We are Kotti – Wir bleiben Innenstadt
Wie die Bücher zu den Lesern kommen

So kommen Bücher in Deutschland zu den Lesern: Nur noch die Hälfte wird 2011 über den Buchhandel verkauft.
Im Jahr 1997, als die Berlin Story gegründet wurde, waren es noch 60 Prozent.
Die Verlage verkaufen etwa 3 Prozent mehr im Direktvertrieb – bei uns wesentlich über den BerlinStory_Shop.
Besonders stark wuchs der Versandhandel. Die Leser lassen sich die Bücher nach Hause schicken. Davon profitiert wahrscheinlich am stärksten Amazon. Der Berlin Story Verlag verkauft auch über Amazon.
Lieber haben wir es natürlich, wenn in unserem Shop bestellt wird. Dann müssen wir nicht so viel an Amazon abgeben. Wir versteuern unsere Einnahmen in Deutschland. Amazon versteuert billiger in Luxemburg.
Quelle der Grafik: Börsenblatt des Deutschen Buchhandels 19/2013.
Verlagsprogramm ausgeliefert
Heute wurde das Verlagsprogramm des Berlin Story Verlags an die Buchhandlung in Deutschland ausgeliefert.
Kinderluftbrücke im rbb-Stilbruch
Bernd v. Kostka berichtet in der rbb-Sendung Stilbruch über sein im Berlin Story Verlag erschienenes Buch Ferien vom Kalten Krieg – die Kinderluftbrücke 1953 bis 1957.
Mit sagenhaftem Filmmaterial, Zeitzeugenbericht von Harry Heyer, der ganzen Aufregung der Kinder; Bernd v. Kostka im Gespräch.
Stilbruch, die Sendung des rbb zum Buch von Bernd v. Kostka über die Kinderluftbrücke …
BVG-Ausstellung “Aus Rot wird Braun” U-Alexanderplatz
Die BVG eröffnet an zentraler Stelle im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Alexanderplatz eine Ausstellung zur Zeit des Nationalsozialismus.
Als die BVG im Jahr 1928 aus drei Vorläufergesellschaften gegründet wurde, so BVG-Chefin Sigrid Nikutta, galt sie als sozialdemokratischer Musterbetrieb. Für die 28.000 Mitarbeiter gab es Ferienheime, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie, besonders wichtig, Betriebswohnungen. “Wir waren eine große Familie.”
Nach der Machtergreifung der Nazis Anfang 1933 wurden innerhalb von wenigen Monaten mehrere tausend BVG-Mitarbeiter entlassen. Sie wurden durch linientreue Nazis ersetzt. Entlassung bedeutete auch: raus aus der Wohnung, raus aus der BVG-Familie.
Die Bild-Text-Ausstellung ist so platziert, dass viele der gut 200.000 Menschen, die täglich am Alexanderplatz ein-, aus- oder umsteigen, daran vorbeikommen.
Rainer E. Klemke, Projektleiter des Themenjahrs Zerstörte Vielfalt, mit Christian Dirks (rechts), dem Ausstellungsmacher.
Den Aufbau der Ausstellung kann man im 3-Minuten-Film beobachten.
In der Ausstellung geht es auch um die Mitarbeiter der BVG, die entlassen, verfolgt und ermordet wurden.
Kulturstaatssekretär André Schmitz (Mitte) eröffnete die Ausstellung zusammen mit Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, der Vorstandsvorsitzenden der BVG und mit Dr. Bernhard Speyer.
Dessen Vorfahr Georg Speyer (1902 bis 1971) war 1936 entlassen worden, weil er gemäß der Kategorisierung der Nazis als “Mischling 1. Grades” galt, da er einen jüdischen Vater hat.
Georg Speyer gehörte der BVG seit 1929 an, wird bei Kriegsende als Zwangsarbeiter bei der Organisation Todd an der Westfront eingesetzt und baut unter härtesten Bedingungen Bunker. Im Mai 1945 befreien ihn amerikanische Soldaten in Tirol. Danach arbeitet er wieder nach einem Einstellungsgesuch als Schaffner bei der BVG. 1958 geht er in den Ruhestand.
Das berichtet sein Großneffe, Bernhard Speyer (links), hier zusammen mit Sigrid Nikutta.
Barbie Dreamhouse Protest
Helden der Geschichte
Eine neue Internetseite Helden der Geschichte zum Thema “Geschäfte mit der Vergangenheit” stellt sich vor. Initiator ist Hermann Pölking.
50 Jahre Dussmann
Carla Neuhaus berichtet heute im Tagesspiegel über die Entwicklung von Dussmann. Zum Kulturkaufhaus heißt es ..
… Unverändert bei 35 Millionen Euro blieb der Umsatz des Kulturkaufhauses an der Friedrichstraße. Sie spürten den „Kampf mit Amazon und iTunes“, sagt Fürstenberg-Dussmann und fügte hinzu: „Es ist wirklich ein Kampf.“ Wie der Einzelhandel generell, leidet das Geschäft darunter, dass Kunden vermehrt Bücher und Musik im Internet kaufen …”
Hier geht es zum vollständigen Beitrag über Dussman im Tagesspiegel.
Wie in diesem Tagebuch mehrmals berichtet, entwickelt sich der Umsatz der Buchhandlung Berlin Story von Beginn an parallel zu der von Dussmann. Seit Dussmann keine Umsatzsteigerungen im Buch- und Musikhandel mehr verzeichnet, ist es bei uns auch so.
Unabhängig davon entwickeln sich bei uns der Berlin Story Verlag sowie der Souvenirhandel.
Ein Platz an der Sonne – Kinderluftbrücke



Mehr als fünfzig Besucher kamen in die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zur Buchvorstellung des Buchs von Bernd v. Kostka über die Kinderluftbrücke “Ferien vom Kalten Krieg”.
Bettina Effner, Chefin der Erinnerungsstätte, leitete ein, v. Kostka gab eine Übersicht zum Buch.
Nachher trafen sich (Foto unten) Teilnehmer der Kinderluftbrücke.
Bärbel Schultz, Bernd v. Kostka, Ernst Felix Wuntsch, Heyer Harry und Karin Philipp.
Kennedy – Büsten für das Ereignis
Barbie Dreamhaus
Mitarbeiter bewerten Vorgesetzte
„Mein Chef kümmert sich um mich als Person und um meine Arbeit.“ – „ Mein Abteilungsleiter kümmert ich um meine Arbeit und um mich als Person.“ Um solche Fragen ging es bei der aktuellen Bewertung der Arbeitssituation und der Vorgesetzten durch die Mitarbeiter. Bewertet wird im ersten Teil nach Schulnoten. Danach konnte man Kommentare schreiben. Auch, ob „ich weiß, was von mir bei der Arbeit erwartet wird“ und ob alle Arbeitsmaterialien einschließlich Software in Ordnung sind, sogar ob es genau Entscheidungsspielraum gibt wurde gefragt und anonym beantwortet.
Die Ergebnisse liegen jetzt vor, sind von Abteilung zu Abteilung natürlich unterschiedlich, insgesamt sehr erfreulich. Wer die Besucher des Museums begrüßt, ist von zentraler Bedeutung für das Gesamterlebnis, hat aber kaum eine Chance, sich in dieser Tätigkeit enorm weiterzuentwickeln. In der Buchhandlung, der Grafik oder im Marketing ist das etwas anders.
Zu Beginn des Jahres finden die ausführlichen, zwei Stunden langen Mitarbeiterentwicklungsgespräche statt. Diese Bewertungen der Vorgesetzten sowie der Arbeitssituation ergänzen das Gesamtbild der Unternehmenskommunikation und unserer Bemühungen, die einzelnen Mitarbeiter zu fördern und eine angenehme, freundliche Arebitssituation zu schaffen.
„Gute Zusammenarbeit und Einverständnis mit den Kollegen. Möglichkeit und Freiheit, meine Arbeit zu organisieren.“- „Die Kollegen sind sehr freundlich und helfen mir, wenn etwas nicht gleich geht.“ So hört sich das in den Kommentaren an.
Veranstaltung Kinderluftbrücke – der Tagesspiegel berichtet

Luftbrückenferien. Veranstaltung am Mittwoch
Über die Luftbrücke wissen die meisten gut Bescheid, die Kinderluftbrücke dagegen ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten.
Über 10 000 Kinder aus West-Berlin wurden zwischen 1953 und 1957 von den Amerikanern während der Sommerferien nach Westdeutschland geflogen und bei deutschen und amerikanischen Familien aufgepäppelt, im wahrsten Sinne des Wortes: Viele waren unterernährt, der Rekord lag bei acht Kilo Gewichtszunahme in sechs Wochen.
Bernd von Kostka, Kurator am Alliiertenmuseum in Zehlendorf, hat darüber das Buch „Ferien vom Kalten Krieg – Die Kinderluftbrücke 1953–1957“ (Berlin Story Verlag, 64 Seiten, 59 Abb., 7,80 Euro) geschrieben und stellt es am Mittwoch, 19 Uhr, in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, vor. Der Eintritt ist frei.ac
Mehr über das Buch Kinderluftbrücke von Bernd v. Kostka aus dem Berlin Story Verlag ….
Tunnel 57 als Comic



Thomas Henseler und Susanne Buddenberg gaben für die Stiftung Berliner Mauer im Ch. Links Verlag einen Comic zum Bau des Tunnels 57 heraus.
Im ersten Teil werden Hintergrund, Bau und die Folgen als Comic dargestellt.
Im ausführlichen zweiten Teil geht es um die Bearbeitung des Buchs durch Schüler.
Dazu wird ausführlich aus dem Buch Fluchthelfer von Klaus-M. v. Keussler und Peter Schulenberg zitiert.
Es geht um Fragen wie:
- Was brauche ich, um einen Tunnel zu bauen?
- Der Alltag der Fluchthelfer
- Die Situation der Flüchtlinge
Zinnfiguren in der Buchhandlung
Gneisenau, Scharnhorst, alle preußischen Könige und Kaiser, die Langen Kerls, das Musik-Corps … einmal die preußische Geschichte in Form von Zinnfiguren. In der Buchhandlung Berlin Story erhältlich.
MYRICA-Presse – Antwort gefunden?
In diesem Tagebuch suchten wir am 25. April 2013 eine Erklärung zu Verwendung der MYRICA-Presse, die in Berlin in der Luisenstadt bei Ausschachtungsarbeiten gefunden wurde, wahrscheinlich beim Bombenangriff vom 3. Februar 1945 untergegangen.
Heute war Florian Holzhauer in Hamburg im Museum der Arbeit, sah diese Presse und meldete sich sofort.
Jetzt können wir Kontakt herstellen zwischen dem Bürgerverein Luisenstadt und den Experten im Museum der Arbeit in Hamburg.
Florian Holzhauer war früher Projektleiter bei der Historiale.
Top Perspektive
Unter den Linden 40 – Buchbesprechung
Martin Mende bespricht in den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 2/2013
Dagobert Hoebbel: Unter den Linden 40 – Ein Stück Berliner Boulevard und seine Umgebung, Berlin Story Verlag, Berlin 2012, 117 S., 78 Abb., 19,80 Euro
“Der Chemiker Dagobert Hoebbel ist in sechster Generation Nachfahre des Bäckermeisters Johann Gottfried Heinrich Seiffert, 1799 als Eigentümer des heutigen Grundstücks Unter den Linden 40 im Adressbuch genannt. Daraus erwuchs sein Interesse, die Vergangenheit und Gegenwart der bis 1817 im Familienbesitz gehaltenen Liegenschaft und ihrer näheren Umgebung zu erforschen. Hoebbel vertiefte sich mehrere Jahre in Bauakten, Unterlagen der Feuersozietät, Grundbuchakten und zeitgenössische Tageszeitungen. Er schildert die Entstehung der Dorotheenstadt und das teilweise entbehrungsreiche bürgerliche Leben.
König Friedrich II. beauftragte zur Verschönerung der Residenz ab 1770 seinen Architekten Georg Christoph Unger mit der Errichtung repräsentativer Privathäuser. So entstand auch ein harmonisches Doppelhaus auf dem heutigen Grundstück Unter den Linden 40.
Es musste 1907 für den Bau eines modernen Geschäftshauses weichen. Das Haus gehört zu den elf Geschäftshäusern, die sich von der Bebauung der Straße Unter den Linden aus der Vorkriegszeit erhalten haben.
Bauherr des 1908 fertiggestellten Gebäudes war die Internationale Schlafwagengesellschaft Wagon-Lits. Noch heute beeindruckt das aufwändig gestaltete, im Wesentlichen neoklassizistische Haus der Architekten Kurt Berndt und A. F. M. Lange.
Hoebbel geht ausführlich auf die Nutzer des Hauses bis zur Gegenwart ein. Der sich relativ tief bis zur Mittelstraße hinziehende denkmalgeschützte Gebäudekomplex der Bavaria Immobilien Management GmbH & Co. Unter den Linden 40 KG wird zur Straße Unter den Linden u. a. von der Berlin Story Buchhandlung, dem Berlin Story Verlag und dem Historiale Berlin Museum genutzt, steht aber in weiten Bereichen leer.
Bisher hat sich trotz steigender Immobilienpreise in Berlin kein Käufer für das hoch verschuldete Objekt finden können. Die Diskrepanz zwischen der einst von der Bankgesellschaft Berlin großzügig eingeräumten Hypothekenbelastung und dem tatsächlichen Marktwert ist offenbar noch zu groß.”
Anmerkung des Verlags: Das Buch ist momentan leider nicht lieferbar. Die zweite, durchgesehene und ergänzte Auflage ist in Vorbereitung und erscheint demnächst.

































