Archiv für September 2007
Sonntag, 30. September 2007
Lissabon, Fabula Urbis, die Geschichte der Stadt. Endlich hat es geklappt, vor langer Zeit hatten wir mit den Portugiesen darüber gesprochen, daß sie nicht zu lange warten sollen, den Laden aufzumachen. Herzlichen Glückwunsch, alles Gute, wir kommen bald gucken. In Lissabon läßt sich gut überwintern.
Nach der Buchhandlung in Dresden von Dr. Tonndorf ist das nun die zweite Übernehme unserer Idee. Ich würde ja gern in Rom in mit Gianluca Falanga, Autor bei uns, eine Roma Story aufmachen.
Eigentlich wäre heute der Berlin-Marathon dran, aber wegen heftiger Arbeit am DuMont Reiseführer Berlin mußten die Kollegen heute Mal alleine laufen.
Sonnabend, 29. September 2007
Nach mehreren Monaten Gebrauchs-Dauer-Test in der engen Jeanstasche hält der Schriftzug prima. Ich empfehle das Portemonnaie!
Heute im Tagesspiegel ganz dicke über vier Spalten. 340.000 Berliner leiden, wir tun was – in roter Jacke und mit grauen Haaren, links daneben Michael Rädler vom Bürgerverein Luisenstadt. Ich kam viel zur spät zur Demo, aber der Fotograf des Tagesspiegels auch. Es ging nämlich schon um sieben Uhr morgens los. Das Foto zum aktuellen Artikel ist älter, das muß in diesem Frühjahr gewesen sein.
Freitag, 28. September 2007
Das vorletzte Haus Unter den Linden ist jetzt fast fertig renoviert, hier der erste Innenhof. Heinz Meermann hatte es von der West-LB gekauft und in fast

unvorstellbarem Tempo umgebaut, aufgestockt, mit neuen Wohnungen, Läden und einer Passage versehen (lassen). So (rechts, hier eine Grafik) wird es bald aussehen. Die Bauplane ist auf der einen Seite schon verschwunden, der Innenausbau schreitet zügig voran. Dann wird es an der Ecke Unter den Linden und Friedrichstraße zwei Neueröffnungen geben, bei der MEAG (siehe Tagebuch vom 20. September 2007) und hier in unmittelbarer Nähe.
Donnerstag, 27. September 2007

Da muß das Tagebuch etwas leiden, weil sich der DuMont-Verlag dazwischendrängelt. Dieses Buch soll dringend aktualisiert werden. Seit 1997 erscheint der kleine Reiseführer mit großem Stadtplan. In jedem Jahr sind es zwischen 500 und 600 Änderungen auf den 120 Seiten. Sämtliche Telefonnummern werden überprüft, neue Restaurants und Hotels kommen rein, in Berlin auch regelmäßig neue Museen und Bahnhöfe. Das hat man ja sonst nicht so. Am Sonntagabend muß es fertig sein, ab Montag wird die Lektorin ungeduldig, sollte nichts auf ihrem Schreibtisch liegen.
Mittwoch, 26. September 2007
Das täglich Ausgrabungsfoto. Das könnte doch schon das Titelbild für ein Buch sein, mit dem Manuskript in der Hand von Claudia Melisch.
Dienstag, 25. September 2007
Pressekonferenz beim Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Martin Gutzeit, in der Mitte. Dr. Walter Linse war einer von 924 Deutschen, die in Moskau in der Ära Stalin erschossen wurden. Die Stasi hatten ihn aus West-Berlin entführt, Erich Mielke selbst hatte das angeordnet. Der Berliner Förderverein der Gedenkstätte Hohenschönhausen (Stasi-Knast) schrieb einen nach Linse genannten Preis in Höhe von 5.000 Euro aus.
Linse war aber auch unter den Nationalsozialisten aktiv. Er arisierte 300 Textilbetrieb in Chemnitz. Er war Arisierungs-Beauftragter der IHK-Chemnitz. Viele Industrie- und Handelskammern übernehmen damals diese Aufgabe. Linse war Jurist. Er erledigte seine Arbeit systematisch, gründlich, ruhig. Das belegt jetzt eine Expertise nach Quellenfunden von Dr. Klaus Bästlein, rechts. Alexander Sachse von facts & files arbeitet mit am Standardwerk “Erschossen in Moskau“.
Die Ausgrabungen der Petri-Kirche vom zweiten Stockwerk des Büros des Stasibeauftragten aus gesehen. Wo sich die Ausgrabung eigentlich befindet, kann man hier ganz gut erkennen. Mit blauen und roten Planen abgedeckt ist die Seitenmauer der Lateinschule. Jetzt, wo wir einen so guten Überblick haben, spricht eigentlich nichts dagegen, das Buch zur Petri-Kirche zu machen. Nachmittags haben wir uns dann einfach Mal die Gliederung mit einem Experten zusammen überlegt.
Der Palast der Republik nachmittags – ein fleischloses Gerippe. Abends dann hatten wir eine strategische Besprechung des Aufsichtsrats, und damit dessen Mitglieder nicht vom Fleisch fallen, gab es dazu die Reste des Spanferkels vom Sonntag. Etwa monatlich beraten wir in kleinerem Kreis die nächsten Projekte.
Dienstag, 25. September 2007
Damals und Heute. Der Spittelmarkt im Jahr 1896. Noch nie von gehört. Wo war der denn überhaupt? Das erfährt man bald in unserem neuen Buch Damals und Heute, an dem unter Hochdruck gearbeitet wird. Ein Haus steht noch, heute das Hochzeitshaus in der Getraudenstraße, gleich neben den Ausgrabungen der Petri-Kirche.
Montag, 24. September 2007
Schleifchen für unsere Nachbarn Eon. Eon hat die Niederlassung im Haus des ZDF. Für einen Empfang hübschten wir einen Stapel Bücher.
Auch Erwachsene machen Stadt-Rallyes. Arne Krasting von Zeitreisen mit Büro über der Berlin Story ließ heute 270 intelligente Menschen schwierige Fragen beantworten. Bei uns mußte jeder so viele Postkarten wir möglich schreiben, um möglichst viele Punkte zu bekommen. 
Sonntag, 23. September 2007

Haben wir ein Glück, die Sonne scheint, wir konnten auf dem inneren Partyhof das Buffet aufbauen und das Treffen mit Berliner Buchhändlerinnen und Buchhändlern vorbereiten. Gestern wurde unser Verlagsprospekt an etwa 5.000 Buchhandlungen in ganz Deutschland ausgeliefert. Darin können die Buchhändlerinnen eine Reise nach Berlin gewinnen. Die ersten Meldungen haben wir schon! Deswegen dachten wir uns, für die Berliner, für die dieser Preis ja flachfällt, machen wir etwas Besonderes, wir laden sie ein und verwöhnen sie.

Es gab 17 Kilo Spanferkel, für die Muslims Pute, für die Vegetarier vegane Suppe. Und, merkt jemand, was da nicht so schlau ist? Es ist Ramadan, Moslems fasten momentan tagsüber. Da hätten wir uns voll auf das Schwein konzentrieren können! Wir könnten aber ein weiteres Quiz veranstalten: Von welcher Einheit oder aus welcher Zeit sind unsere beiden attraktiven preußischen Köche? Man könnte zwei Kilo Putenbraten gewinnen, aufgeschnitten. Unser Treffen, nachdem alle weg waren, dauerte bis 17 Uhr. Und immer noch steht Prosecco im Kühlschrank …
Das Treffen hatte den Sinn, den Verlag vorzustellen, was wir machen, was wir vorhaben und wie unsere Bücher entstehen. Das berichteten die Grafikerin Tanja Zanolli und Hersteller Norman Bösch. Aber wir erhielten auch hervorragende Hinweise, welche Bücher wir machen könnten. Die Buchhändler wissen am Besten, was Ihre Kunden gern lesen würden. Es gab mehrere hervorragende Tipps, auf die wir sonst nicht gekommen wären. (3 Fotos Joest Feenders)
Sonnabend, 22. September 2007

Wie das Büro von David Chipperfield Architects (London) am 21. August 2007 bekannt gab, ist das von ihm entworfene Kulturzentrum im chinesischen Liangzhu jetzt fertig gestellt worden.

Um Chipperfield geht es momentan auf der Museumsinsel. Davon sind unsere Zeitungen voll. Was hat sich der Preußische Kulturbesitz dabei gedacht? Alles Ossis, die die Plattenbauten lieben gelernt haben?
So feiern die Polen in Berlin – und wir waren dabei. Wir möchten gern mit dem Zentrum für historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaft ein Buch machen über Polen in Berlin, früher und heute, sozusagen ein Gute-Nachbarschaft-Buch. Sehr gefährlich war es da bei Prof. Dr. Robert Traba im Garten, denn es gab Bigos und Pivo. Kaffee gab es auch, an den hat sich Maja gehalten, unsere Mitarbeiterin.
Während ich feierte (oben) fand eine Demonstration Unter den Linden statt, diesmal gab es Ärger. Vom Polizeiabschnitt werden wir meist informiert, wenn Demos unruhig werden könnten. Daß sich die Freunde der Freiheit von den Postkartenständern provoziert fühlen, stapelweise Ansichtskarten klauen wollten, das hat es bisher noch nicht gegeben. Silvia ist rausgestürzt und hat die Bürschen verjagt. Wenn wir über solche Situation gesprochen haben, was zu tun sei, war immer klar, daß sich niemand von uns gefährden solle. Ich kann mir aber auch vorstellen, wie einen die Wut packt, wenn solche Blödmänner ihr Mütchen an Postkartenständern und Knut-Postern kühlen wollen. Knut, der Inbegriff kapitalistischen Medienterrors.

Wie kam es zur Gründung Berlins und zur Entwicklung der Stadt? Hansjürgen Vahldiek antwortet in seinem eben erschienenem Buch “Neue Erkenntnisse zur Gründung und Stadtentwicklung” auf diese Fragen, indem er die ingenieurgeologische Karte mit mehreren historischen Karten verknüpfte. Vahldiek ist ein Querdenker. Weitgehend experimentell untersuchte er das wenige vorliegende Material.
Eigentlich ist das 126-Seiten-Buch nur der Begleitext zu einer CD mit 335 Bildern, auf der ausführlich und außerordentlich genau der Entstehungsprozeß der Stadt nachzuvollziehen ist. Wir werden das Buch noch ausführlich im nächsten Rundschreiben besprechen. Es sei vor allem dem Landesdenkmalamt ans Herz gelegt sowie allen, die sich mit Berlin, Cölln, der Spree, dem Mühlendamm, aber auch der Spreeinsel, dem Lustgarten und dem Schloß beschäftigen – also mit dem Kern und Ursprung unserer Stadt. Vahldieks Buch bietet die Grundlage zu dem allem. Zur Entstehung der Stadtstruktur gibt es kein ähnlich gründliches Buch. 19.80 Euro Zu seinem vorhergehenden Buch hielt Vahldiek einen Vortrag in der Berlin Story.
Freitag, 21. September 2007
Daß es so viele Teilnehmer und Mitarbeiter bei der Historiale waren, hätte ich nicht gedacht. In unserer aktuellen Danksagungsliste sind jetzt 270 Menschen aufgeführt, die sich aktiv beteiligt haben.
Wie es im Jahr 1848 in Berlin war, welche Ursachen zum Aufstand führten, wie er ausgelöst wurde und blutig zusammengeschossen, das erläutern wir jetzt in Märzrevolution for Beginners.
Bernd Papenfuß hat mit zwei weiteren Kameraleuten drei Tage im Nikolaiviertel bei der Historiale gedreht, drei Kameras also und wir wollen nur drei Minuten Film darüber haben. Heute haben wir geschnitten und getextet – es klappt, ich kann mich auch kurz fassen. Außerdem wird es einen 15-Minuten-Film geben. Ein weiteres Filmteam drehte die historische Talkshow im Abgeordnetenhaus. Das alles zusammen kommt auf eine DVD, die der Dokumentation beigelegt wird. Einzelteile können Sie bald in unserem Internetfernsehen sehen. Zwölf Beiträge zum Thema gibt es da schon.
Donnerstag, 20. September 2007
Vom Jahr 2006 bis 2007 haben wir den Umsatz beim Buchverkauf außerhalb der Berlin Story um 62 Prozent gesteigert, also hauptsächlich an andere Buchhandlungen. Marketing-Angelina ermittelte das, weil in dieser Woche unsere Verlagsprospekte an 5.000 Buchhandlungen in Deutschland ausgeliefert werden und wir dann gern wissen wollen, ob das was bringt, ob wir als Mini-Verlag überhaupt wahrgenommenwerden. Marketing-Katharina hat die Verlagshomepage ganz toll aktualisiert.
Noch mehr Statistik: Durch den Link vom Shopblogger zu uns hatten wir 7.000 zugriffe direkt vom Shopblogger auf unsere Seite. RSS-Reader-Leser müßte man hinzurechen, dann dürften es an die 10.000 sein. Wir haben an diesem Tag fast fünfzig Prozent mehr Pageviews, nämlich 6.300 statt 4.300.
Mittwoch, 19. September 2007
Mitarbeitertreffen. Nur durch den super Einsatz von allen lief es bei der Historiale so gut. Das feiern wir etwas. Und wir beraten, wie wir das Spanferkel am nächsten Sonntag am besten verteilen. Da kommen Berliner Buchhändlerinnen zu uns.
Dies ist ein exklusives Foto, in der Zeitung haben sie das bestimmt noch nicht gesehen, die Pergola am Alten Palais, die erst in den nächsten Tagen vorgestellt wird.


Ephraim Gothe, der Baustadtrat von Mitte, steckt hier rechts die Berliner Morgenpost von heute in die Kupferrolle, die bei der Grundsteinlegung von Upper Eastside Berlin Unter den Linden Ecke Friedrichstraße eingemauert wird. In dieser Ausgabe der Morgenpost ist bereits der Artikel von Thomas Fülling über die Grundsteinlegung. Fülling (nicht auf dem Foto) sieht zu, wie sein Artikel ins Fundament auf ewig versenkt wird. Links neben Gothe und oben freut sich Dr. Knut Riesmeier, Geschäftsführer der Münchner Rück MEAG, wie das alles in seinem neuen Prachtbau abläuft.
Riesmeier lebte vier Jahre in Berlin. Von München aus steuert er das Projekt. Bei der MEAG ist er zuständig für Immobilien. “The focus for new investments is on first-class properties.” Rechts auf dem Foto oben, die Nase verdeckt, Christoph Reschke von Hines, der das Managment der Vermarktung übernahm.
Dienstag, 18. September 2007

Patricia hat schnell auf einen Eintrag reagiert, der in einem der am meisten gelesenen Blogs in Deutschland kam, den Shopblogger. Unsere göttliche Einsteintasse paßte prima zum Thema, sie schickte die Tasse hin und DHL schaffte das nach Bremen in einem Tag. Patricia hat heute auch Premiere im Berlin-Story-Versand-Blog. Sie möchte gern mal Praktikum bei Christo machen. Gute Idee. Ich habe das gemacht, als Christo bei der Dokumenta 1968 einen aufblasbaren Ballon nicht zum Stehen bekam. Der sah so aus wie ein viele Meter hohes Präservativ, hieß aber Paket.
Dienstag, 18. September 2007

Hallo Susanne Huber aus der Schwyz, wir würden gern die ersten sein, die Sie besuchen, wenn Sie jetzt bei Ulrich Hopp im be.bra-verlag anfangen. Dann gibt es bei uns schön Schümli und einen tollen Berlin-Film dazu, damit Sie sich einleben können. Oder doch lieber eine Bio-Bratwurst vom Oranienplatz?
Silvia Knüver, die Buchhandelschefin, wird sich jedenfalls freuen, richtig viel von be.bra einkaufen zu können.
Dienstag, 18. September 2007
Norman Bösch, der Buchhersteller, sah gerade hier im Tagebuch die Pläne zur Märzrevolution, als er am Buch über Die Berliner Akzisemauer von Helmut Zschocke arbeitete, das demnächst bei uns erscheint. Zur Revolution von 1848 heißt es da:
“Am Neuen Tor werden Teile aus den Zaungittern, die den gleichnamigen Platz und die Tierarzneischule umgeben, als Waffen genutzt.
Dienstag, 18. September 2007

Das Logo der Historiale erscheint uns so klar und passend, daß wir die anderen Logos nach diesem Wachstums- und Erfolgslogo ausrichten wollen.

Dann sieht also die Buchhandlung demnächst so aus, man kann sich dabei denken “Berlin, alles unter einem Dach, super Qualität, super Service, alles klar strukturiert”.”

Und der verlag schließt sich an, er ist ja Teil vom Ganzen, man könnte auch sagen bindendes Glied. Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich HISTORIALE bunter machen.
Dienstag, 18. September 2007
Die größte Monatszeitschrift des deutschen Buchhandels, der BUCHMARKT, meldet heute:
Berlin Story lädt Kollegen zum Buchhändlerbrunch Der Berlin Story Verlag veranstaltet am Sonntag, dem 23. September 2007 von 11-14 Uhr einen BuchhändlerInnenbrunch. Der Berlin Story Verlag sowie die dazugehörige Buchhandlung Berlin Story sind auf Berliner Geschichte spezialisiert und bieten ein breites Sortiment in mehreren Sprachen.
Da den Mitarbeitern vor allem der persönliche Kontakt wichtig sei, entstand die Idee des Brunches. Angekündigt werden „ein leckeres Spanferkel und viele andere Köstlichkeiten sowie nette Gespräche“. Zudem ist ein Gewinnspiel zum Thema Berlin geplant, bei denen Publikationen des Berlin Story Verlages verlost werden.
Anmeldungen können ab sofort an Marketing@BerlinStory.de gesendet werden.
Montag, 17. September 2007

Der Alexanderplatz früher (schwarz schraffiert) und heute – und wo 1848 die Barrikaden standen. Nichts ist auf dem Platz wie es damals war.

Wir brauchen das zur Vorbereitung der Historiale, um genau zu wissen, wo damals die Barrikaden standen. Johannes Großer, Azubi zum Medienkaufmann und gleichzeitig einer unserer besten Historiker, hat diese Grafik angefertigt.
„Grün ist die Barrikade, die dort stand, wo das Gebäude von Galeria Kaufhof (von oben zu sehen, das Dach) JETZT steht. Darüber und etwas auf den heutigen Alex gerückt ist schwarz eingezeichnet das ehemalige Kaufhaus Tietz. Rot eingezeichnet ist die Königsbarrikade, an der Neuen Königsstraße, nämlich am Haus der 99 Schafsköpfe (rechts auf dem oster).“

Vielleicht kann man hier auf dieser schematischen Grafik die Position der Königsbarrikade (blauer Kringel an der Königstraße) noch besser erkennen. Aus Wikipedia: Auch Theodor Fontane, der ganz in der Nähe in einer Apotheke arbeitete, beteiligte sich am Aufbau dieser Barrikade und beschrieb später, wie er mit Material aus dem Königstädter Theater half, die Neue Königstraße zu verbarrikadieren: Es ging über den Alexanderplatz weg auf das Königstädter Theater zu, das alsbald wie im Sturm genommen wurde.
Manuskriptabsagen. Eine der schwersten Handlungen als Verleger ist es, ein Manuskript zu einem wichtigen oder schönen Thema zu lesen und dabei festzustellen, daß es dem Autor nicht gelingt, das Thema so in Griff zu bekommen, daß es ein interessantes, stringentes, gut lesbares Buch wird. Wenn einem Seite für Seite schwant, das wird nichts, leider, da steckt aber so viel Arbeit und Liebe drin, wie kann ich da absagen, ohne wehzutun?
Sonntag, 16. September 2007
Lothar Heinke schreibt heute fast eine Seite im Tagesspiegel über das Nikoloviertel und die Historiale. ” … Und die Historiker möchten dieses Areal gern zur Kulisse für ihre Aktionen machen. Wie letztens, als bei der Historiale alte deutsche Zünfte und französische Besatzer von 1807 zusammentrafen. Da strömten tausende durchs Städtchen. Die Zukunft ist – die Vergangenheit.”
Norman Bösch, unser Buchhersteller, hat sich vor seinem Abgang ins Wochenende ein Späßchen erlaubt und mir 4,2 Kilogramm Manuskripte zum Durchsehen am Wochenende hingelegt. Prinzessinnengruppe, Akzisemauer, Tucholsky, Algarotti, Mirabeau und Schadow. Er macht Party und weiß, daß ich am Wochenende arbeite. Es soll auch nur das Vorwort zu Tucholsky bis Montag fertig werden … Vor zwei Jahren, im September 2005, kamen die ersten drei von ihm hergestellten Bücher: Kirchen in Berlin, Humboldt Uni und Zwanziger Jahre.