönsten Stücke zu sehen. Wie Geld heute gemacht wird, erfährt man in der Ausstellung der neuen Staatlichen Münze in Reinickendorf, Ollenhauerstraße 97. Dort findet am 26. August 2006 um 18 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Museen die Buchvorstellung statt.

Vom Taler zum Euro – Online bestellen in unserem WebshopKatte, Ordre und Kriegsartikel, Jürgen Kloosterhuis, Duncker & Humblot, 112 Seiten, 14,80 Euro
Mußte ein Deserteur zwangsläufig an den Galgen, so wie es der Vater Friedrichs nach dem Fluchtversuch von Katte sah? Das kann man nur wissen, wenn man Quellen aus der Zeit heranzieht, und da kann der Chef des Geheimen Preußischen Staatsarchivs, der Autor, aus dem Vollen schöpfen. Kloosterhuis ist gleichzeitig ein begnadeter Erzähler, hat Lebenserfahrung und Witz. Vorbildliche Geschichtsschreibung.
Katte, Ordre und Kriegsartikel – Online bestellen in unserem Webshop
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Buchvorstellung durch die Präsidentin des Kammergerichts, Frau Monika Nöhre, am 31. Oktober 2006 um 19 Uhr in der Landsvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstraße 18, 10117 Berlin. Anschließend Diskussion mit Proffessor Kloosterhuis über die Rolle von Friedrich Wilhelm I. bei der Urteilsfindung, mit Wein, Bier und Brezeln. Anmeldungen unter: S.Hofmeister@Duncker-Humblot.de oder 030/79 00 06 32.Die schönsten Seen um Berlin, Utz Tayert, Raufeld Verlag, 240 Seiten, 9,80 Euro
Während der heißen Tage sind wir mit Bestellen gar nicht nachgekommen. Dieses ist das einzige Buch, sorgfältig gemacht, sehr übersichtlich gestaltet, in dem alle Möglichkeiten aufgezeigt werden, sich der metropolen Gluthitze zu entziehen. Sorgfältige Beschreibung: „eine steil abschüssige Wiese endet an der Uferkante, ein brüchiger alter Steg begleitet die ersten Wassermeter“. Mit einladenden Fotos und viel Service, wie Gastronomie, Camping, Baden, Bootsverleih, Anfahrtswege.
Die schönsten Seen um Berlin- online bestellen in unserem Webshop
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Kolonie Alexandrowka, Museum Alexandrowka, 206 Seiten, 19,80 Euro
Vielleicht erwartet man bei einem Buch zur Ausstellung etwas zur Bau geschichte der Alexandrowka. Das kommt auch vor. Aber es handelt sich in weiten Teilen um ein Buch, das die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe erhellt. Dabei ist es herausragend illustriert und geht auf viele Details ein, wie den von Anfang an vorgesehenen Aufseher (wg. Wodka), das Familienleben, die Preise, das Obst. Dr. med. Hermann A. Kremer hat das Museum aus eigenen Mitteln aufgebaut, Dr. Bauer (bei uns demnächst als Autor von „Napoleon in Berlin“) hat den Geschichtsteil beigesteuert. Zum Verschenken prima, aber auch, wenn man sich selbst was Gutes tun will.

Kolonie Alexandrowka, Museum Alexandrowka – Online bestellen in unserem Webshop
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Dehio Berlin, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 748 Seiten, 58,00 Euro
Der Dehio ist ja sowas wie die Bibel der Denkmalschützer. Der Deutsche Kunstverlag in München feiert jetzt 100 Jahre Dehio. Dieser Band zu Berlin umfaßt auch zahlreiche zeitgenössische Bauten, neben Kirchen auch U-Bahn- Stationen, ein Abwasser-Pumpwerk, Wohnbauten und Geschäftshäuser. Gibt es denn eigentlich in Marzahn was zu sehen (Seite 336)? Wo steht außer dem Neptunbrunnen noch etwas von Reinhold Begas (siehe Künstlerverzeichnis)? Wo ist noch mal gleich die Weidendammer Brücke (siehe Objektverzeichnis)? Das Buch könnte hervorragende Quelle für die kniffeligen Fragen von Werner Schmidt sein, der die Kulturrätsel Berlin herausgibt.
Dehio Berlin, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Online bestellen in unserem Webshop

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Kaiser Wilhelm II. im Urteil seiner Zeitgenossen, Samt und Stahl, Martin Kohlrausch, Landtverlag, 464 Seiten, 29,90 Euro
Wenn man den Film „Majestät brauchen Sonne“ gesehen hat, wie der Kaiser bei den Norwegenfahrten mit seinen Kumpels Turnübungen auf dem Deck des Dampfers macht, wie er sich aufgrund der Kameratechnik eigentlich nur bei Sonnenschein der Öffentlichkeit zeigte, bei „Kaiserwetter“, wenn man dann immer etwas schmunzelt über Ihro Majestät, dann braucht man dieses Buch, um die vorgefaßte Meinung wieder geradezurücken. Zeitgenossen sehen ihn ganz anders. Es kommen zu Wort: Bismarck, Friedrich Naumann, Ludwig Thoma, Karl Lamprecht, Theodor Wolff, Walther Rathenau, Winston Churchill und auch Jean-Paul Satre.
Kaiser Wilhelm II. im Urteil seiner Zeitgenossen – Online bestellen in unserem Webshop
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Schinkel, Karl Friedrich, Führer zu seinen Bauten, Band I Berlin und Potsdam, Band II Aachen bis Sankt Petersburg, Deutscher Kunstverlag, beide Bände zusammen 160 + 240 Seiten, 29,90 Euro
Da kommt man aus dem Staunen gar nicht raus, was Schinkel in den wenigen Jahren, in denen er wirklich bauen konnte, auf die Beine stellte. Und welche Freude, so schöne Bücher zu so erfreulichen Preisen machen können. Wie Schinkel baut, wird auch für den Laien angenehm beschrieben, wie er technisch vorging, welche Gestaltungsprinzipien galten, warum wir seine Formen, Farben und Dimensionen als so angenehm und ausgewogen empfinden. Von der Neuen Wache bis zu den vielen Grabdenkmälern in Berlin, vom Denkmal für Königin Luise in Gransee über den Leuchtturm von Kap Arkona und die Kirchen und Schlösser im heutigen Polen bis zum Denkmal für die Offiziere des Regiments Schill (Aufstand gegen Napoleon, 11 Offiziere des Freikorps wurden bei Wesel erschossen und begraben).

Schinkel, Karl Friedrich, Führer zu seinen Bauten – Online bestellen in unserem Webshop
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Nochmal nachgedacht, Erinnerungen aus einem Berliner Leben, Eva Reichel, Berlin Story Verlag, 365 Seiten, 12,80 Euro
In unserem Buch aus dem Jahr 2003 über Berliner Schicksale im Luftkrieg berichtete Eva Reichel, wie sie am 3. Februar 1945, dem Tag des schwersten Luftangriffs gegen Berlin kurz vor Kriegsende, im Alter von 14 Jahren in der Luisenstadt verschüttet und befreit wurde. Mit anderen Autoren von „Als die Tage zu Nächten wurden“ gründete sie einen schreibenden Arbeitskreis, der sich weiter trifft. Jetzt legt sie mit diesem Buch den zweiten Teil ihrer Lebensbeschreibung vor. 18 Jahre war sie in der Seniorenbetreuung tätig.
Nochmal nachgedacht – Online bestellen in unserem Webshop
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Gräfin Lichtenau alias Wilhelmine Encke, Die Mätresse des Königs, Edelgard Abenstein, Nicolai, 191 Seiten, 24,90 Euro
Wenn die Biographie über eine Mätresse mit dem Satz beginnt: „Eigentlich ist sie immer zu früh gekommen“, erwartet uns entweder etwas Frivoles oder Autorin und Lektorat sind jenseits von Gut und Böse. Letzteres ist der Fall. Wilhelmine wird lebendig, die Zeitumstände auch. Gut, daß die Biographie vorliegt, aber leider sind immer wieder Ungenauigkeiten drin, die den Besserwisser nerven. Wenn der spätere Friedrich Wilhelm II nur ein Taschengeld von 60 Talern bekam, wüßte man gern ob in der Woche, im Monat oder im Jahr.
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Prinz Louis Ferdinand und die Frauen, Renate Fabel, dtv, 259 Seiten, 15 Euro
Eigentlich genügt das Cover, um dieses Buch zu verkaufen. Das ist, als wäre heute Robbie Williams auf dem Titel einer Illustrierten. Prinz Louis Ferdinand konnte mit reinem Herzen zwei Liebesbriefe gleichzeitig an zwei Frauen schreiben, nahm größte Anstrengungen für eine schöne Liebesnacht auf sich. Aber sexy war er, weil er intellektuell und politisch glänzte. Die Autorin war Chefin der Zeitschrift „Madame“, erzählt witzig, einfühlsam und zügig.
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Gartenplan Großer Tiergarten, Museumspädagogischer Dienst Berlin, 2,50 Euro.

Auf der einen Seite der gesamte Tiergarten mit 90 Eintragungen von den Bauten des Hansaviertels über die Denkmale und Gedenksteine, den einzelnen Alleen und Teichen bis zur Luiseninseln mit dem Denkmal von Encke 1880. Auf der anderen Seite eine bebilderte Geschichtsstunde zum Tiergarten
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Palast der Republik, Ein Rückblick, Andreas Ulrich, Prestel, 78 Seiten, 12,95 Euro
Mit unserem Motto „Alles über Berlin“ müssen wir ja immer darauf achten, niemanden zu diskriminieren, auch nicht die Palastbefürworter, denen jetzt neben der Wut im Bauch wirklich nur die Nostalgie bleibt. Die wird durch diesen schönen, gelegentlich unfreiwillig komischen, sorgfältigen kleinen Bildband gut bedient. Alles in den schönen ORWO-Farben, die es heute nicht mehr zu geben scheint. Der aufwendige Bau, die großen Feste, das Leckerste aus der Palastküche.
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Berlin, Panoramakarte und Stadtplan mit Register, 6,80 Euro
Wenn Sie Besucher haben, geben Sie Ihnen diese Karte! Sie ist auf der einen Seite ein aktueller Stadtplan mit Register, mit U-Bahn, dem Mauerverlauf, allen Angaben zur Orientierung und gut zu lesen, weil schön groß. Der Clou aber kommt auf der anderen Site, der Vogelschauplan – aktuell gezeichnet von Ruben Atoyan, dem Künstler, der diese Vogelschautechnik einmalig beherrscht und der Monate mit dem Zeichenstift durch Berlin gewandert ist – die „beste Wandkarte des Jahres“, ausgezeichnet von der International Map Trade Association. Auch mit dieser Karte kann man durch das Zentrum (Ost und West) laufen. Aufregend, wenn man sich selbst ameisengleich zwischen den Häuserfluchten wähnt.
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Berlin Hauptbahnhof, Fotografien von Roland Hoppe, Nicolai, 176 Seiten, 34,90 Euro
Nur wenn man diese Fotos sieht, erinnert man sich, wie tief, wie weit und wie kompliziert die Arbeiten waren. Das ist wie bei einer Wohnung nach der Renovierung, es verblaßt schnell, wie es vorher war. Das Buch fängt an mit dem alten Lehrter Bahnhof, geht vergleichend auf andere Bahnhofswelten ein und stellt dadurch die herausragende Leistung dieses Baus heraus. Der Baustellenteil in ästhetischem schwarz/weiß. Ein edles Verschenkbuch

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Berlin Then and Now, Nick Gay, Thunder Bay Press California, 144 Seiten, 19,90 Euro
Früher und heute, sehr übersichtlich und lebendig gezeigt, englisch beschrieben. Vor dem Adlon, heute steht dort ein knallroter Krankenwagen; das Finanzministerium hat sich gegenüber dem Reichsluftfahrtministerium gar nicht verändert, vor der neuen Wache stehen 1931 Soldaten und warten auf Hindenburg, heute steht ein (deutscher) Stadtführer davor, der gerade ein historisches Foto zeigt. Auch Checkpoint Charlie und der Potsdamer Platz sind Orte, an denen sich der Wandel der Zeit gut veranschaulichen läßt. Großformatige Fotos, kein Schnickschnack, solide Texte auf englisch. Der Autor ist Guide in Berlin.
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Der junge Schinkel. 1800 bis 1803, Deutscher Kunstverlag, Katalog zur Ausstellung in Neuhardenberg-Bärwinkel von Frank Augustin und Goerd Peschken, 176 Seiten, 34,90 Euro
Es fängt an mit einem Stall, zwei Tore, wenige Fenster, reetgedeckt. Das war noch nicht so schwer. Später wird es schon spannender, die Meierei im Neuen Garten und auf der Pfaueninsel, schließlich die ersten Entwürfe von Gutshäusern, denen das Klassizistische des späteren Schinkel schon anzusehen ist. Es gibt viele Abbildungen in diesem Band, aber der interessante Textanteil überwiegt, der auf Schinkels Leben und die Art eingeht, wie er lernt und immer besser wird.
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Die Berliner Mauer. 2 x 5 Meter langes Mauer – Leporello des Berliner Zeichners Robinson von der Bernauer Straße bis zur Oberbaumbrücke. 70 Fotos, Texte und Schaubilder, Zeittafel. Edition panorama Berlin, 12,50 Euro

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Bitte bestellen Sie diese Karte mit, wenn Sie die Mauer nur irgendwie interessiert oder wenn Sie meinen, einmal erklären zu müssen, wie es mit der Mauer war. Zwei Jahre nach dem Bau der Mauer machte sich der Zeichner Werner Kruse (Robinson) auf, Meter für Meter Mauer, Gedenkkreuze, Wachthäuschen, Betonwände und Stacheldrahtrollen zu zeichnen, 18 Monate lang, beobachtet aus den Wachtürmen der DDR-Grenzwächter.

Der Irrsinn der Mauer wird durch die 10 (zehn) Meter lange Darstellung quer durch die Stadt deutlich, aber auch durch die vielen kleinen Fotos, Schaubilder, die unendlich vielen Texte (Felix Escher) und Erklärungen. Dazu gibt es eine Übersichtskarte aus dem Jahr 1968, West-Berlin eingemauert, umstellt von Wachtürmen. Die Berliner Morgenpost hat diesem Leporello eine komplette Seite gewidmet und den umfangreichen Aufwand herausgestellt, den Ulrich Giersch von der Edition Panorama damit getrieben hat.

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