| Berlin Story Verlag | 7. Februar 2012

Was ist euch dieses Buch wert?


AKTION  BEENDET!

In diesem Blogpost erklären wir, warum.

AKTION BEENDET!

eBook zum fairen Preis

Welchen Wert haben Ebooks für Leser? Und wie viel sind sie bereit, dafür zu zahlen? Dieser Frage wollen wir nachgehen, indem wir es den Lesern überlassen, den Preis eines Ebooks zu bestimmen. Einen Monat lang können Kunden das Buch „Der Letzte macht das Licht aus“ von Klaus Behling hier downloaden. Wie und ob bezahlt wird, entscheidet der Leser. Er kann die gewünschte Summe via Paypal zahlen; er kann den Verlag durch Flattr unterstützen; er kann mit Naturalien wie Schokolade bezahlen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt; oder er zahlt gar nichts.

Das Ziel besteht darin, den passenden Preis für ein Ebook zu finden, der idealerweise den Wert für den Leser widerspiegelt und sich trotzdem von den Produktionskosten her rentiert. Bisher wurden keine Informationen zur Bestimmung von Preisen für Ebooks veröffentlicht, auf die sich ein Verlag bei den eigenen Preisen beziehen könnte. Wir führen daher ein eigenes Projekt durch, um diese Informationen zu erschließen. Die Auswertung dieses Projekts werden wir anschließend veröffentlichen. Welche Kosten bei der Produktion eines Buches und eines eBooks entstehen haben wir bereits hier erklärt.

Welche Zahlungsart sich bewährt und wie hoch die Downloadzahlen sind, werten wir regelmäßig in diesem Blog aus. Unsere abschließende Auswertung stellen wir ebenfalls online zur Verfügung.

Der Letzte macht das Licht aus…

Der Verlag bietet für dieses Projekt ein Buch an, welches das Interesse vieler Leser wecken sollte. „Der Letzte macht das Licht aus…“ von Klaus Behling erzählt 250 Fluchtgeschichten, erfolgreich und nicht erfolgreich. Jede Flucht ganz kurz, auf die Akteure und das Wesentliche konzentriert. Wie ein Krimi. Die ganze Erbärmlichkeit, Niedertracht und Kriminalität des DDR-Systems wird wie durch Schlaglichter beleuchtet. Jetzt könnte man meinen, das sei ein niederschmetterndes Buch. Ist es aber nicht. Klaus Behling schreibt scharfzüngig, treffend, mit großer Zuneigung zu den Menschen, die weg wollen, er ist ironisch, genau.

Das Buch als epub downloaden

Als eBook Software empfehlen wir den FBreader

Aktueller Stand

Seit 07.02.2012, 19 Uhr:

Downloads: 136
Geld: 8.00€
Naturalien: 200g Marzipan
Flattr: 6 Mal (die Summe wissen wir erst am Ende des Monats)

Stand: 15.02.2012, 10 Uhr

Freiwillig zahlen per Flattr

Einer der ganz einfachen Wege Inhalte, die man gut findet, im Internet zu unterstützen ist Flattr. Hierbei legt man einen fixen Betrag fest, den man pro Monat ausgeben möchte. Durch Klicken eines Flattr-Buttons bekommt der Empfänger am Ende des Monats einen Teil des zur Verfügung stehenden Betrages. Spendet man z.B. 10€/Monat und klickt 20 Flattr-Buttons, so erhält jeder Empfänger 0,50€. Die Idee dahinter ist, dass man den Betrag sowieso verteilt und somit nur noch die Empfänger bestimmen muss.

Flattr this

Freiwillig zahlen per PayPal

Ob per Überweisung, per Kreditkarte oder mit dem Einzug vom Konto: Per Paypal könnt ihr uns einen individuellen Betrag zukommen lassen.

 

Freiwillig Geld überweisen

Ihr könnt uns auch einfach Geld überweisen. Die Bankverbindung lautet: Alles über Berlin GmbH, Konto 6603196997, Bankleitzahl 10050000 (Berliner Sparkasse), Verwendungszweck: eBook Projekt

Freiwillig etwas anderes geben

Wir freuen uns über jegliches Feedback. Sei es in den Kommentaren, per eMail oder per Post. Gerne könnt ihr uns auch Schokolade, Mate oder andere Dinge schicken oder an der Kasse Unter den Linden 40 in 10117 Berlin abgeben.

Comments

  • Ch Kaufmann sagt:

    Das stimmt was nicht. Die geladene Datei enthält ein ganz anderes Buch.

  • Anonymous sagt:

    Hallo, habe es gerade noch mal geprüft: Es ist das richtige eBook und enthält die diversen Fluchtgeschichten. 

  • ch3ka sagt:

    Ich wuerde gerne fuer das ebook bezahlen, allerdings habe ich weder paypal noch flattr. Kann ich auch anderweitig mein Geld loswerden?

  • Anonymous sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe gerade „Freiwillig Geld überweisen“ im Artikel ergänzt.

  • @philotue sagt:

    Hi Enno!

    Ich bin mir eigentlich fast sicher, dass Du das Konzept schon kennst. Für den unwahrscheinlichen Fall aber, dass dem doch nicht so ist, will ich auf http://www.humblebundle.com/ hinweisen. Dort werden zwar Computerspiele angeboten, das Vertriebsmodell lässt sich aber bestimmt auf eBooks übertragen. Kurz zusammengefasst:
    Man bezahlt soviel man möchte.
    Es gibt kein DRM.
    Gleichzeitig wird für einen (hoffentlich) guten Zweck gespendet.
    Man bestimmt selbst, wie viel vom bezahlten Betrag an Entwickler, Vertrieb, den guten Zweck etc. geht. (D.h auch: Falls man z.B. den guten Zweck selbst nicht so gut findet, kann man den gegebenen Betrag auf die anderen Posten verteilen.)
    Wer mehr als der Durchschnitt bezahlt, bekommt einen Bonus.

    Die wichtigsten Konzepte dieser Art des Vertriebs sind – wenigstens für mich – die Möglichkeit, den Betrag nach eigenem Gutdünken zu verteilen und die Motivation, mehr zu bezahlen als einen symbolischen Euro, sowohl aus eigennützigen (Bonus) wie gemeinnützigen (guter Zweck) Beweggründen. Ich bin von der Idee recht überzeugt und wüsste nicht, warum das Konzept bei eBooks nicht aufgehen sollte.

    Das nur mal so als Anregung für weitere Versuche in die Richtung, die Du ja jetzt schon eingeschlagen hast.

    Liebe Grüße,
    Alex

  • Leser sagt:

    Der Download funktioniert nicht.

  • Florian Bauer sagt:

    Guten Tag,

    da ich mich professionell mit der Frage nach der optimalen Preisgestaltung beschäftige, fand ich Ihr Experiment sehr interessant. Preisexperimente sind oft der Königsweg, den optimalen Preis zu finden – aber nicht immer.

    Ich befürchte, dass Ihr Experiment aus drei Gründen scheitern wird und hoffe, dass Sie aus den Ergebnissen KEINE Schlüsse für Ihre Preisgestaltung ziehen, denn das wäre unbegründet und für Sie vermutlich finanziell fatal:

    1. Die sog. „Pay what you want“-Ansätze funktionieren nur unter sozialer Kontrolle (Restaurant etc.) und ganz sicher nicht im Internet. Wahre Preisbereitschaften werden Sie so nicht finden.
    2. Das Problem bei diesem Angebot ist nicht die Preisbereitschaft, sondern der Bezahlprozess, der für viele viel zu aufwändig ist, deshalb wird oft nicht bezahlt (siehe dazu auch einen Kommentar unten).
    3. Das Interesse an dem Buch kommt über die Pressemeldung und wird häufig heruntergeladen, weil man es ausprobieren will, nicht weil man dieses Buch unbedingt haben will (wenn Sie dessen Auflage steigern wollen, mag das ein Ansatz sein). Die Preisbereitschaft von Menschen, die kein besonderes Interesse an dem Produkt haben ist aber für die Frage nach dem optimalen Preis völlig irrelevant.

    Trotzdem gratuliere ich zu Ihrem Mut, einmal einen solchen Weg zu gehen und wünsche Ihnen viel Erfolg.

    Beste Grüße,
    Florian Bauer

  • Meeeeeeee sagt:

    Also bei mir kommt- gerade mit Opera, Internet Explorer, Chrome ausprobiert nur eine unleserliche Datei raus.

    Ansonsten, wenn es mal geht^^ – zumindest ich lade mir zuerst gerne Lesproben um zu sehen ob das Buch was für mich wäre.
    Hier ist ja gleich das ganze Werk eine Leseprobe, außerdem greifen viele, die das Buch sonst nicht itneressiert, zu.

    Sprich wenn sie was spenden, dann nur wenn sie das Buch gelesen haben. Und das kann eine zeitlang dauern, man soll nicht zu schnell ein Ergebnis ableiten.

    Andere lesen auf ihrem Kindle nur gemeinfreie Bücher und wollen schauen ob ein kommerzielles Buch anders formatiert ist usw. , die nächsten wollen vielleicht irgendwann mal einen Reader besorgen und horten schon jetzt Lesestoff.

    Downloadzahlen sagen ja auch nicht besonders viel aus- wie gesagt ich krieg das Buch in calibre und ADE nicht zum Laufen, habe es insgesamt 5 mal runtergeladen. Die absoluten Downloadzahlen sagen nichts aus.

    Interessant wäre eine Umfrage unter den Spendenen- vor dem Durchlesen bezahlt, nach dem Durchlesen usw. Ist aber technisch wohl schwer realisierbar. Da müsste man ja zumindest die Email Adresse ablegen.

    Dennoch tolle Aktion.

  • […] hatten die schöne Idee, eines unserer eBooks kostenlos anzubieten. Jeder Leser konnte aber im eigenen Ermessen etwas dafür bezahlen oder uns etwas anderes als […]

  • Hallo,

    was die Aussage, „Pay what you want“-Ansaetze funktionieren nicht im Internet angeht, bitte ich doch mal um etwas bessere Recherche. Besonders das so genannte „Humble Bundle“, siehe zB http://www.humblebundle.com/ kann ich nur sehr empfehlen. Hieran sieht man, wie unglaublich gut solch ein Konzept im Internet ohne, wie Sie sagen, „soziale Kontrolle“ funktioniert!

    Ausserdem kann ich mir einen einfacheren Bezahlprozess als Paypal per Bankeinzug oder Kreditkarte, Ueberweisung oder sogar freiwillige Abgabe von Schoki nicht vorstellen.

    Gruesse,
    Mathis

  • […] der Verlag sich deshalb entschied, sein eBook “Der Letzte macht das Licht aus…” kostenlos im Internet anzubieten und […]

  • […] Berlin Story Verlag hat das Buch “Der letzte macht das Licht aus” von Klaus Behling, als “eBook zum fai­ren Preis” ange­bo­ten. Der Leser sollte ent­schei­den was ihm Download und Buch wert sei. Selbst wenn […]

  • […] auch für freiwillige Bezahl-Experimente mit Crowdfunding-Charakter. Der Berlin Story Verlag testete seit letzter Woche ein „Fair Pay“-Konzept: „Welchen Wert haben Ebooks für Leser? Und wie […]

  • […] Daisymupp, February 18th, 2012 Enno Lenze betreibt seit zehn Jahren den Kleinverlag Berlin Story. Unlängst wagte er ein Experiment, bei dem er die eBook-Version der DDR-Fluchtgeschichtensammlung […]

Schreibe einen Kommentar

You must be logged in to post a comment.