Oranienstraße – 5 Buchhandlungen
In der Oranienstraße gibt es zwischen dem Heinrichplatz und dem Moritzplatz fünf Buchhandlungen, die ich heute besucht habe.
Bei dem Mann, der auf der Straße lag, wussten die Autofahrer nicht, ob er überfahren worden war.
Ein Passant half ihm auf, sprang aber zurück, als klar war, dass der sich selbst hingelegt hatte.
Im Café pöbelte der Mann am Tisch sitzende Gäste an und warf das Geschirr auf die Straße.
Der Wirt kam heraus, fasste ihn aber nicht an.
Die herbeigerufene Polizei war innerhalb von zwei oder drei Minuten mit zwei Krankenwagen da.
Das Café im Hintergrund des festgenommenen Mannes brannte vor 11 Tagen aus – Foto unten.
Kennedy – Veranstaltung zum Buch im Rathaus Schöneberg
Veranstaltungen der Checkpoint Charlie Stiftung, Samstag, 22. Juni 2013,
18 bis -20 Uhr im Rathaus Schöneberg, 10825 Berlin, John-F.-Kennedy-Platz.
Öffentlich zugänglich. Beschränkte Platzzahl bei freiem Eintritt. Anmeldung bis zum 19. Juni 2013 unter projekt@cc-stiftung.de
Podiumsdiskussion „Kennedys Erbe: JFK’s Berlin-Visite 1963 und 50 Jahre deutsch-amerikanische Beziehungen”
Moderation Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte bei Die WELT / Berliner Morgenpost
Mit den Zeitzeugen:
Heinz Deutschendorf, Journalist und ehemaliger Rundfunk- und Fernsehmoderator beim SFB zwischen 1955 und 1975, berichtete im Juni 1963 unter abenteuerlichen Umständen „live“ für das SFB-Fernsehen aus dem „Verkehrspolizeitürmchen“ am Kurfürstendamm/Ecke Joachimsthaler Straße.
Klaus Franke (*1923), ehem. Senator für Bau- und Wohnungswesen des Landes Berlin (1983-1986), ehemaliges Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin (1964-1999), begleitete 1963 als Referent der Protokollabteilung des Landes Berlin den Besuch Kennedys und reichte dem Präsidenten den Füller zum Eintrag ins GOLDENE BUCH der Stadt Berlin
Harald Karas (*1927), Journalist und ab 1960 Leiter der BERLINER ABENDSCHAU
Alexander Kulpok (*1938), Publizist, Chefredakteur, Moderator, Medienberater und 1963 verantwortlich für die SFB-Live-Übertragungen der Visiten von Robert und Edward Kennedy im Februar 1962 und John F. Kennedys im Juni 1963
Anita Lochner (*1950), deutsch-amerikanische Schauspielerin, Synchronsprecherin und Übersetzerin sowie Tochter des Journalisten Robert H. Lochner (1918-2003), der von 1961 bis 1968 Direktor des RIAS BERLIN war und mit John F. Kennedy den Satz „Ich bin ein Berliner“ übte.
Eine lange Buchnacht mit dem Berlin Story Verlag
Sie alle sind Kreuzberg-Experten, haben den Bezirk in rasanten Zeiten fotografiert, Kreuzberg-Bücher geschrieben, planen ihr Buch oder haben es lektoriert und verlegt. Es geht um Hausbesetzer, Straßenfeste, Reservate. Steinewerfer, Bullen, Punks. Die Anfänge, die Gründer und die ersten Kreuzberger. Den Luisenstädtischen Kanal, die 80er, die 90er und Kreuzberg heute. Mit faszinierenden Fotografien und spannenden Geschichten.
Foto: Tony Nemes
Sonnabend, 8. Juni 2013 im Max und Moritz, Oranienstraße 169 – Eintritt frei
17. Juni 1953 – Buchvorstellung im Roten Rathaus
Hochkarätige Buchvorstellung mit Senator Thomas Heilmann im Roten Rathaus am Mittwoch, dem 29. Mai 2013
Jens Schöne hat das Buch Volksaufstand – der 17. Juni 1953 im Berlin Story Verlag herausgebracht. Darum geht es bei der Veranstaltung im Roten Rathaus.
Dr. Jens Schöne, Historiker und Stellvertretender Vorsitzender Berliner Landesbeauftragter für die Stasi Unterlagen, hält am 29. Mai 2013 um 19 Uhr im Großen Saal des Roten Rathauses einen Vortrag über den 17. Juni 1953. der Eintritt ist frei.
Es begrüßen Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz sowie Jutta Kaddatz, Stadträtin für Bildung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Unter der Moderation von Sven Felix Kellerhoff diskutieren Dr. Fred Ebeling, damals Henningsdorf; Klaus Gronau, damals Berlin; Dr. Siegfried Heimann, damals Görlitz; Dr. Walter Schöbe, damals Leipzig sowie Dr. Jens Schöne.
Word Cloud dieses Tagebuchs
Was ist eigentlich ein Jude?
Was ist eigentlich ein Jude …
Darf man so eine Frage stellen?
Keine Ahnung.
Jedenfalls wird sie in der Sonderausstellung des Jüdischen Museums Berlin (mehr oder weniger) beantwortet.
Da man für alles Eintritt zahlt, kann man sich die ständige Ausstellung auch gleich nochmal ansehen.
Niederschwellige Geschichtsvermittlung
Flaneure bleiben ständig vor den ausgestellten historischen Postern stehen. Diese Aufnahmen stammen aus einem Zeitraum von etwas zehn Minuten.
Zu sehen ist Conrad Schumann, der Mauerspringer. Wir berichteten in diesem Tagebuch mehrmals über ihn und die Besuche seiner Freunde in der Berlin Story.
Das andere Poster, die Alliierten-Karte, zeigt die Zonen Deutschlands, wie sie von den Siegermächten festgelegt wurden und es zeigt, wie groß Deutschland vorher war, vor dem Zweiten Weltkrieg.
Leider zeigen wir eine Karte nicht mehr, nämlich Deutschland in den Grenzen von 1937. Immer wieder stänkerten Leute, dass wir damit die Grenze zu Polen nicht anerkennen würden.
Was für ein Blödsinn!
“Deutschland in den Grenzen von 1937″ ist eine von den Siegermächten so gekennzeichnete Größe, die Deutschland vor der Expansion im Zweiten Weltkrieg zeigt.
Nur die super politisch korrekten Gutmenschen, ohne politische Ahnung und ohne die Fähigkeit, den AUF der Karte, sogar auf der Vorderseite befindlichen Text zu lesen, der das alles erklärt, machten in schulmeisterlicher Weise die Buchhändlerinnen an und beschwerten sich beim Bürgermeister. Schriftlich natürlich. Der arme Bürgermeister.
Diese Karte verkaufen wir weiterhin, aber zur Schonung der Nerven der Buchhändlerinnen stellen wir sie nicht aus.
Deutsch-russisches Museum Karlshorst neu eröffnet
Das deutsch-russische Museum in Berlin-Karlshorst ist wieder geöffnet.
Die Ausstellung über den Zweiten Weltkrieg, den Vernichtungskrieg, die Opfergruppen sowie die bedingungslose deutsche Kapitulation wurde vollständig erneuert.
Der Eintritt ist frei.
Mehr zum deutsch-russischen Museum in Karlshorst …
West-Berlin nach dem Bau der Mauer
Andreas Austilat stellt heute auf einer Doppelseite im Tagesspiegel das Buch mit Fotos von Heinz Noak vor “Durch die halbe Stadt – West-Berlin in den Jahren nach dem Mauerbau”.
Das Buch ist der der Buchhandlung Berlin Story Unter den Linden 40 erhältlich – auch heute, am Sonntag.
Andreas Austilat erinnert sich anhand der Fotografien an jene Zeit: “Es gab 1963 noch kaputte Häuser. Warum, habe ich mich eigentlich nicht oft gefragt. Es störte einen auch nicht. Im Gegenteil, man konnte prima darin spielen … Die uralten S-Bahn-Züge stammten noch aus der Vorkriegszeit, die Rolltreppe im Bahnhof Schöneberg war aus Holz, dafür waren die Tickets ((hör mal, Herr Austilat, das Wort gab es damals nicht)) etwas billiger als bei der West-Berliner BVG und aus dicker Pappe …”
We are Kotti – Wir bleiben Innenstadt
Wie die Bücher zu den Lesern kommen

So kommen Bücher in Deutschland zu den Lesern: Nur noch die Hälfte wird 2011 über den Buchhandel verkauft.
Im Jahr 1997, als die Berlin Story gegründet wurde, waren es noch 60 Prozent.
Die Verlage verkaufen etwa 3 Prozent mehr im Direktvertrieb – bei uns wesentlich über den BerlinStory_Shop.
Besonders stark wuchs der Versandhandel. Die Leser lassen sich die Bücher nach Hause schicken. Davon profitiert wahrscheinlich am stärksten Amazon. Der Berlin Story Verlag verkauft auch über Amazon.
Lieber haben wir es natürlich, wenn in unserem Shop bestellt wird. Dann müssen wir nicht so viel an Amazon abgeben. Wir versteuern unsere Einnahmen in Deutschland. Amazon versteuert billiger in Luxemburg.
Quelle der Grafik: Börsenblatt des Deutschen Buchhandels 19/2013.
Verlagsprogramm ausgeliefert
Heute wurde das Verlagsprogramm des Berlin Story Verlags an die Buchhandlung in Deutschland ausgeliefert.
Kinderluftbrücke im rbb-Stilbruch
Bernd v. Kostka berichtet in der rbb-Sendung Stilbruch über sein im Berlin Story Verlag erschienenes Buch Ferien vom Kalten Krieg – die Kinderluftbrücke 1953 bis 1957.
Mit sagenhaftem Filmmaterial, Zeitzeugenbericht von Harry Heyer, der ganzen Aufregung der Kinder; Bernd v. Kostka im Gespräch.
Stilbruch, die Sendung des rbb zum Buch von Bernd v. Kostka über die Kinderluftbrücke …
BVG-Ausstellung “Aus Rot wird Braun” U-Alexanderplatz
Die BVG eröffnet an zentraler Stelle im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Alexanderplatz eine Ausstellung zur Zeit des Nationalsozialismus.
Als die BVG im Jahr 1928 aus drei Vorläufergesellschaften gegründet wurde, so BVG-Chefin Sigrid Nikutta, galt sie als sozialdemokratischer Musterbetrieb. Für die 28.000 Mitarbeiter gab es Ferienheime, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie, besonders wichtig, Betriebswohnungen. “Wir waren eine große Familie.”
Nach der Machtergreifung der Nazis Anfang 1933 wurden innerhalb von wenigen Monaten mehrere tausend BVG-Mitarbeiter entlassen. Sie wurden durch linientreue Nazis ersetzt. Entlassung bedeutete auch: raus aus der Wohnung, raus aus der BVG-Familie.
Die Bild-Text-Ausstellung ist so platziert, dass viele der gut 200.000 Menschen, die täglich am Alexanderplatz ein-, aus- oder umsteigen, daran vorbeikommen.
Rainer E. Klemke, Projektleiter des Themenjahrs Zerstörte Vielfalt, mit Christian Dirks (rechts), dem Ausstellungsmacher.
Den Aufbau der Ausstellung kann man im 3-Minuten-Film beobachten.
In der Ausstellung geht es auch um die Mitarbeiter der BVG, die entlassen, verfolgt und ermordet wurden.
Kulturstaatssekretär André Schmitz (Mitte) eröffnete die Ausstellung zusammen mit Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, der Vorstandsvorsitzenden der BVG und mit Dr. Bernhard Speyer.
Dessen Vorfahr Georg Speyer (1902 bis 1971) war 1936 entlassen worden, weil er gemäß der Kategorisierung der Nazis als “Mischling 1. Grades” galt, da er einen jüdischen Vater hat.
Georg Speyer gehörte der BVG seit 1929 an, wird bei Kriegsende als Zwangsarbeiter bei der Organisation Todd an der Westfront eingesetzt und baut unter härtesten Bedingungen Bunker. Im Mai 1945 befreien ihn amerikanische Soldaten in Tirol. Danach arbeitet er wieder nach einem Einstellungsgesuch als Schaffner bei der BVG. 1958 geht er in den Ruhestand.
Das berichtet sein Großneffe, Bernhard Speyer (links), hier zusammen mit Sigrid Nikutta.
Barbie Dreamhouse Protest
Helden der Geschichte
Eine neue Internetseite Helden der Geschichte zum Thema “Geschäfte mit der Vergangenheit” stellt sich vor. Initiator ist Hermann Pölking.
50 Jahre Dussmann
Carla Neuhaus berichtet heute im Tagesspiegel über die Entwicklung von Dussmann. Zum Kulturkaufhaus heißt es ..
… Unverändert bei 35 Millionen Euro blieb der Umsatz des Kulturkaufhauses an der Friedrichstraße. Sie spürten den „Kampf mit Amazon und iTunes“, sagt Fürstenberg-Dussmann und fügte hinzu: „Es ist wirklich ein Kampf.“ Wie der Einzelhandel generell, leidet das Geschäft darunter, dass Kunden vermehrt Bücher und Musik im Internet kaufen …”
Hier geht es zum vollständigen Beitrag über Dussman im Tagesspiegel.
Wie in diesem Tagebuch mehrmals berichtet, entwickelt sich der Umsatz der Buchhandlung Berlin Story von Beginn an parallel zu der von Dussmann. Seit Dussmann keine Umsatzsteigerungen im Buch- und Musikhandel mehr verzeichnet, ist es bei uns auch so.
Unabhängig davon entwickeln sich bei uns der Berlin Story Verlag sowie der Souvenirhandel.





















































