3. Februar 1945 — Tagesspiegel veröffentlicht am Sonntag Zeitzeugenberichte

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Markus Hesselmann kümmert sich im Tagesspiegel ausführlich um den Bombenangriff am 3. Februar 1945 auf Berlin, besonders auf den U-Bahnhof Bayerischer Platz.

Vor einiger Zeit hatte Hesselmann Zeitzeugen gesucht und Berichte, Emails und Gesprächsangebote erhalten, viele wohl auch auf andere Gegenden Berlins bezogen, die er aber gar nicht verarbeiten kann, “weil wir uns diesmal vor allem auf den schweren Bombentreffer auf dem Bayerischen Platz konzentrieren und dessen Geschichte genauer erzählen wollen. Bestärkt wurden wir darin durch eine E-Mail von Wieland Giebel, dem Geschäftsführer des Berlin-Story-Verlags und Herausgeber des Buchs “Bomben auf Berlin. Zeitzeugen berichten vom Luftkrieg”. Der 3. Februar 1945 allgemein sei in dem Buch ganz gut dokumentiert, die Geschehnisse jenes Tages am Bayerischen Platz jedoch nicht, schrieb Giebel.

In der Sonntagsausgabe des Tagesspiegels wird Hesselmann auf vier Seiten berichten. Hier findest sich in seinem Tagesspiegel-Blog bereits eine ausführliche Ankündigung …

Wir haben damals, als Sven Felix Kellerhoff von der Morgenpost zu Zeitzeugenberichten aufgerufen hatte, mit allen mehr als 50 Menschen, die uns berichteten, ein Kaffeetrinken im Opernpalais veranstaltet – und hatten ziemlich Muffe, dass es beklemmend wird. Nichts. Das ist so langer her und es wurde eher lustig. In Erinnerung bleibt mir vor allem, dass kein Einziger auf die Alliierten geschimpft hat. Allen war klar, dass der Krieg, der von Berlin ausging, nach Berlin zurückgekommen war.

Foto: Kreuzberg, nicht Bayerischer Platz

30. Januar 1972 — Bloody Sunday — heute vor 43 Jahren

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BloodySundayCoffins“Ich war in vielen Ländern, habe viele Bürgerkriege, Revolutionen und Kriege gesehen. Aber nie zuvor habe ich einen derart kaltblütig organisierten, diszipliniert geplanten Mord gesehen.

Ich sah einen jungen Mann, der verwundet war und eine Wand entlang kroch. Er schrie: Nicht schließen! Nicht schießen! Ein Fallschirmspringer ging auf ihn zu und erschoss ihn aus einem Meter Entfernung. Ich sah einen Jungen, etwa 15 Jahre alt, der stand an einer Mauer und versuchte, seine Freundin zu schützen. Mit einer Hand schwenkte er ein weißes Taschentuch, die andere hielt er erhoben. Sie versuchten, den Platz zu verlassen. Ein Fallschirmspringer lief auf sie zu und schoss  ihm in den Magen, dem Mädchen in den Arm.” – der italienische Fotoreporter Fulvio Grimaldi.

14 unbewaffnete Zivilisten wurden am 30. Januar 1972 in der nordirischen Stadt Derry von britischen Fallschirmjägern erschossen – heute vor 43 Jahren.

Die Bürgerrechtler forderten “Gleiches Wahlrecht, gleiche Chancen bei der Vergabe von Sozialwohnungen und Jobs, ein Ende der willkürlichen Verhaftungen und Internierungen ohne Anklage.” Die Wahlkreise waren in Nordirland so manipuliert, dass die England-loyalen Protestanten mehr Sitze hatten, auch wenn sie in der Minderheit waren. Es galt Besitzwahlrecht.

Georg Gruber in Deutschlandradio Kultur: Der Bloody Sunday war ein Wendepunkt in der Geschichte Nordirlands. Er radikalisierte die katholische Minderheit: Die IRA erhielt großen Zulauf, auch von Bürgern, die eigentlich eher friedlich eingestellt waren …

Bis heute wurde keiner der Täter wurde belangt oder gar verurteilt. Am 5. Oktober 2014 sollten die ersten Soldaten zu den Morden befragt werden. Zwei Tage zuvor strich die britische Regierung die Gelder für die Strafrechtliche Verfolgung.

Daran erinnert im Tagesspiegel Kübra Özermis,  “Bloody Sunday und kein Ende” …

Mehr über den Alltag im Krieg in Nordirland …

150 Jahre Geschichtsverein – Diepgen (CDU) und Momper (SPD) Ehrenmitglieder

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Diepgen Eberhard
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Claudia Melisch (oben, rot) überreicht Walter Momper im Beisein von Dr. Manfred Uhlitz in der Nikolaikirche die Urkunde als Ehrenmitglied des Vereins für die Geschichte Berlins – gegründet 1865.

Claudia Melisch ist Archäologin und Autorin im Berlin Story Verlag.

Walter Momper war Regierender Bürgermeister und ist Autor im Berlin Story Verlag.

Dr. Manfred Uhlitz ist Vorsitzender des ältesten Geschichtsvereins Berlins, aus dessen Mitte zehn Jahre später auch das Märkische Museum gegründet wurde.

Eberhard Diepgen, ehemaliger Regierender Bürgermeister (2) und Mitglied des Vereins seit 1971, erhielt ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Mit Momper habe er sich ja oft gestritten. Aber in einem Punkt seien sie sich völlig einig, dass die Stadtentwicklung nicht der Schnelllebigkeit und Geschichtsvergessenheit folgen dürfe, dass Abu Dhabi nicht unser Vorbild sei, dass das Viertel zwischen Rotem Rathaus, der Marienkirche und dem Fernsehturm die geschichtlichen Bezüge würdigen müsse. Dafür würden sie beide kämpfen.

Unausgesprochen richtet sich das gegen die Stadtbaudirektorin Regula Lüscher und den neuen Bausenator Andreas Geisel. Die eine hat in ihrem Masterplan immer wieder das Modell eines Sees mit Marina als Spreerweiterung vor dem Roten Rathaus vorgestellt (Abbildung oben), Geisel scheint sich – den bisherigen Äußerungen nach zu urteilen – um den Ursprungsort Berlins nicht weiter zu scheren.

Alle 300 Gäste des Abends erhielten das aktuelle Programmheft des Berlin Story Verlags.

Baustelle Bunker — es werde eine Tür!

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Wo jetzt ein Fenster ist, diese Klappe da, wird demnächst eine Tür sein. Die Wand des Berlin Story Bunkers ist an dieser Stelle 2,30 Meter dick und aus robustem Bunkerbeton, armiert mit Stahlverstrebungen. Zugegeben, so richtig einladend sieht es jetzt noch nicht aus – aber bald. Der Eingang zum Berlin Story Museum ist am entstehen.

Open ist zu

Open ist zu UdL

Morgens bei unseren Nachbarn Unter den Linden. Open ist noch zu. Wie heißt der richtige Begriff für die Situation? Die Spätschicht hat die Kasse gemacht und ist dann nach Hause gegangen. Kann passieren.
Mich rief mal kurz vor Mitternacht die Polizei an, ob ich unseren Postkartenständer nicht rein schieben wolle …

Karte Nationalsozialimus in Berlin

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Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz gibt es heute zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Staats- und Regierungschefs gedenken zusammen mit früheren Häftlingen den Opfern des Nationalsozialismus.

Wer in Berlin den Holocaust-Gedenktag angemessen verbringen möchte, kann auf der detaillierten Karte des Berlin Story Verlags viele Orte des Erinnerns sowie historische Informationen finden.

Dieser historisch-politische Plan auf der Grundlage einer Karten des heutigen Berlins zeigt auf einer Seite historische Orte des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 sowie Gedenkstätten zu den Themen Holocaust, Zweiter Weltkrieg und Nazi-Diktatur eingetragen. Die andere Seite der Karte zeigt Orte des Kalten Kriegs.

Im Bild-Text-Bereich wird der Ablauf der wichtigsten Ereignisse in dieser Zeit umrissen – jeweils mit Verweis zum Ort auf der Karte.

Stadtplan: Berlin 1933-45, 1945-89, rund 100 zusätzliche Abb., ausgefaltet 84 x 59,4 cm, 3,99 Euro.

Searching for historical traces – Berlin 1933-45, 1945-89 – English Edition, National Socialism and Cold War, 3,99 €

 

Verein für die Geschichte Berlins — 150 Jahre

Verein Geschichte 150 Jahre, MoPo

Susanne Leinemann berichtet in der Berliner Illustrirten Zeitung, der Sonntagsbeilage der Berliner Morgenpost, im Gespräch mit dem Vorsitzenden Manfred Uhlitz über den 150. Geburtstag des Vereins für die Geschichte Berlins. “Der Verein war nie eine Ansammlung von Gelehrten, sondern eine bunte Bürgermischung. Geschichte von unten, würde man heute sagen.” Gefeiert wird am Mittwoch, dem 28. Januar 2014 in der Nikolaikirche. Der Eintritt ist frei. Es wird voll.

Martin Mende schrieb die die Chronik des Vereins, sie wurde im Berlin Story Verlag hergestellt.

Wir wollen die Spiele

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Pech für Hamburg. Das haben die nicht zu bieten. Dieses Motiv vom Brandenburger Tor mit dem Wunsch, die Olympischen Spiele nach Berlin zu holen, gibt es nur in Berlin.
Hunderte machten Selfies, Dutzende Pressefotografen sorgen für die Verbreitung.

Da freut sich die Netzwelt über Spiegel-online

Shingal Enno Lenze g.klaut von Spiegel online356 x wurde der Blogpost von Enno Lenze bisher (Sonnabendmittag) geteilt ((Sonntagabend 478)) sowie von mehr als 100.000 Menschen gelesen, in dem er darüber berichtet, wie Spiegel online seinen Film aus Shingal klaut, mit eigenem Logo versieht, seinen Namen herausschneidet – aber bereit ist, ihm seinen eigenen Film für einen vierstelligen Betrag zu verkaufen.

Über den Hintergrund der Aktion, dass bisher 1,2 Millionen Wasserflaschen für  Yesiden und Flüchtlinge aus Syrien gespendet wurden, schweigt Spiegel-online. Mein Kommentar: Sesselpuper. Anderen die gefährliche und aufwendige Recherchearbeit überlassen und sich dann darüber mokieren.

Blogpost über den Besuch von Kurdistan und Shingal im Januar 2015 …

Blogpost über die von großen Medien geklauten Filme und Fotos …

Süddeutsche in den Neuesten Nachrichten berichtet darüber …

Bunker – Arbeiten gehen weiter

Bunker - ZiegelsteineDer Ausbau des Berlin Story Bunkers macht Fortschritte.

 

Jetzt wird entkernt, was ursprünglich nicht vorhanden war und im Laufe der Zeit eingebaut wurde – wie diese Ziegelsteinwand.

Es ist nicht unbeträchtlich, was da an Arbeit entsteht.